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Bundesregierung prüft Union knüpft EADS-Fusion an Bedingungen

Die Bundesregierung prüft die Fusion von EADS und BAE, auch wenn das gar nicht ihre Sache ist. Aber die CDU-Fraktion sieht viele nationale Interessen betroffen. Daher dürfe man die Entscheidung nicht Managern überlassen.
14.09.2012 - 11:46 Uhr 9 Kommentare
Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Eröffnung der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung mit EADS-Chef Thomas Enders. Quelle: dapd

Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Eröffnung der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung mit EADS-Chef Thomas Enders.

(Foto: dapd)

Berlin Die Fusionspläne von Europas Luft- und Raumfahrtkonzern EADS mit der britischen BAE Systems zum globalen Rüstungsgiganten werden in der CDU im Bundestag grundsätzlich begrüßt, aber an Bedingungen geknüpft. Es seien hier „im höchsten Maße volkswirtschaftliche, technologiepolitische, industriepolitische und sicherheitspolitische Interessen betroffen, die nicht durch die Vorstände entschieden werden können“, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Unions-Fraktion im Bundestag, Joachim Pfeiffer (CDU), Handelsblatt Online. „Deutschland hat hierbei viel zu verlieren.“

Es gehe hier nicht nur um den Unternehmenssitz, sondern auch um Produktionsstandorte und damit Arbeitsplätze sowie den Erhalt von Wertschöpfung und technologischer Kompetenz, sagte Pfeifer. „Dies sind Fragen von nationalem Interesse.“

EADS-Vorstandschef Thomas Enders und seine Teams verhandeln bereits seit Ende August mit den Regierungen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA, um die politische Unterstützung für das komplexe Vorhaben zu sicher. In den beteiligten Unternehmen wird darauf verwiesen, dass man natürlich die politische Unterstützung von Berlin wolle. Formal könne die deutsche Seite aber den Deal nicht blockieren könne, da sie - anders als Frankreich oder Großbritannien - keine direkten Anteile an der EADS hält.

Dagegen betont Pfeiffer, dass Deutschland viele Milliarden Euro an Steuergeldern in den Aufbau des Unternehmens EADS gesteckt habe. „Daher ist für mich klar, dass eine Entscheidung über eine Fusion eine hohe Bedeutung für die Zukunft des Wirtschafts- und Technologiestandorts Deutschland hat“, sagte er. Die Letztentscheidung in dieser „hoch politischen Frage“ müsse daher die Bundesregierung treffen.

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    Grundsätzlich wird in Berlin der Zusammenschluss nicht infrage gestellt, aber es gibt Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Regierungskoalition über die künftige Struktur und die Art der Einflussnahme auf das neue Unternehmen. Nach anfänglich verbreiteter Skepsis seien weite Teile der Bundesregierung inzwischen positiv gestimmt. Allerdings gebe es eine "kleine Minderheit", die aus industriepolitischen Gründen Bedenken habe und einen deutschen Einflussverlust befürchte, heißt es.

    Enge Abstimmung mit Frankreich
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    9 Kommentare zu "Bundesregierung prüft: Union knüpft EADS-Fusion an Bedingungen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • „Deutschland hat hierbei viel zu verlieren.“
      ----------------------
      Deutschland hat schon verloren.
      Und zwar auf ganzer Linie.
      Wo nur noch Dilettanten und vor allem Leute am Werk sind, die von Deutschfeindlichkeit geprägt sind, können wir nichts mehr erwarten.
      Kaum ist das politikfreundliche Urteil des Budesverf.-Gerichts raus, geht es rund.
      Draghi führt sich auf wie ein neuer Führer, Großbetreibe und deutsche Technik sollen verschwinden.
      Offenkundig ist mit diesem Urteil nun jede Hemmschwelle weg.

    • eingreiffen
      ich denke, Sie werden Recht behalten.
      Merkel hat keine deutschen Interessen, das hatte sie nie

    • Deutschland wird mit Hilfe der politischen Handlanger in Berlin und den Landesparlamenten ausgeplündert. Steuermilliarden, Technologie.....zurück bleibt eine leere Hülle. Ist es das, was Merkel und Konsorten wollen?

    • In Deutschland zeigt sich mehr und mehr das Ergebnis der Versagerpolitik dieser Generation. Was einst Strauss in Bayern mit EADS geschaffen hatte, macht die CDU jetzt mit grenzenloser Naivität KAPUTT. Es ist ja auch bezeichned diese wichtige Aufgabe einem Pastor und ehm. treugedienten Vasallen Kohls (Hintze) damit zu beauftragen. Ausser "rote Socken" Kampagne hat der nichts drauf. Der soll mit den gehievten, straff- egoistischen Franzosen um Parität verhandeln? ein Witz!
      Es kommt wie es kommen musste:

      "Da Airbus stark in Toulouse angesiedelt ist, könnte das Rüstungsgeschäft nach England gehen" also Cassidian wird in England zukünftig den Hauptsitz haben. Das erklärt vermutlich auch, warum erst 2 Wochen vorher der Cassidian Chef in München gefeuert wurde. Man wird wie bei Unilever und Shell eine Fusion durchführen mit 2 eigenständigen Unternehmen aber EINEM Vorstand also EADS B.V. und EADS PLC.

      EADS B.V. mit
      alleinigem, operativen Sitz Toulouse und
      Eurocopter HQ (Mariange)
      Airbus HQ (Toulouse)
      Astrium HQ (Paris)
      ALLES in Frankreich

      EADS PLC. mit
      Cassidian HQ (aktuell Ottobrunn, bald London)
      und Ländergesellschaften der EADS Töchter
      in England

      Deutschland?
      Nur noch Ländergesellschaften ähnlich
      Coca-Cola, wo man abfüllt, zusammenschraubt und verkauft.

      Wenn Enders irgendwann aufhört kommt sicher Bregier oder ein anderer Franzose.
      Die deutsche Politik, insbesondere die CDU /FDP ist von Nieten, Träumern und Halbwürstchen besetzt. Was für ein Totalverlust für Deutschland! F.J. Strauss wird sich im Grabe rumdrehen!

    • Ich befürchte, Sie könnten recht haben. Unsere naiven Einfaltpinsel werden wohl, zu Lasten des Technologiestandorts Deutschland, wieder den Schwanz einziehen.

    • @vorschreiber: über den möglichen knowhow abfluss, mach ich mir natürlich ausgeprochen grosse sorgen, aber nicht nur bei diesem projekt! in kontinental europa werden gerade "dinge" verkloppt, da steigt in mir der zorn hoch. aber hallo! ja, und nicht de verkäufe an china machen mich nachdenklich - bei dennen weiss mann/frau was sage ist und ich bin der meinung, china wird ein sehr verlässlicher partner werden. die zeit wird es zeigen!

    • aber schön harte kriterin anlegen! wie sieht es mit de langfristige geostrategie von de EU bzw. eurozone aus. jo, und mal prüfen, ob nich die BAE kunde vielleicht in de nächst jahre zum "imperialen rückbau" gezwunge sinde!!! oder? soll BAE aufgefangen werden, da sag ich, erst besser mal mit de grichen, spanier und italiener "sich übernehme"!

      ja, und für de juten jutmensche in de brd politike: seid wohl frohe, nix mehr de abstimmungen über de rüstungsexporte, weilet so über frankreich und UK läuft! kopfe in de sand und jut! vielleicht isset ja doch besser mal mitzubekomme, wose den mal wieder de waffen in de welt stapeln wolle. jo, so künte manne und fraue sich den entwicklehilfe spare, wirde ja blade zerlegt, de infrastruktur bzw. lebesgrundelage vonde mensche da!

      FAZIT: mann/frau ist kein guter mensch nur weil mann/frau sich der verantwortung entledigt! oder?

    • "Es gehe hier nicht nur um den Unternehmenssitz, sondern auch um Produktionsstandorte und damit Arbeitsplätze sowie den Erhalt von Wertschöpfung und technologischer Kompetenz, sagte Pfeifer. „Dies sind Fragen von nationalem Interesse.“"

      So wie ich Merkel kenne, wird sie auch dieses Projekt wieder versemmeln. Die mit deutschen Steuergeldern und deutschem Know-how aufgebaute Technologie wird letztlich aus Deutschland abgezogen - und die Pute wird anschließend wieder eine Beschwichtigungsrede halten, in der sie die Vorteile und den großen Nutzen für unser Land herausstellt. Ich könnte sie jeden Tag ...

    • Schon wieder ein "Welt-AG"-Bastler?
      Reuter und Schremp sollten eigentlich genügen.
      Enders sollte seine Kraft einsetzen den A380 und den A400M fehlerfrei und profitabel zu bekommen.

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