Internationale Presse Glückwünsche an „Deutschlands Margaret Thatcher“

Die internationale Presse gratuliert Merkel zum „historischen Wahlsieg“. Die „NYT“ attestierte der Kanzlerin eine „klare Bestätigung ihrer Führungsstärke“, legte aber mit Blick auf Europas Finanzkrise eine Warnung bei.
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Reporterkette: Reaktionen auf Merkel-Sieg weltweit

LondonNach dem triumphalen Abschneiden der Union bei der Bundestagswahl am Sonntag hat die internationale Presse Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ausführlich gewürdigt. Die US-Tageszeitung "New York Times" attestierte der Regierungs- und Parteichefin eine "klare Bestätigung ihrer Führungsstärke". Merkel habe "einen erstaunlichen persönlichen Triumph" erzielt.

Auf den Internetseiten der spanischen Zeitungen war das Wahlergebnis in Deutschland das Hauptthema. Das Abschneiden der Union sei "beispiellos seit den Tagen von Kanzler Konrad Adenauer vor 50 Jahren", schrieb "El País". In Großbritannien griff die "Daily Mail" ebenfalls zum historischen Vergleich und bezeichnete Merkel als "Deutschlands Margaret Thatcher" - die "Eiserne Lady" hatte Großbritannien von 1979 bis 1990 regiert.

Die größte polnische Tageszeitung "Gazeta Wyborcza" erklärte, die CDU habe dank einer komplett auf Merkel zugeschnittenen Wahlkampagne die anderen Parteien "vernichtet". Die Kanzlerin sei "die einzigartige Marke" ihrer Partei.

Die "New York Times" warnte vor dem Hintergrund der europäischen Finanzkrise, wochenlange Koalitionsverhandlungen könnten nun "zu einer weiteren Lähmung in Europa" führen. Sie empfahl der Union Gespräche mit der SPD zur Bildung einer großen Koalition.

  • afp
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20 Kommentare zu "Internationale Presse: Glückwünsche an „Deutschlands Margaret Thatcher“"

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  • "Die EU, in die Merkel steuert, wird letztlich mitnichten kapitalistisch sein. Schon jetzt trägt alles sozialistische Züge."

    LOL
    Etwas was sich kapitalistischer benimmt als die EU (und auch alle anderen "westliche" orientierten Gebiete), muss man schon lange suchen. Vielleicht sollte man kapitalistisch für sich selbst definieren, bevor man anderen erzählen will was es ist.
    Ohne Kapitalismus keine "Finanzkrisen", die hätte man sich dann schon mal sparen können. Und durch eine "Konsumgütermangelkrise" ersetzen können.

    Diese Ideologie und Feindbilderdiskussionen wollen die Bürger nicht, das hat die Wahl gezeigt.
    Auch Euroaustritte und andere nebulöse Abenteuer ziehen nicht. Lobbyismus auch nicht, insgesamt wurde aber konservativ mit Drang nach Rechts gewählt. Im Gegensatz zu einigen die hier die rot-rot-grüne Wählerschaft in der Mehrheit sehen.
    Von den Sonstigen (ftp, afd, npd etc.) sind eben nicht alle "links".
    Der Wähler will bewahrend und konservativ.
    Er will zur Zeit eine starke linke Opposition und insgesamt das System behalten, inkl. Europa.
    Das mag einigen gerne so erscheinen als ob der Wähler "dumm" ist. Ist er aber nicht, dumm sind diejenigen die anderen "Dummheit" unterstellen.
    Und damit den Schwanz einklemmen und sich in ihrer Wohnstube ärgern und die Welt ist doch so schlecht träumen. Und meistens noch nicht mal selbst wissen warum.

  • wunderbar prollig ..

    Sie kapieren's halt einfach nicht.

    Die EU, in die Merkel steuert, wird letztlich mitnichten kapitalistisch sein. Schon jetzt trägt alles sozialistische Züge.

    Sie sollten sich einmal den politischen Hintergrund der Leute vor Augen führen.

  • "Definiere "bald"

    Maximal 24 Monate.

  • Sehr unpassend.

    Thatcher war GEGEN den Euro und trat entschieden für ihr eigenes Volk ein.

  • Richtig, der Vergleich zu Maggy hinkt total, nein er ist falsch!

    Merkel ist eher die Quasi-SED Kanzlerin auf dem Wege zur EUDSSR - Generalsekretaerin!

    Sie wird in der GRO-KO die SPD mit der CDU zur Kanzlerwahlvereinigung zusammenfuehren, um sich fuer diesen Posten vorzubereiten, denn die Abschaffung der BRD ist abgeschlossen, bzw die von Deutschland hat schon eingesetzt, parallel zur Euro-Einfuehrung!

    SED-gleich geht dann der Stimmenanteil immer mehr gegen 100%.
    Somit werden Entscheidungen "alternativlos zum Quadrat"!
    Die parlamentarische Demokroatie wird unter der 2. GRO-KO innerhalb des Zeitraumes 2005 bis 2017 abgeschafft werden.
    Die Inflation bei der Einfuehrung des Euro wird sich immer mehr beschleunigen, wobei nun schon 11% Teurung fuer lebensmittel & 15 % fuer Energie, fakt sind wenn man 3 Jahre zurueckrechnet.

    Diese Inflation, in Verbindung mit den niedrigen Zinsen, enteignet den Buerger & Sparer durch die Hintertuere.
    Die Gebuehren fuer oeffentliche Dienstleistungen,
    die Gebuehren fuer Wasser & Abwasser sowie Muellabfuhr,
    die erhoehte Grunderwerbs- & Grundsteuer B, sind ein offizielles Mass fuer die zu zahlende = effektive Inflationsrate!

  • Die Banken-, Guthaben-, Euro-, Schuldenkrise ist nicht gelöst. Und die Probleme werden mit großer Macht zurückkommen.

    Viele Probleme wurden im Wahlkampf aus der öffentlichen Wahrnehmung herausgedrängt. Aber letztendlich ist jeder Wähler selbstverantwortlich für das, was er weiß, und was er nicht so genau wissen oder wahrhaben will.

    Die Wahl hat aber gezeigt, dass eine Mehrheit die "Krisenpolitik" Merkels und ihrer Koalitionäre als richtig empfinden. Das bedeutet, dass sie für die anstehenden Enteignungen als Steuerzahler, Sparer, Rentner, Hausbesitzer etc. nun die volle Selbstverantwortung tragen.

    Sicherlich wird sich der eine oder andere CDU-Wähler in den nächsten Jahren noch die Augen reiben. Doch wird er sich bei ehrlicher Selbsteinschätzung, künftig selbst ein gerütteltes Maß an Selbstverantwortung zuschreiben müssen, denn er selbst hat der Politik Merkels und Schäubles mit dieser Wahl eine Art Blankscheck ausgestellt.

  • Persönlich bin ich ein grosser Thatcher Bewunderer. Schon seltsam das ich keinerlei Affinität von Fr.Dr. Merkel zu Lady Thatcher erkennen kann. War Thatcher die durchsetzungsstarke reformfreudige Eiserne Lady ist Merkel die zögerliche, die Probleme aussitzende Bleierne Kanzlerin aus den Osten.

    Im Gegensatz zu Thatcher hat Merkel, aus Kleinmut keinerlei Aufgaben gelöst und nötige Reformen eingeleitet: Merkel ist ein Bürokrat u. somit Verwalter des status quo - mehr nicht.

    Eurokrise, ESM,
    Staatsverschuldung etc. alles nicht im deutsche Interesse gehändelt.
    Die Altersvorsorge der meisten Deutschen, vielleicht mit Ausnahme der Beamten u. des OeD ist ärmlich. Ich würde mit sowenig Geld im Alter nicht auskommen. Muss ich auch nicht.

    Was für eine Demokratie, in der gejubelt wird wenn eine reformscheue Kanzlerin sich die dritte Amtszeit durchlavieren darf?

    Um das in Zukunft zu verhindern sollte die Amtszeit auf max. zwei Amtsperioden beschränkt sein. Der Demokratie und der Reformfähigkeit in D kann das nur gut tun.

  • Lieber @ Prokapitalismus,

    bitte halten Sie mal den Ball flach.
    Wenn ich mir das endgültige Wahlergebnis anschaue, gibt es eine „rot-rot-grüne Mehrheit“ in diesem Land.
    Diese kommt nur nicht zustande, weil die SPD eine Koalition mit der Linkspartei ablehnt.
    Rot-rot-grün ist stärker als Merkels schwarze Pest.
    Somit wird der Wählerwille nicht umgesetzt.
    Somit leben wir in Deutschland definitiv in einer Scheindemokratie!!!

  • Es wird sich wohl bald herausstellen, dass die Daily Mail spiegelverkehrt sieht. Margaret Thatcher war die Angela Merkel der Briten.

  • "Was den "Daily Mail" Vergleich anbelangt könnte man sich darüber wundern was da in der Redaktion los sein muß, um sich zu so einem Vergleich hinreißen zu lassen."

    Das ist der Vergleich der derzeitigen englischen Schuldenpoltik und Pfunddruckerei mit den Einschnitten und Maßnahmen in der Euro-Zone.
    Das muss einen Briten an Thatcher erinnern.

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