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Plakat-Streit Werbeagentur verklagt die SPD

Wegen mangelhafter Qualität will die SPD Wahlkampfplakate im Wert von 400.000 Euro nicht bezahlen – und wird von der Agentur verklagt. Die Chefin der Firma ist zudem die Nichte eines verdienten Parteifunktionärs.
29.08.2013 - 16:02 Uhr 13 Kommentare
Der Streit um die SPD-Plakate wird wohl vor Gericht entschieden. Quelle: dpa

Der Streit um die SPD-Plakate wird wohl vor Gericht entschieden.

(Foto: dpa)

Berlin Im Streit um wetterempfindlichen SPD-Plakate geraten die Sozialdemokraten nun selbst in die Defensive. Die von der Partei beauftragte Agentur Kompla will die SPD wegen unbezahlter Rechnungen im Wert von rund 400.000 Euro verklagen. Das pikante Details der Auseinandersetzung: Agenturchefin Silke Lahnstein ist selbst Parteimitglied und die Nichte des ehemaligen Bundesfinanzministers Manfred Lahnstein.

Die Parteiführung hatte die aus recyclebarem Papier hergestellten Wahlkampfplakate als „mangelhaft“ bezeichnet und ihre Ortsverbände angewiesen, die gelieferten Exemplare zu reklamieren. Die Plakate halten „Regen nicht stand, weichen auf und fallen ab“, heißt es in einem Schreiben aus dem Willy-Brandt-Haus.

„Nun kämpfe ich nicht nur mit der unbezahlten Rechnung, sondern auch mit Rufschädigung“, sagte Lahnstein dem Handelsblatt (Donnerstagsausgabe). Die Parteizentrale will sich zu dem laufenden Verfahren vorerst nicht äußern. Doch für Ersatz ist bereits gesorgt, die SPD orderte die Wahlkampfmotive auf herkömmlichen Kunststoffplakaten.

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    • dkl
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    13 Kommentare zu "Plakat-Streit: Werbeagentur verklagt die SPD"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "Holzkeim und Tapetenkleister gemischt und nach dem kleben auch die Oberfläche einstreichen - hält für vier Wochen."


      Auf jeden Fall! Die wirklich guten Plakate scheinen aber eine laminierte Oberfläche oder sowas zu haben.....?


      "Die andere Frage wäre allerdings, ob es nicht mehr Sinn macht den tumben Inhalt von Wahlwerbung an Straßenrändern als Umweltverschmutzung einfach zu verbieten."


      Richtig!! Wer seine Wahlentscheidung von solchem Unfug abhängig macht, muß schon ein wirklich (gaanz höflich ausgedrückt) ... schlichtes Gemüt haben. (o:)
      Vermutlich laufen DAVON aber genügend rum... ):

    • @ Willi Kammschott,
      Holzkeim und Tapetenkleister gemischt und nach dem kleben auch die Oberfläche einstreichen - hält für vier Wochen.
      Die andere Frage wäre allerdings, ob es nicht mehr Sinn macht den tumben Inhalt von Wahlwerbung an Straßenrändern als Umweltverschmutzung einfach zu verbieten.

    • Aber das muss man doch wissen, wenn man mit Sozen Geschäfte macht. Sie bestellen gern, z.B. soziale Wohltaten und bezahlen müssen diese andere, z.B. der Mittelstand. Das ist doch deren Prinzip, insofern passt die Zechprellerei doch wunderbar darein.

    • die Nichte also......
      Igitt, immer diese korrupten Politiker in Deutschland.

      Ist klar, warum sie die Antikorruptionsgesetze nicht durch den Bundestag bringen.
      CSU beschäftigt Kinder, SPD beschäftigt Nichten .....
      "Korruption (von lateinisch corruptus ‚bestochen‘) im juristischen Sinn ist es der Missbrauch einer Vertrauensstellung"

    • Bitte nachhaltige und umwelfreundliche Wahlplakate:
      1. Regen- und Wetterfest (für mindestens 50 Tage auch länger)
      2. Temperaturbeständig von -10 bis +50 Grad und UV-Beständig 50 Tage
      3. Leicht und zugleich sehr stabil, nicht entflammbar
      4. Leichte und schnelle Anbringung mit einfachem Metallklettverschußsystem
      5. 100% biologisch abbaubar oder Variante 2 100% recycelbar
      6. Keine Umweltgifte und Chemikalien
      7. Direktdruck (d. h. kein kleistern mehr!)

      Mit Nanotechnologie und Köpfen ist alles möglich!

    • Kommt davon, wenn man nach den roten SPD-Prinzipien der Vetternwirtschaft agiert!
      Anstatt mal zu sehen, was es innovatives auf dem Markt gibt, bekommt die SPD-Dame mit dem Nachnamen Ihres Vaters den Auftrag. Schön!!!

    • Also ich fand es prima, dass sich das Plakat vor unserer Tür ganz von alleine im Regen von der Laterne abseilte. Natürlich wirft es ein schlechtes Licht auf Herrn Steinbrück, wenn er schon durch Regen zum Einknicken gebracht wird. Ich habe mir aber im Stillen gewünscht all diese idiotischen Plakate würden sich einfach auflösen und verschwinden. Leider haben aber nur die von der SPD über diesen wundervollen Selbstzerstörungsmechanismus verfügt und der Rest hängt und hängt und ... und stört mich mächtig mit der Zumutung wegen der ziemlich dummen Texte irgendwen wählen zu sollen.

    • "...mit absoluter Sicherheit die Qualität der Plakate vorher einwandfrei definiert."

      So wie es bei jeder Produktion auch in anderen Branchen üblich ist! Ohne Muster vor Produktionsbeginn geht da gar nichts! Da wollte sich wohl jemand mit der besonderen Umweltverträglichkeit wichtig machen, und das ist furchtbar in die Hose gegangen! (o:)

    • Tja, wenns doch aber die Nichte eines verdienten Parteifunktionärs war. Da müsste man doch net so genau hinschauen.
      Tja, SPD, das wird wohl nix.

    • Die Agentur hat mit absoluter Sicherheit die Qualität der Plakate vorher einwandfrei definiert. Und zwar sowohl im schriftlichen Angebot, als auch in vorgefertigten Mustern. Auch die Produktionsfreigabe ist mit Sicherheit erst auf eindeutige Zustimmung des Auftraggebers erfolgt. Das alles ist Usus in der Werbeagentur-, Druck- und Verlagswelt - schon allein deshalb, um sich vor zweifelhaften Reklamationen zu schützen!

      Wenn dem also so wahr, dann liegt die Schuld eindeutig beim Auftraggeber. Wenn dem NICHT so wahr, muss sich der Auftraggeber allerdings fragen, wie man eine so branchen-unüblich arbeitende Agentur überhaupt auswählen und beauftragen kann. Außerdem hätte man sicherlich genug Zeit gehabt, das zu erwartende Ergebnis vor der Massenproduktion zu prüfen und die Produktion zu unterbinden...

      Ergo: Dilletantisch von der SPD! Da kann man sich vorstellen, wie diese Herren mit Steuergeldern umgehen würden! Und ich würde diesen Haufen in jedem Fall auf Schadensersatz verklagen (wegen Rufschädigung)...

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