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Bundeskartellamt Müllentsorgung funktioniert dank Wettbewerb

Der Wettbewerb beim Recycling hat die Kosten für deutsche Verbraucher deutlich gesenkt. Seit der Marktöffnung funktioniere die Entsorgung zuverlässig, so das Bundeskartellamt. Die Behörde warnte vor Änderungen.
03.12.2012 - 13:01 Uhr 2 Kommentare
Pro Wettbewerb: Das duale System funktioniert laut Kartellamt. Quelle: dpa

Pro Wettbewerb: Das duale System funktioniert laut Kartellamt.

(Foto: dpa)

Bonn Die Öffnung des Entsorgungsmarkts für den Wettbewerb hat die Recyclingkosten in Deutschland mehr als halbiert. Der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, sagte am Montag in Bonn: „Durch den Wettbewerb sind die jährlichen Gesamtkosten von ehemals rund zwei Milliarden Euro auf inzwischen unter eine Milliarde Euro pro Jahr gesunken.“ Für eine vierköpfige Familie entspreche dies einer Ersparnis von 50 Euro pro Jahr.

Befürchtungen, dass der Wettbewerb negative Folgen für die Qualität und Verlässlichkeit des Systems haben könnte, hätten sich nicht bestätigt, fasste Mundt das Ergebnis der Sektoruntersuchung der Aufsichtsbehörde zusammen. Die Sammlung in gelben Tonnen und Glascontainern funktioniere nach wie vor zuverlässig, und die Recyclingquoten seien nicht gesunken.

Mundt warnte vor Forderungen von kommunalen Entsorgern und Teilen der privaten Entsorgungswirtschaft nach einer Abschaffung des Wettbewerbs der dualen Systeme. Die Folge wären höhere Entsorgungskosten und ein Verlust an Innovationen, mahnte er.

Die Kosten der haushaltsnahen Verpackungssammlung und des Recyclings werden über die Produktpreise letztlich vom Verbraucher getragen.

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    2 Kommentare zu "Bundeskartellamt: Müllentsorgung funktioniert dank Wettbewerb"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Etwas mehr Wettbewerb dürfte schon sein! So muß ich immer noch im gelben Sack und Mülltonne getrennt sammeln, obwohl die Trennung in der Müllsortieranlage Stand der Technik ist. Diese Trennung wäre sauberer und billiger, da die zweite Anfahrt entfallen könnte.
      Ebenso wäre eine Beteiligung der Bürger an den Gewinnen der Verwertung wünschenswert. Der übergroße Anteil des Mülls wird in Müllverbrennungsanlagen verbrannt und dabei Strom erzeugt. Wieso wird der Müll den Bürgern nicht abgekauft?

    • Und wo wird diese Kostenersparnis beim Bürger sichtbar?

      Gut, Zeitung geht jetzt für 8ct/Kilo zur Annahmestelle, Schrott zum Händler. Aber alle anderen Wertstoffe werden dem Bürger noch nicht bezahlt!

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