Forsa-Umfrage Koalition baut Vorsprung aus, SPD auf Jahrestief

Union und FDP haben in der jüngsten Forsa-Umfrage ihren höchsten Stand in diesem Jahr erreicht: Schwarz-Gelb kommt auf 47 Prozent. Die SPD hingegen fällt auf ein neues Jahrestief.
Update: 21.08.2013 - 10:13 Uhr 30 Kommentare
Die Kanzlerin und der Herausforderer: Angela Merkel hat in der Wählergunst drei Punkte zugelegt (57 Prozent), Peer Steinbrück hingegen verlor zwei Punkte (21 Prozent). Quelle: dpa

Die Kanzlerin und der Herausforderer: Angela Merkel hat in der Wählergunst drei Punkte zugelegt (57 Prozent), Peer Steinbrück hingegen verlor zwei Punkte (21 Prozent).

(Foto: dpa)

BerlinViereinhalb Wochen vor der Bundestagswahl haben der jüngsten Forsa-Umfrage zufolge Union und FDP ihren Vorsprung gegenüber der Opposition ausgebaut. In der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung für das Magazin „Stern“ und den Sender RTL kommt Schwarz-Gelb auf 47 Prozent.

SPD, Grüne und Linkspartei erzielen hingegen gemeinsam nur 43 Prozent. Die Regierungsparteien legen jeweils einen Prozentpunkt zu: die CDU/CSU auf 41 Prozent, die Liberalen auf sechs Prozent, ihren höchsten Stand bei Forsa in diesem Jahr.

Die SPD dagegen fällt um einen Punkt erneut auf ihr Jahrestief von 22 Prozent. Die Grünen bleiben bei 13 Prozent, die Linken bei acht Prozent. Für die Piratenpartei würden sich wie in der Vorwoche drei Prozent der Wähler entscheiden. Sonstigen Parteien wollen insgesamt sieben Prozent ihre Stimme geben.

In der Wählergunst zugelegt hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU), deren Zustimmungsquote um drei Punkte auf 57 Prozent zulegte. Herausforderer Peer Steinbrück (SPD) hingegen verlor zwei Punkte auf 21 Prozent.

Einen Monat vor der Bundestagswahl am 22. September ist der Wahltermin laut einer Umfrage für den „Stern“ vor allem bei jungen Menschen noch nicht hinlänglich bekannt. Auf die Frage: „Können Sie sagen, wann die nächste Bundestagswahl ist?“ konnten nur 46 Prozent der 18- bis 29-Jährigen korrekt sagen, dass sie im September stattfindet.

Die übrigen Befragten wussten es nicht oder nannten einen anderen Termin. Besser sind die Kenntnisse in allen anderen Altersgruppen: 83 Prozent der über 45-Jährigen konnten die Frage auf Anhieb richtig beantworten. Insgesamt wissen 73 Prozent aller Bürger, dass die Wahl im kommenden Monat ist.

Verwirrung herrscht bei vielen wahlberechtigten Deutschen über die Bedeutung von Erst- und Zweitstimme. Auf die Frage, welche Stimme für den Ausgang der Bundestagswahl wichtiger sei, nannten 43 Prozent fälschlicherweise die Erststimme, mit der die Direktmandate vergeben werden. 42 Prozent gaben richtig die Zweitstimme an, die über die Stärke der Parteien entscheidet. Sechs Prozent meinten, beide Stimmen seien gleich wichtig. Neun Prozent antworteten mit „weiß nicht“.

Für die Entscheidung auf dem Stimmzettel sind die Wahlplakate der Parteien nach Ansicht der meisten Bürger unerheblich. 83 Prozent gaben in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für die „Bild“-Zeitung an, Wahlplakate hätten keinen Einfluss auf ihre Wahlentscheidung.

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30 Kommentare zu "Forsa-Umfrage: Koalition baut Vorsprung aus, SPD auf Jahrestief"

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  • SPD/Grüne zahlen im vorauseilenden Gehorsam sofort und unbegrenzt Griechenlandhilfen aus, bei CDU/FDP erfolgt die Zahlung erst nach murrenden Gewürge. Macht letztendlich keinen Unterschied.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Die beste Lösung für unser Land wäre eine Koalition der CDU/CSU und AfD. AfD kommt rein, ich wähle sie auch...

  • Euro-Retter verschweigen die wahre Lage in Griechenland

    http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/tid-32932/der-grosse-schuldenerlass-schwindel-die-grosse-schuldenschnitt-luege-wie-sich-euro-retter-die-lage-schoenrechnen_aid_1071685.html

  • Wolfgang Schäuble 2010:

    „Die Rettungsschirme laufen aus - das haben wir klar vereinbart“

  • Da FORSA bzw. Herr Güllner heute schon in der FAZ auf die 'Dunkelziffer' der AfD Wähler hingewiesen hat, kann man diese und andere Umfragen der 'Meinungsmacherinstitute' getrost in den Mülleimer befördern. So langsam scheint sich bei den 'Umfrageinstituten' die blanke Angst vor dem realen Wahlergebnis breit zu machen.
    Jeder sollte mal 'wahl radar 2013' mit der Suchmaschine seiner Wahl heraussuchen und sich dann das PowerPoint-Dokumentchen anschauen.

  • O-Ton Umfrage
    ---------------
    Auf die Frage, welche Stimme für den Ausgang der Bundestagswahl wichtiger sei, nannten 43 Prozent fälschlicherweise die Erststimme, mit der die Direktmandate vergeben werden. 42 Prozent gaben richtig die Zweitstimme an, die über die Stärke der Parteien entscheidet.
    ---------------
    (...)

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Die Umfragen sind nicht glaubwürdig. Schonmal hatte Allensbach gezielt falsche Umfragewerte für eine Partei publiziert und das nach der Wahl auch zugegeben. (siehe den Wikipedia-Artikel zu Allensbach)
    Forsa-Chef Güllner hatte vor kurzem in einem Stern-Inerview zugeben müssen, dass es nicht mehr so unrealistisch ist, dass die AfD in den Bundestag kommt, obwohl immer extrem schlechte Umfragewerte veröffentlicht werden.
    Man sollte der AfD eine Chance geben. Meckern und nicht wählen ist unredlich, wenn man eine demokratische neue ernstzunehmende Option hat. Realistisch sind für die AfD:
    - Vertragstreue für Europa,
    - direkte Demokratie
    - liberales kanadisches Einwanderungsrecht, mit konsequenter Aufnahme von Menschen, die wirklich Asyl benötigen, Nicht wie das die Bundesregierung im Falle Snowden gemacht hat.
    -Wirtschaftskompetenz mit Menschen, die in Ihrem Berufsleben mit nichts andere als Wirtschaft zu tun haben.
    und ...
    Außerdem bekommt man auch mehr Meinungsvielfalt und somit auch ein Stück Demokratie zurück.

  • @netshadow

    War früher auch so, mit der Begründung, daß man dadurch "die Wahl manipulieren könnte". Bis sie gemerkt haben, daß "man damit die Wahl manipulieren kann". Dann wurde es zugelassen.

    Der Forsa-Chef sichert sich bereits schon vorsichtshalber für den Wahltag ab (in folgender "Werbefläche"):

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/08/16/forsa-chef-widerspricht-eigenen-umfragen-afd-hat-chance-auf-den-bundestag/

  • Mich überrascht das gar nicht. Anders wäre es nur, wenn rot-grün eine attraktivere Alternative zu schwarz-gelb darstellen würde. Beim Wähler kommt aber nur an, dass rot-grün Steuererhöhungen in großem Maßstab durchführen will, sich in Europa wahrscheinlich für Eurobonds stark machen wird und die Euro-Rettung noch teuerer wird und der Bürger noch mehr gegängelt werden soll (Stichwort: Veggieday u.ä.). Ist es da ein Wunder, dass vor diesem Hintergrund die Wähler schwarz-gelb als "kleineres Übel" ansehen ...

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