Steinbrück mit Punto verglichen Brüderle empört Tausende Fiat-Mitarbeiter

Im Bundestag hat FDP-Fraktionschef Brüderle SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück hart attackiert. Er verglich den Sozialdemokraten mit einem Fiat Punto. In den eigenen Reihen gab’s Applaus. Fiat dagegen zeigte sich empört.
Update: 03.09.2013 - 20:23 Uhr 60 Kommentare
Der FDP-Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle, Spitzenkandidat seiner Partei für die Bundestagswahl: Mit Punto-Kritik aus dem Rahmen gefallen. Quelle: dpa

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle, Spitzenkandidat seiner Partei für die Bundestagswahl: Mit Punto-Kritik aus dem Rahmen gefallen.

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BerlinMit großer Empörung hat Fiat auf eine Äußerung des FDP-Fraktionschefs Rainer Brüderle zum Fiat Punto reagiert. Der frühere Bundeswirtschaftsminister hatte als Antwort auf die Rede von SPD-Spitzenkandidat Peer Steinbrück am Dienstag im Bundestag gesagt: „Sie haben eine Pannenstatistik wie ein Fiat Punto und führen sich auf wie ein Spitzen-BMW.“

Der Konzern erklärte dazu auf Anfrage von Handelsblatt Online: „Es fühlen sich die über 8.000 Arbeitnehmer der Fiat Group in D von so viel banal-liberaler Rückwärtsorientierung unsittlich angefasst.“ Die „automobile Sachkenntnis“ von Rainer Brüderle halte sich in Grenzen, so der Konzern unter Hinweis auf einen „Auto-Bild“-Dauertest zum besagten Fahrzeug. Die Experten ziehen darin folgendes Fazit: „Fiat hat aus seinen Fehlern gelernt und baut überzeugende Autos mit überzeugender Zuverlässigkeit.“

Mit Blick auf Brüderle fügte der Fiat-Konzern hinzu: „Während der italienische Automobilbau längst auch die ältesten Vorurteile der Vergangenheit revidiert hat, greift der FDP-Mann einmal mehr zur populistischen Keule.“

Laut ADAC ist der Fiat Punto in der Pannenstatistik 2013 in der Kleinwagen-Klasse Drittletzter. Der Honda Jazz und der Hyundai i20 seien aber „deutlich schlechter“, sagte eine Sprecherin des Automobilclubs Handelsblatt Online. Der Fiat Punto habe dagegen „in den letzten Jahren aufgeholt und ist besser geworden“. Er habe sich aber „nicht ganz so gesteigert wie seine Konkurrenz“.

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60 Kommentare zu "Steinbrück mit Punto verglichen: Brüderle empört Tausende Fiat-Mitarbeiter"

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  • Man solle doch nicht übertreiben.
    Wenn Fiat hinter seinem Punto stehen würde, dann gäbe es auch keine Empörung oder?

  • Rösler und Brüderle sind zu kleinen Schmeissfliegen auf einem großen Misthaufen verkümmert!

  • Achso, zu Fiat noch ein Spruch:

    F ür
    I taliener
    A usreichende
    T echnik.

    Wenn das stimmen würde, wäre der Fiat ein gutes Auto.
    Denn keiner bringt sein Auto so wenig zur Inspektion, wie der Italiener.

  • Na gut.
    Gottseidank ist das Brüderle, der Dirndl-Fetischist endlich weg vom Fenster.
    Dafür kriegen wir bald in der FDP-Riege Neues vom graumelierten Strafverteidiger und Hochfrequenz Talker zu hören.

  • fÜR iTALIENER aUSREICHENDE tECHNIK

  • Hies das nicht frueher
    F ehler
    I n
    A llen
    T eilen

    Aber inzwischen bauen die wirklich akzeptable Autos!

    Es ist allerdings laecherlich wie etwas Polemik des Bruederle so hohe Wellen schlaegt. Ich moechte nicht wissen, wie haeufig es im Bundestag zu aehnlichen Vergleichen kommt.

    Dann schon lieber Paedophilen-Aufarbeitung...

  • "Johannes Kahrs, nannte die schwarz-gelbe Koalition eine Gurkentruppe und warf Brüderle vor, 30 Minuten lang eine „peinliche Büttenrede“ im Bundestag gehalten zu haben"

    Da kann man Herrn Kahrs nur zustimmen. Seit Jahren tritt
    Brüderle im Bundestag als Büttenredner auf und versucht mit Kalauern Eindruck zu machen, statt sachlich, nachvollziehbar und überprüfbar zu argumentieren.

    Damit wendet er sich gezielt an die politisch Uninteressierten und Uninformierten, leider nicht mit dem Ziel, Bürger für demokratisches Engagement zu gewinnen, sondern sich mit Bierzelt-Polemik und Kalauern als cleveren und witzigen Kumpel darzustellen, der weis, wo es lang geht.

  • Mit Recht sind die Fiat-Leute sauer! Denn deutlich pannenanfälliger als ein Punto ist der VW Fox (Auto-Zeitung Nr. 20 vom 11.9.2013).

  • De facto ist doch Brüderle der Störfall unter den Politikern. Seit Jahrzehnten immer derselben Krampf erzählt, am Ende selber daran glaubend, wirkt er wie sein Assistent Rösler - hochgradig lächerlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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