Angst vor Steuererhöhungen Unternehmer leisten Wahlkampfhilfe für die FDP

Die schwächelnden Liberalen erhalten überraschend Hilfe aus der Wirtschaft. Zwei große Unternehmensverbände setzen auf den Wiedereinzug der FDP in den Bundestag und auf die Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition.
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Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP, r.) und FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle: Für die Liberalen geht es um alles oder nichts. Quelle: dpa

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP, r.) und FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle: Für die Liberalen geht es um alles oder nichts.

(Foto: dpa)

BerlinKurz vor der Bundestagswahl hoffen mehrere Wirtschaftsverbände auf ein Weiterregieren von Union und FDP. Der Präsident des Familienunternehmer-Verbands, Lutz Goebel, und die Bundesvorsitzende des Verbandes Die Jungen Unternehmer, Lencke Wischhusen, machen sich insbesondere für die Liberalen stark. „Die FDP ist trotz aller Schwächen fähig, die Wettbewerbsfähigkeit für die Unternehmen und unsere Volkswirtschaft zu erklären und zu erstreiten“, sagte Goebel Handelsblatt Online. „Wenn alle Parteien nur noch das Verteilen im Programm haben, aber nicht mehr das Erwirtschaften, werden wir schnell wieder der kranke Mann von Europa.“

Wischhusen sagte: „Deutschland braucht die FDP als Stimme der sozialen Marktwirtschaft. Das ist viel mehr als nur Steuerpolitik.“ Die FDP müsse daher endlich wieder die Werte Freiheit, Eigentum, Wettbewerb und Verantwortung in die Politik hineintragen, dann habe sie auch eine Existenzberechtigung.

In Bayern waren die Liberalen am Sonntag mit 3,3 Prozent aus dem Landtag geflogen. Im Bund liegen sie in Umfragen um die Fünf-Prozent-Marke. Meinungsforscher erwarten am Sonntag ein Kopf-an-Kopf-Rennen von Schwarz-Gelb und der Opposition.

Goebel warnte vor einer Großen Koalition oder einem Regierungsbündnis aus Union und Grünen. Von beiden Konstellationen erwarte er nicht, „dass sie unser Land in den entscheidenden Fragen voranbringen“. Die letzte Große Koalition habe zwar die Finanzkrise gut gemeistert, sie habe aber auch für die Erhöhung der Mehrwertsteuer und weiter aufgeblähte Staatsausgaben gestanden. „In einer schwarz-grünen Koalition würde die jetzt schon planwirtschaftlich organisierte Energiepolitik noch mehr Subventionen an die Besitzer von Wind- und Solarparks ausschütten“, sagte Goebel. „Die Politik würde bei einer Großen Koalition noch verwaschener als sie heute schon ist“, fügte der Verbandschef hinzu. Das stärke am Ende nur die Ränder links und rechts. „Das kann kein Demokrat wollen.“

FDP stellt Bedingungen für Schwarz-Gelb
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  • gediritter
    Besser hätte man es nicht sagen können

  • Neptun
    Sie können Recht haben, denn derzeit ist der Bundesrat in Rot-Grüner Hand.
    Also kann Merkel nur mit der SPD regieren, um Gesetze durchzubringen

  • Den Kopf einschalten ....die Nase

    putzen....dann wählen....

    "Orden der Patrioten" ?????

  • KEINE der sog. Altparteien steht für BÜRGERFREIHEIT.
    Gut, dass es die AfD zumindest versucht.
    Soweit wir nicht an den "gesetzlich" genehmigten Fleischtöpfen sitzen (Handswerkskammern, GEZ und andere Schmarotzer) sondern unseren Lebensunterhalt durch ehrliche Arbeit verdienen müssen haben wir das Nachsehen. Der "mündige Bürger" ist längst absolut hilflos dem Treiben der Politkaste in Berlin und Brüssel ausgeliefert. WENN WAHLEN ETWAS VERÄNDERN WÜRDEN, WÄREN SIE LÄNGST VERBOTEN! Was nutzt es heute, wenn Deutschlands schlimmster Totengräber endlich einsieht, dass die Einführung des Euro undemokratisch war? Er hat sich damals von Mitterand über den Tisch ziehen lassen, um "Einheitskanzler" zu werden. Seine "geistig-moralische Wende" ist verkommen zu einem grandiosen Selbstbedienungsladen für "die da oben", siehe Kosten von 1,1 Mio PRO Bundestagsabgeorneter (Quelle: Handelsblatt).
    Ich befürchte, dass diese Null-Partei F.D.P via Leihstimmen wieder in den Bundestag kommt. Leider. Denn dann kann das Lügen+Betrügen des Volkes weiter gehen. Zur Erinnerung: Helmut Schmidt betrachtete sich als leitenden Angestellten der Bundesrepublik Deutschland und handelte entsprechend. Seit ihm brechen ALLE ihren Amtseid, denn zum Wohle des Volkes ist keiner mehr tätig - nur zum eigenen. Wenn die ungerechtfertigten Pensionsansprüche gesichert sind, wechselt man in die Wirtschaft, egal ob aus FDP oder sonst woher. Die biegen sich doch alle vor Lachen über den dummen deutschen Michel, der sie immer wieder wählt und zahlt und zahlt und zahlt.............
    Genug geärgert. Wähle am Sonntag die einzige ALTERNative.

  • Ich habe auch Angst vor Steuererhöhungen!
    Denn:
    Immer wenn eine Wahl vorbei ist wird alles irgendwie teurer! Politiker versprechen:
    Keine Steuererhöhung.
    Und was gibts dann?
    Steuererhöhung!
    Ich habe (ebenso wie meine Freunde vom "Orden der Patrioten") die Nase voll von all den Lügen der etablierten Einheitsbreipartei CDUSPDGrüneLinkeFDP (die machen eh alle dasselbe!)!
    Ich wähle die AfD; die euro- und EUkritische "Alternative für Deutschland"!
    Es ist Zeit das eine echte Opposition in den Bundestag kommt!

  • Zitat : Angela Merkel schickt "herzliche Grüße": Kurz vor der Wahl bekommen Millionen Deutsche einen Brief von ihrer Regierungschefin. In dem Schreiben bittet die Kanzlerin um beide Stimmen für die CDU. Von der FDP oder der schwarz-gelben Koalition ist keine Rede.

    http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/bundestagswahl/id_65568294/last-minute-wahlbrief-merkel-kontert-zweitstimmenkampagne-der-fdp.html

    - Das ist für mich eigentlich ein Indiz, dass die AfD noch vor der CDU liegt ! Denen geht ja jetzt der Ar*** richtig auf Grundeis, daß die Zonenwachtel Briefwerdung bei allen Bundesbürgern ( was das erst kostet...) macht !

    Alternativ wählen !

    AfD ♥ ===> ALLIANZ für DEUTSCHLAND und unsere Zukunft !

  • Es wird eine grosse Koalition geben.
    Ich bin auch so langsam der Überzeugung das es im Augenblick das Beste für Deutschland ist.
    Deshalb ist es tatsächlich egal wer noch gerade über die 5% Hürde hüpft.
    Trotzdem, und deshalb wähle ich die Piraten. Die wissen wenigstens von was sie reden und die Beschlüsse sind tatsächlich von einer breiten Basis gefaßt und nicht plakativ und nichtssagend weil gerade eine Strömung ausgenutzt werden kann.
    Außerdem haben sie schon bewiesen das sie politisch arbeiten können, im Gegensatz zur AfD, die nichts weiter zu bieten hat als die schon vorhandene Mittelmäßigkeit und Wendehalstümnelei.
    Gäbe es die Piraten nicht, würde ich die Linke wählen, auch wenn mir da einige Punkte gegen den Strich gehen, aber eine Partei die jedes Interesse abdeckt gibt es nunmal nicht.

  • Die FDP wird auch weiterhin bleiben, im Gegegnsatz zu den Gründen, der NPD, KPD oder AfD --- sorry, die Piraten hatte ich ja vergessen.

    Sie kommen und sie gehen, doch die Ur-Parteien bleiben. So wollen es die wirklich regierenden Bankster und was das Volk will, will eh keiner wissen.

    Also bitte, bleiben wir doch auf dem Boden der Tatsachen.

  • Es ist immer "gut" auf einem "Totgerittenem Pferd" sitzen zu bleiben bis es einem unterm Hintern weggefault ist!


  • @ Billyjo

    Zitat : die AfD
    für die Träumer des nahendes Paradieses und dem Leben auf einer einsamen Insel wo Milch und Honig fließen,usw

    - Sie müßen hier die AfD mit den LINKEN verwechselt haben,

    wie peinlich Ihre Bildungslücke...??!!!!

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