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SPD im Regierungsmodus Gabriel und der Lafontaine-Effekt

Sigmar Gabriel wird Minister für Wirtschaft und Energie. Damit ist der SPD-Chef in die Kabinettsdisziplin der Kanzlerin eingebunden. Welche unangenehmen Folgen das haben kann, zeigt das Beispiel Lafontaine. Eine Analyse.
Update: 15.12.2013 - 17:05 Uhr 18 Kommentare
Ob es eine kluge Entscheidung von Sigmar Gabriel war, ins Kabinett zu wechseln?

Ob es eine kluge Entscheidung von Sigmar Gabriel war, ins Kabinett zu wechseln?

BerlinOb sich Sigmar Gabriel mit seiner Entscheidung als Superminister für Wirtschaft ins Kabinett Merkel einzuziehen wirklich einen Gefallen getan hat? In seiner neuen Rolle ist er zwar auch Vizekanzler. Das ändert aber nichts an dem Umstand, dass er genauso wie die anderen Minister in die Kabinettsdisziplin eingebunden ist. Einen Kontrapunkt gegen die Regierungspolitik kann er also schlecht setzen. Als Fraktionschef hätte er freier agieren können. Jetzt sind ihm die Hände gebunden.

Bedenken in diese Richtung äußerte Gustav Horn, Chef des gewerkschaftsnahen Wirtschaftsforschungsinstituts IMK und Mitglied der SPD, bereits, als sich am Samstag die Hinweise verdichteten, dass Gabriel Minister werden würde. „Ich gönne Sigmar Gabriel ein Ministerium, aber aus machtpolitischen Gründen sollte er den Fraktionsvorsitz anstreben“, schrieb Horn auf seiner Facebook-Pinnwand und fügte warnend hinzu: „Falls man mir nicht glaubt, sollte man vielleicht mal Oskar Lafontaine hierzu befragen. Auch er erlag einer ministeriellen Versuchung.“

Der Saarländer Lafontaine übernahm 1998 unter Kanzler Gerhard Schröder den Finanzministerposten, obwohl ihn erst der Gedanke umtrieb, den Fraktionsvorsitz anzustreben, um das nötige Gewicht gegenüber dem Kanzler zu haben. Doch die rot-grüne Mehrheit war überraschend deutlich und so verwirklichte er sein Traumziel, Chef des Finanzministeriums zu werden. Nur wenige im Monate im Amt, trat er dann aber wieder den Rückzug an – als Minister, SPD-Vorsitzender und Bundestagsabgeordneter. Seinen Schritt begründete er damals mit dem „schlechten Mannschaftsspiel“ innerhalb der Bundesregierung.

Wie das Mannschaftsspiel unter Kanzlerin Merkel sein wird, werden die nächsten Wochen zeigen. „Wir stehen vor einer guten Zeit für die SPD und das Land“, sagte Gabriel bei der Vorstellung der SPD-Kabinettsliste. Allerdings räumte er auch ein, dass die Regierungsarbeit nicht einfach werde. Das könnte nicht zuletzt auch mit ihm selbst zu tun haben.

Denn Gabriel ist freilich jemand, der sich nicht das Wort verbieten lässt. Auch als Nur-Parteichef wird er keine Debatte auslassen, zumal er sich aller Wahrscheinlichkeit irgendwann als möglicher Kanzlerkandidat in Stellung bringen will. Und hier fangen die Probleme an. Für Merkel, aber auch für die Koalition insgesamt.

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18 Kommentare zu "SPD im Regierungsmodus: Gabriel und der Lafontaine-Effekt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Sicherlich keine Absicht, aber Ihr Kommerntar hat was: "keiner sich am Stuhl von Herrn Schäble vergriffen hat."

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • EINZIG UND ALLEINE DAS KAPITAL HAT DAS SAGEN UND REGIERT!!

    Na Gott sei Dank. Stell dir vor, solche verbitterten Dummbeutel wie du würden regieren.
    Nicht auszudenken!

  • Zitat : Einen Kontrapunkt gegen die Regierungspolitik kann er also schlecht setzen.

    - das will er als Merkel-Dackel auch nicht ! Ihm ist das Ministerpöstchen wichtig....den Rest kann dieser Pumuckl erst gar nicht überblicken, sonst hätte er sich auf den verlorenen Posten der Zuständigkeit für die gescheiterte Energiewende nicht hingegeben !
    Diese Misere , die verkorkste und dilettantische Energiewende, die durch die Schwarzen vollzogen worden ist, WIRD jetzt auch bei den Genossen kleben bleiben !
    Da hat die Murksel den dämlichen Sozis schon mal den ersten HACKEN GESETZT.....weitere werden folgen ! Die Sozis werden jetzt spüren müßen, dass sie eine 25 % Partei sind, Steigbügelhalter für die Murksel, sonst nichts !

    Und auch ansonsten hat dieser Dickwanz ganze Arbeit mit seiner Partei geleistet !

    Das von den Mainstream-Medien hochgejubelte Super-Minister-Image wird demnächst gewaltig bröckeln.

    Das Abstimmungsergebnis zeigt, dass nur 54 % der Genossen mit "JA" zum Lügenpamphlet ( Koalitionsvertrag) abgestimmt haben ( 256.643 ja-Stimmen von 474.820 Mitgliedern ). Das zeigt, dass diese Partei in 2 Lager gespalten ist !!! Und es ist davon auszugehen, dass Massenastritte der Genossen in nächster Zeit ansetzen werden.

    Gabriel hat mit der Dezimierung der Sozis angefangen......"Sparscheinchen im Wägelchen" wird ihnen in den nächsten 4 Jahren den Rest geben !

    Der Coup-Gabriel ist der Anfang vom Ende der Volkspartei SPD.....

    mit besten Aussichten eine Rolle als Mehrheitsbeschaffer in der Zukunft gerecht zu werden !

  • Wer hat uns verraten - Sozialdemokraten!!!!

    Den von der ZDF - Show an die SPD Basis verliehene Vollpfosten in der Kategorie: Wie dumm kann man eigentlich sein --- haben die SPD Mitglieder wirklich verdient!

  • Ach der Gabriel...

    Es KANN JEDER HANS WURST MINISTER WERDEN!! EINZIG UND ALLEINE DAS KAPITAL HAT DAS SAGEN UND REGIERT!!

    Es ist unglaublich wie ideologisch verdummt die Masse immer noch ist! Da hilft AUCH keine BILDUNG!!

  • "Die Journale und die Führung der SPD, allen voran Herr Gabriel, feiern den Mitgliederentscheid als triumphalen Sieg.
    Es wird berichtet, dass sich % für die Groko entschieden haben. Prozentangabe ist dabei nur bezogen auf die abgegebenen Stimmen.
    Die Wahrheit zeigt eine kleine Rechnung: Stimmberechtigt waren 474.820. Abgegeben Stimmen 369.680, ungültige 32.000, Gegenstimmen 23,95% der abgegeben Stimmen: Zustimmung bezogen auf alle Mitglieder 54,1 % und nicht 75,96%.
    Überträgt man das auf dienächsten Bundestagswahlen, wird bei vorsichtiger Schätzung die SPD 5 -6 % weniger Stimmen bekommen als bei der letzten Wahl."

  • Liebe Redaktion ich eiss ja nicht was genau in dem Komentar stand den ihr da zensiert habt....aber es ging ja anscheind um die Geldschöpfung und die damit verbundene machtausübung über Demokratie und Willensbildung...

    "+++ Kommentar von der Redaktion gelöscht. Bitte halten Sie sich an unsere Netiquette. Kommentare sind keine Werbeflächen für Verschwörungstheorien - bleiben Sie bitte beim Thema. http://www.handelsblatt.com/netiquette/ +++"


    ich weise draufhin das die tage in der WIWO ein paar artikle zur FED standen die dann nach ihrer definition auch VS theorie wären..^^ und das Herr Doll einer sein soll wäre mir neu.....
    es liegt dort einiges im Argen und es stände dem HB gut zu gesicht da mal mehr aufklärung zu betreiben...
    um die Breite masse aufzuklären das wir dringend Reformen brauchen in dem Bereich... auch auf EU ebene

    das die Bankenkrise eine Staatsschuldenkrise wäre DAS ist VS theorie...

    genau wie in fall GR ist das hauptübel mangelnde Öffentliche Kontrolle (sollten die medien doch eigentlich übernehmen als angeblich 4 gewalt) und allgemeine Korruption der Amtsträger...



  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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