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Bundesfinanzminister Schäuble kritisiert Ex-Bundespräsident Köhler scharf

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat den zurückgetretenen Bundespräsidenten Horst Köhler ungewöhnlich scharf kritisiert. Er warf ihm vor, das Amt nicht richtig verstanden zu haben. Köhlers Nachfolger Christian Wulff erntete dagegen lobende Worte.
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Finanzminister Wolfgang Schäuble: Köhler hat das Amt des Bundespräsidenten offenbar nicht verstanden. Quelle: dpa

Finanzminister Wolfgang Schäuble: Köhler hat das Amt des Bundespräsidenten offenbar nicht verstanden.

(Foto: dpa)

HB BERLIN. Köhler habe offensichtlich das Amt des Bundespräsidenten nicht richtig verstanden, sagte Schäuble in einem Interview mit dem "Tagesspiegel am Sonntag". Es sei in Ordnung, beim Volk beliebt sein zu wollen, sagte Schäuble: "Aber man muss sich diese Beliebtheit erwerben durch Autorität und nicht dadurch, dass man die politische Klasse schrecklich findet", sagte Schäuble weiter.

Köhlers Nachfolger Christian Wulff attestierte der Finanzminister dagegen, das höchste Staatsamt verstanden zu haben. Er habe vielfach bewiesen, dass er den Menschen Politik vermitteln könne, lobte der Finanzminister den neuen Bundespräsidenten. "Er weiß, was dieses Amt bedeutet, das wirklich mit das schwierigste ist in diesem Land."

Köhler war Ende Mai überraschend von allen Ämtern zurückgetreten und hatte die Koalition damit in eine weitere Krise gestürzt. Anlass war ein umstrittenes Interview Köhlers zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Er hatte darin erklärt, dass die Bundeswehr auch zur Durchsetzung deutscher Handelsinteressen im Ausland eingesetzt werden müsse. Darauf hatten ihm unter anderem die Grünen Kanonenbootspolitik vorgeworfen. Köhler begründete seinen Rücktritt mit mangelndem Respekt vor seinem Amt.

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7 Kommentare zu "Bundesfinanzminister: Schäuble kritisiert Ex-Bundespräsident Köhler scharf"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Warum war/ist Schäuble eigentlich populär und kompetent?

    Es wäre gut, wenn in dieser bundesregierung einfach jeder Minister einmal seinen Job macht - für den er bezahlt wird.

    Herr Schäuble sollte sich um eine Ausgabenkürzung in allen Ministerien kümmern, die Steuergesetze vereinfachen, die Steuergerechtigkeit unter den Steuerpflichtigen überwachen und sonst den Haushaltsvollzug im blick haben.

    Mir scheint, diese Aufgaben hat er noch nicht ganz verstanden. Stattdessen Philosophiert er über den Rücktritt Köhlers - ein Thema, was gar nicht in sein Ressort fällt.

    Wenn er wirklich so viel Energie hat, sollte er sich neben seinem Haushaltsrecht noch über die Finanzmarktregulierung kümmern.

    in der schwarz-gelben Koalition scheint eigentlich in jedem Ministerium die Kakophobie ausgebrochen zu sein - keine Ahnung von der Materie haben, eigentlich nicht zuständig sein, aber wenn sich die Gelegenheit bietet - einfach einmal in die Mikrophone babbeln.

    wirklich traurig der Zustand der Regierung - und unsere bundesmerkel schaut beim Trauerspiel 10. Akt nur zu und schweigt.

    Langsam wäre es die Aufgabe der Kanzlerin einmal kräftig auf den Tisch zu hauen und die Herrschaften auf ihre Aufgaben zu verpflichten.

  • wer als Jurist auf die Hilfe von SPD-Mitgliedern in seinem Ministerium vertrauen muss (warum wohl?), wer dem Rettungsschirm und den EZb-Machenschaften zusieht, der sollte gegenüber einem ausgewiesenen Finanzfachmann wie Köhler ganz vorsichtig sein. Dieser hat eine Vita, von denen berufspolitiker nur träumen können. Auch ohne grosse Erklärungen wird immer klarer, warum er zurücktrat! Schäubles Ausführungen bestätigen dies.

  • Die Denkansätze eines Kirchhoff sind prinzipiell richtig. Steuergerechtigkeit kann auf der basis des kompliziertesten Steuerrechts auf der Welt nicht eintreten. Also ist Deutschlands Steuerrecht genial. Was ich nicht glaube.
    Es ist an der Zeit, daß berliner Politik heißt zweierlei in Einem zu tun: Einen Schritt voran und gleichzeitig mit der Sense einen Schnitt. So gehts! Ziel stets: Umverteilungsvorgänge in Oberschichten brandeilig beenden. Keine Sondermaßnahmen zur besserung des binnenmarktes, diese ergeben sich bei verbesserter Steuergerechtigkeit per saldo!

  • Diese Kritik von Schäuble kann ich nur als ziemlich unverschämt bezeichnen.
    Da ist was gewesen sonst wäre Köhler nicht zurück getreten.
    Schäuble ist für mich ohnehin ein charakterloser Typ. Von Merkel einst weg gemobbt, ließ er sich dann von ihr zurück holen um als innenminister für die DDR-Dame all die Schnüffel- und Überwachungsaktionen zu installieren. Der hat sich doch aufgeführt, als wäre er Schüler von Mielcke gewesen.
    Dümmliche islamkonferenzen hat er dann installiert in denen er sich mit islamisten an den Tisch gesetzt hat, nicht mit integrierten und gemäßigten.
    Und hat damit der islamisierung unseres Landes das Wort geredet.
    Schäube soll endlich in Rente gehen, dieser charakterlose Typ und Stiefellecker Merkels

  • Guten Abend Heinrich,
    ich fasse es als Gegenkritik auf, wenn Sie sagen, dass Zurückhaltung geboten ist, wenn man selbst noch nichts zustande gebracht habe. ich kann mich hier nur schlecht ausweisen.
    Steuervereinfachung ist nicht so leicht, denn Steuern sind von Geldmengentransfers abhängig. Nur wo mit Geld bezahlt wird, können Steuern eingehoben(!) werden. Das ist einerseits ein Vorteil, denn Volkswirtschaften verlaufen grundsätzlich in Kreisläufen. Da sehr viele Dinge gehandelt werden, können im Zeitalter systemisch bedingter Transfers Steuern dazwischen geschalten werden. Andererseits können die mannigfachen und mannigfaltigen volkswirtschaftlichen Kreisläufe auch fehlinterpretiert werden. Dann wirkt das Steuersystem undurchsichtig, verworren. Sicherlich haben Sie Recht, wenn Steuervergünstigungen in merkwürdigen bereichen der Volkswirschaft durchgesetzt werden. Doch ist die Einhebung von Steuern ein einzigartiges Phänomen unserer Organisationsfähigkeit. Der Steuer wird tendenziell etwas belastenden, Störendes angehängt, dem ist nicht so. Mit der Steuer werden zahlreiche institutionen in Stand gesetzt, die ohne Steuer nicht wären.
    Die Steuervereinfachung ist sozio-genetisch bzw. sozio-technisch nicht umsetzbar. Die Koalition in berlin hatte mit ihrer Wahltaktik die Steuer zugleich als Ungemach der Kultur erhoben. Unsere Welt hat sich stark verändert. Neben der Produktion von Waren und Gütern finden wir heute die bereitstellung von Dienstleistungen. Dies nehmen wir als Diversifikation kultureller Leistungen. Ein Teil dieser Leistungen ist außerordentlich wichtig, aber man verdient eben nicht so viel Geld damit. in anderen Teilen kultureller Leistungen verdient man eben mehr Geld. Hiedurch entsteht dann eben mit der Diversifikation kultureller Leistungen eine Diversifikation der Aufgaben des Staates, und das kostet Geld. Verwaltung ist teuer geworden, weil sich kulturelle Leistungen diversifiziert haben. Es wird keine Vereinfachung des Steuersystems geben, und es muss auch keine Vereinfachung des Steuersystems geben. Richtig ist, dass das Steuersystem restrukturiert und neuerlich bemessen werden muss. Dass geht irgendwann jedem Unternehmen so. Man mus ja seine Hausaufgaben machen. Aber einfacher, kann man das Steuersystem nicht machen. Diese idee hat schwarz-gelb in die Welt gesetzt, ganz zum Nachteil der Koalition und nicht zuletzt von uns allen.
    Es stellt sich zunehmend das Problem der Komplexität und das Problem der Nachvollziehbarkeit v.o.n Komplexität. Die Nation und damit die Kultur verträgt dieses Durcheinander nicht so lange. Man sagt häufig, dass rächt sich irgend wann. bislang haben die Mahner Recht behalten, und die Quirolanten gaben nie nach.
    ihnen Heinrich, wünsche ich noch einen schönen Abend.

  • Wenn man selbst nichts zustande gebracht hat, sollte man sich mit der Kritik an anderen Personen zurückhalten. ich denke, das ist eine gute Regel.
    Was hat Herr Schäuble denn bisher zustande gebracht?
    ist der Trojaner als Ersatz-Stasi-instrumentarium eigentlich schon freigeschaltet worden? Wie sieht es mit einer Steuer-VEREiNFACHUNG aus? ich meine nicht Steuersenkung, sondern Vereinfachung, und verständliche, handhabbare klare Regelungen. Nicht diese schwachsinnigen und unverständlichen, teilweise verfassungswiedrigen Murks-Gesetze und Verordnungen, die schon seit Jahren die bürger immer wieder in den Verdacht von Steuerhinterziehungen bringen. Also, Herr Schäuble, bringen Sie ihren Laden in Ordnung, oder haben Sie ihre Aufgabe auch nicht richtig verstanden?

  • Tja, Herr Schäuble, wenn man selbst unter einem sehr starken Autoritätsverlust leidet, dann lässt sich schlecht Kitisieren. ihre Finanzpolitik ist so schlecht wie ihre Arbeit als Koalition(Verbindung) insgesamt. Wie wäre es denn, wenn Sie sich erst mal um sich selbst kümmern, als sich an außerordentlich liebenswürdigen Persönlichkeiten abzuarbeiten, wie Herr Köhler eine war. Sie scheinen weder den Rücktritt Köhlers noch die bundespräsidentenwahl ausgeleuchtet zu haben. Die Wahlmänner und Wahlfrauen ärgern sich sicherlich schon darüber, dass sie dem Wulff letztendlich doch noch zur absoluten Mehrheit verholfen haben. Und sehet wie schamlos sie euch ausbeuten und setzet euch zur Wehr.
    Herr Schäuble, dass Sie den Herrn bundespräsidenten Köhler angreifen wäre wohl kein Problem, wenn Sie selbst nicht so fassungslos schlechte Politik machen würden, und Herr Köhler nicht so glanzvoll gewesen wäre, wie er es war.
    ...Sie sind so ein Volltrottel

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