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Deutschlandtrend Bei Schwarz-Gelb schwächelt nur einer

Die Union ist einer Umfrage nach zwei Monate vor der Bundestagswahl im Höhenflug. Die schwachen Umfragewerte der FDP gefährden aber eine schwarz-gelbe Koalition. Auch andere Konstellationen erweisen sich als schwierig.
26.07.2013 - 10:29 Uhr 13 Kommentare
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einer Wahlkampfveranstaltung im Ostseebad Zingst (Mecklenburg-Vorpommern). Die Union liegt mit 42 Prozent in den Umfragen weit vor den anderen Parteien. Quelle: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einer Wahlkampfveranstaltung im Ostseebad Zingst (Mecklenburg-Vorpommern). Die Union liegt mit 42 Prozent in den Umfragen weit vor den anderen Parteien.

(Foto: dpa)

Berlin Im ARD-„Deutschlandtrend“ legte die Partei von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Sonntagsfrage um einen Punkt auf 42 Prozent zu. Die Sozialdemokraten verlieren einen Punkt und liegen nur noch bei 25 Prozent. Die Grünen gewannen in der Umfrage einen Punkt hinzu und kommen auf 14 Prozent. Die Linke liegt unverändert bei sieben. Die FDP kommt auf vier Prozent und würde damit an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Infratest dimap befragte am Dienstag und Mittwoch 1000 wahlberechtigte Bürger.

Klare Mehrheitsverhältnisse im Bundestag zeichnen sich damit nicht ab. Rot-Grün würde mit 39 Prozent hinter der Union bleiben, die aber wegen der Schwäche der FDP keine erneute schwarz-gelbe Koalition bilden könnte. Rein rechnerisch möglich wären eine große Koalition oder ein Bündnis aus CDU/CSU und Grünen. Die Alternative für Deutschland (AfD) büßte einen Punkt ein und kann derzeit ebenso wie die Piraten mit zwei Prozent der Stimmen rechnen.

Die Glaubwürdigkeit der Bundesregierung und von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) leidet der Umfrage zufolge unter der Affäre um das massenhafte Ausspähen von Daten durch den US-Geheimdienst NSA. 70 Prozent der Befragten äußerten sich unzufrieden mit den bisherigen Aufklärungsbemühungen der Bundesregierung. Nur 24 Prozent beurteilten die Regierung in diesem Punkt positiv. 78 Prozent bewerteten die Aussage Merkels als „nicht glaubwürdig“, sie habe erst aus der Presse vom Ausmaß der Überwachung erfahren. Selbst 59 Prozent der Unionsanhänger nehmen der Kanzlerin der Umfrage zufolge diese Darstellung nicht ab.

Über die sinkende Wahlbeteiligung äußerste sich Bundespräsident Joachim Gauck besorgt. „Das bedauere ich sehr“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“ vom Freitag. „Wer nicht wählt, verzichtet auf Partizipation, verzichtet auf die wichtigste Form, mitzubestimmen.“ Nichtwählen sei zwar erlaubt, aber kein Votum. Eine Wahlpflicht wie in anderen Ländern hält Gauck in Deutschland aber nicht für angeraten. Vielmehr sollten Politiker und aktive Wähler die Nichtwähler „durch Überzeugung für die Wahl gewinnen“.

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    Der Bundespräsident ermahnte in dem Zusammenhang die Parteien, für Klarheit und Verständlichkeit ihrer Positionen zu sorgen. „Parteien sollten deutlicher machen, wie ihre Konzepte voneinander abweichen“, sagte Gauck der Zeitung.

    Gleichzeitig appellierte Gauck an die Bürger, von der Politik „nicht das große, einzig wahre, erlösende Programm“ zu erwarten. Das bedeute eben manchmal, „dass man nur das geringere Übel wählt“. Er selbst teile ein Verständnis von Politik nicht, wonach man deswegen nicht wähle, weil keine Partei ganz genau den eigenen Vorstellungen entspreche.

    • afp
    • dpa
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    13 Kommentare zu "Deutschlandtrend: Bei Schwarz-Gelb schwächelt nur einer"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @NeueZeit

      Trotz aller Zurrgurte die Deutschland angelegt wurden, versucht Angela Merkel sich Freiräume zu schaffen. Das ist doch kein Widerspruch. Im Gegensatz zu den Arabischen Völkern ist das Deutsche Volk schwerfällig und Obrigkeithörig. Noch weit bis in die 60ziger Jahre wurden Uniformierte Busfahrer hoch geachtet. Wir kämpfen gegen Serbien ,gegen Taliban in Afganistan und
      weltweit wo es brennt immer gegen das GG. Aber der zweite Weltkrieg ist fest verankert und Gutmenschen warfen den Großeltern vor: Warum habt ihr nichts unternommen.? Lächerlich,.wer unternimmt heute was?

    • @ Günther schemutat

      Merken sie nicht, dass ihre anfänglich gemachte Behauptung, "Angela Merkel ist weder Amerika noch Obama untertan." im krassen Gesetz steht zu dem gesamten unteren Rest ihres Kommentars, in de, sie die BRD als absolut abhängiger Staat der Siegermächte beschreiben?

    • Die Absicht dass man nur „dass man nur das geringere Übel wählt“, ist sicher der Hauptgrund für die guten Umfragewerte der Union.



      Denn die Rot-Grüne Opposition bietet im Grunde nichts außer einer noch eine (noch) deutschen- und europärerfeindliche Version der Merkel-Politik an -und die wirklichen Oppositionsparteien, werden in den Medien alternierend totgeschwiegen oder "Rechtsextremisten" diffamiert.

      (Ich persönlich kenne so einige CDU-Wähler, CDU-Basis-Mitglieder und selbst einige hochrangige CDU-Funktionäre - keiner von diesen ist mit der Merkel-CDU und ihrer Politik auch nur annähernd zufrieden.)

    • Der Hr Gauck sollte eigentlich mal lieber die Politiker ermahnen. Denn sie sind es, die durch Egalisierung und gebrochene Wahlversprechen die Gleichschaltung der Parteien erzeugt und somit dem interessierten Bürger in die Situation gebracht haben: egal ob Rot oder Grün oder Schwarz oder Gelb - nach gewonnener Wahl ist es ein Leipziger Allerlei ohne wirklich spezifische Unterschiede.

    • @margrit117888

      Nicht auf das ROT/GRÜNE Geschwafel reinfallen, Angela Merkel ist weder Amerika noch Obama untertan. Darum hat Obama sich 4 Jahre bei uns nicht sehen lassen. Es waren Schröder und Fischer die über jedes Stöckchen der Amerikaner gesprungen sind.Sicherlich muss Angela Merkel
      einige Forderungen aus dem Waffenstillstandsabkommen nachkommen. Nach Abzahlung von Reparationen des ersten Weltkrieges vor einem Jahr, muss noch der 2 WK bezahlt werden. Dazu dürfen wir keine großen U-Boote bauen,Flugzeugträger besitzen, obwohl Deutsche Soldaten Weltweit eingesetzt werden und 1-2 Flugzeugträger notwendig werden. Wir dürfen überhaupt keine Armee haben
      über die wir selbst bestimmen können, sie ist vollständig der Nato unterworfen. Das politische System in Deutschland unterliegt strengen Regeln der 4 Mächte,
      die ein militärisches erstarken Deutschlands verhindern wollen. Inwiefern die NSA bei neuen Parteien
      ihre Finger drin hat, kann man sehen wie schnell neue Parteien wieder einbrechen. Also man sieht wie schwer Politik ist wenn man ein wenig Unabhängigkeit in Deutschland den Amerikanern abfordert. Aber immer noch besser als Russland und Frankreich als beste Freunde zu haben.

    • Liebes Handelsblatt.

      Bitte hört doch mal auf, diese 'gefälschten' Umfragen auf den Markt zu werfen. Oder andersherum: Warum bringt Ihr nicht auch mal (wöchentlich) die Ergebnisse des Wahl-O-Meters? Oder eine eigene Umfrage (genausowenig representativ wie bei den 'Forschungsinstituten' der Parteien?).

      Allen ernstes, ich kenne von knapp 50 Befragten aus meinem Bekannten und Verwandtenkreis eine einzige Person, die wie immer SPD wählt (Es gibt halt Unbelehrbare). Der Rest möchte nichts mehr mit Lügnern, Pädophilen, Steuererhöhern, Vortragsabsahnern, Rechtsstaatswirdrigen oder ähnlichen Personen zu tun haben. D.h. es wird keine 'Alt-Partei' gewählt.

      Sollte es am 22/09 nicht zu massiven Wahlfälschungen kommen, wird ein erdrutschartiges Ergebnis für die Blockparteien herauskommen (und zwar negativ!).

    • Günther
      Hier unterliegen Sie einem Irrtum
      Merkel ist den Amerikanern, also jetzt Obama, absolut untertan

    • Die Frage ist, was wollen die Amerikaner für eine Regierung in Deutschland. Dazu wurde schliesslich die 5% Hürde bei Wahlen eingebaut.
      Wollen die Amerikaner ROT/GRÜN die seit 2001 Erprssbar sind und alles was Amerika fordert liefert, oder eine Schwarz/Gelbe Koalition mit Angela Merkel die nicht so umgänglich ist wie es früher Schröder und Fischer waren.

      Wir werden sehen wie die Abhöraffaire ausgeht, denn die Amerikaner und NSA kennen Daten von Deutschen Politikern
      die sie geschickt einsetzen könnten.

    • "Denn sie wissen nicht, was sie tun"! Wie können viele Millionen Bürger dieser Skandalregierung das Vertrauen geben? Spionageaffäre, Drohnenaffäre, Entwertung der privaten Vermögen und Rücklagen, Ausverkauf unserer Souveränität, Verschwendung von Milliarden Steuergeldern, Rentenbetrug der Westrentner, Übernahme von Fremdschulden der Pleiteländer und Bankenzocker, Rechtsbrüche des Grundgesetzes und der EU-Gesetze, Meineide, Unterhöhlung der Demokratie durch Diktat-Politik, unbezahlbare Strompreise etc. Wer kann diesen Selstmord denn noch wählen? Alle Blockparteien (Altparteien) haben unser Land über Jahre vor die Wand gefahren! Die deutsche Großkotzigkeit und die Geldverteilung in alle Welt haben Deutschland einen Schuldenberg von 5,8 Billionen Euro hinterlassen (neueste Zahlen!). Gleichzeitig ist Deutschland Europameister bei den Niedriglöhnen, die keine Steuern und kaum Sozialabgaben abwerfen und später keine auskömmliche Rente. Deutschland braucht eine Umkehr und eine Besinnung auf unser eigenes Land. Deutschland muss wieder Prioritäten bekommen, erst danach folgen EU und Euro. Im Ergebnis: Weg mit den Blockparteien, die uns in den Sumpf geführt haben. Neues mit der Alternativen AfD. Es wird der wirkungsvollste Ausweg bleiben. Die Wähler der Merkelregierung brauchen sich nach den Wahlen nicht über neue und massive Opfer der deutschen Bevölkerung wundern. Schäuble sitzt alle Probleme bis zum 23. September aus, ebenso Merkel, Pofalla und de Maiziere. Liebe Bürger, werdet endlich wach und ändert etwas gegen den Ausverkauf Deutschlands!

    • Naja, am Ende wird die FDP auf 5,14 % kommen und nocheinmal in den Bundestag einziehen und Schwarz-Gelb ermöglichen. Denn wer will schon von Trittin und der Linkspartei regiert werden?

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