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Bundespräsidentenwahl E-Mail-Flut pro Gauck

Die SPD hat Joachim Gauck für die Wahl zum Bundespräsidenten schon aufgegeben, Teile der Linken erwägen sogar, den Koalitionskandidaten Christian Wulff zu wählen. Doch die Netzgemeinde hält eisern an Gauck fest: Mehr als 27 000 Bürger haben via E-Mail die Mitglieder der Bundesversammlung aufgefordert, „im Sinne der Bürger zu wählen“.
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Bundespräsident der Bürger scheint Joachim Gauck bereits zu sein. Quelle: apn Quelle: APN

Bundespräsident der Bürger scheint Joachim Gauck bereits zu sein. Quelle: apn

HB BERLIN. Es war eine E-Mail-Flut pro Gauck: Kurz vor der Bundespräsidentenwahl gingen mehr als 27 000 elektronische Botschaften in den Abgeordnetenbüros und bei den Delegierten aller Parteien ein. Der Inhalt der über das Online-Kampagnennetzwerk Avaaz.org versandten Mail: die Aufforderung, Partei- und Machtpolitik beiseite zu legen, und stattdessen im Sinne der Bürger zu wählen. Meinungsumfragen zeigen, dass die Mehrheit der deutschen Bürgerinnen und Bürger Joachim Gauck als nächsten Präsident sehen möchte.

Bereits in der vergangenen Woche hatten prominente CDU-Mitglieder, einschließlich der ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker und Roman Herzog, sowie der ehemaliger sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf alle Parteien dazu aufgerufen, die Wahl freizugeben, Parteipolitik außer Acht zu lassen und eine wirklich freie Wahl des Staatsoberhauptes sicherzustellen. „Wir sehen eine beispiellose Mobilisierung von Zehntausenden Bürgerinnen und Bürgern, die die Online-Aktion nutzen, um ihrer Stimme bei der Präsidentschaftswahl Gehör zu verschaffen“, sagte Alice Jay, Kampagnendirektorin von Avaaz.org.

Das Online-Formular von Avaaz.org sei von mehr 27 000 Bürgerinnen und Bürger aus ganz Deutschland genutzt worden. Die einzelnen Nachrichten fordern die Mitglieder der Bundesversammlung dazu auf, denjenigen Kandidaten zu wählen, der die Werte und die moralische Autorität besitzt, um Deutschland zu vereinen. Zahlreiche Politiker hätten bereits geantwortet und versichern, dass Sie den Volkswillen respektieren werden.

Während einige Abgeordnete die Anliegen Ihrer Wähler ernst nehmen und direkt auf die Emails der Bürgerinnen und Bürger antworteten, sind andere sogar soweit gegangen, die Nachrichten der Wähler als „Spam“ zu bezeichnen, also als unerwünschte Werbebotschaft. Eine Anschuldigung, die die Online-Organisatoren zurückweisen: „Genau das ist Demokratie in Aktion“, sagte Alice Jay. Nach der niedrigen Wahlbeteiligung von 72,2% bei der Bundestagswahl 2009, ist sei spannend, das große Interesse und Engagement bei dieser Präsidentschaftswahl zu sehen.“ Das Netzwerk versteht Internet-Tools als förderungswürdige Form der politischen Partizipation.

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1 Kommentar zu "Bundespräsidentenwahl: E-Mail-Flut pro Gauck"

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  • Politiker sind meist "weit weg" vom bürger. Mit solchen Online-Kampagnen haben bürger unmittelbar, schnell und unkompliziert eine Möglichkeit, ihre Stimme zu Gehör zu bringen. Moveon.org in den USA lanciert seit Jahren sehr erfolgreich solche Kampagnen.

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