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Bundestagswahl 2017 Merkel rechnet mit russischen Cyberattacken

Bereits jetzt gibt es laut Angela Merkel russische Cyberangriffe auf deutsche Ziele. Die Bundeskanzlerin glaubt, dass diese sich während des Bundestagswahlkampfs im kommenden Jahr noch einmal intensivieren.
Update: 08.11.2016 - 17:07 Uhr
Die Bundeskanzlerin rechnet während des Bundestagswahlkampfs mit russischen Cyberattacken. Quelle: AP
Angela Merkel

Die Bundeskanzlerin rechnet während des Bundestagswahlkampfs mit russischen Cyberattacken.

(Foto: AP)

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel schließt nicht aus, dass Russland in den Bundestagswahlkampf eingreift. Nach entsprechenden Warnungen der amerikanischen und französischen Geheimdienste vor russischen Interventionen in die dortigen Wahlkämpfe sagte Merkel am Dienstag in Berlin, man sei schon heute Internet-Angriffen und Fehlinformationen aus Russland ausgesetzt. „Deshalb kann es sein, dass es im Wahlkampf eine Rolle spielen wird“, sagte Merkel nach einem Treffen mit der norwegischen Ministerpräsidentin Erna Solberg. Allerdings sei der Kampf gegen Cyberangriffe „täglich unsere Aufgabe“, sagte Merkel.

US-Sicherheitsbehörden werfen Russland vor, mit Hackerangriffen Einfluss auf den Präsidentschaftswahlkampf zwischen Hillary Clinton und Donald Trump zu nehmen. Der französische Geheimdienst warnt, dass dies auch im französischen Präsidentschaftswahlkampf der Fall sein könnte. Der Regierung in Moskau wird vorgeworfen, in den USA den Republikaner Donald Trump und in Frankreich den rechtsextremen Front National von Marine Le Pen zu unterstützen.

Deutsche Sicherheitsbehörden vermuten hinter früheren Angriffen gegen den Bundestag und etwa die CDU-Zentrale in Berlin vom Kreml in Moskau gesteuerte russische Hackergruppen.

Acht IT-Sicherheitsregeln, die Chefs beachten sollten
Als Mittelstand uninteressant?
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Hacker haben es doch nur auf die ganz großen Konzerne abgesehen? Das ist ein gefährlicher Irrglaube. Wenn Sie so oder so ähnlich argumentieren, sobald Sie auf die Sicherheit Ihrer hauseigenen IT-Systeme angesprochen werden, ist es um die Sicherheit in Ihrem Unternehmen möglicherweise nicht gut bestellt.

(Foto: Getty Images)
Irrglaube mit fatalen Folgen
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Einer Studie des Beratungsunternehmens PWC zufolge hat es in den vergangenen Jahren bereits Tausende kleine und mittlere Firmen erwischt. Allein im Jahr 2014 wurde jedes zehnte mittelständische Unternehmen Opfer eines Cyberangriffs. Der Schaden war jeweils beträchtlich: Er lag im Schnitt bei 80.000 Euro.

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IT-Sicherheit ist Chefsache
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Die meisten Chefs sollten wissen, dass sich Gefahren nur mit funktionierenden und sicheren IT-Systemen abwehren lassen. Dabei sind allerdings nicht nur die IT-Verantwortlichen gefordert, sagt Andreas Dannenberg, CEO von Reddoxx, einem Anbieter von IT-Lösungen für sichere Archivierung, Anti-Spam und E-Mail-Verschlüsselung. Der Chef muss die Richtlinien vorgeben. Worauf es dabei ankommt, hat der Experte in einem Fachbeitrag für das Wirtschaftsmagazin „GmbH-Chef“ aufgelistet.

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1. Achten Sie auf die Compliance-Bestimmungen
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Unternehmen sind verpflichtet, die datenschutzrechtlichen und archivierungsrechtlichen Pflichten einzuhalten, zum Beispiel für das Finanzamt. Andreas Dannenberg rät Chefs daher, folgende Fragen zu klären: Welche E-Mails sollen oder müssen wie lange archiviert werden? Welche E-Mails sind hingegen wann zu löschen? Ist privater E-Mail-Verkehr gestattet oder untersagt? Falls erlaubt: Wie können diese E-Mails von der geschäftlichen Archivierung getrennt werden? Wie lassen sich E-Mails vollautomatisch klassifizieren und archivieren? Was passiert mit E-Mails von Betriebsräten?

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2. Legen Sie Verantwortlichkeiten fest
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Weil die meisten Chefs nicht viel Zeit haben, um sich mit den IT-Risiken und Sicherheitsmaßnahmen ausführlich zu beschäftigen, sollten sie einen Verantwortlichen festlegen, der sich darum kümmert und regelmäßig an den Chef berichtet, rät Dannenberg und ergänzt: „Außerdem gilt es zu prüfen, ob das Unternehmen einen Datenschutzbeauftragten braucht. Wichtig ist es auch, die Mitarbeiter immer wieder dafür zu sensibilisieren, dass sie die Sicherheitsmaßnahmen einhalten.“

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3. Verstärken Sie den Datenschutz
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Eine Grundvoraussetzung, um zu verhindern, dass Internetkriminelle und Wirtschaftsspione an sensible Daten kommen, sieht Dannenberg in sicheren Passwörtern. Sein Tipp: „Vermitteln Sie Ihren Mitarbeitern, was gute Passwörter kennzeichnet und warum sie diese regelmäßig ändern sollen.“

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4. Sorgen Sie für eine sichere E-Mail-Nutzung
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„Sensible Informationen sollten unbedingt verschlüsselt werden. Dafür gibt es bereits leicht anwendbare Programme“, schreibt der IT-Experte. Viren, Trojaner und andere Schadsoftware können ansonsten via E-Mails in ein IT-System eindringen und die Datensicherheit massiv gefährden. Dannenberg: „Zudem sind unverschlüsselt gesendete E-Mails so transparent wie Postkarten.“

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Norwegens Ministerpräsidentin Solberg zeigte sich relativ gelassen. Ihr Land erlebe täglich Cyberangriffe, auch aus Russland. Aber es gebe kein Anzeichen für ein systematisches Eingreifen von russischer Seite, mit der man eine „recht offene Zusammenarbeit“ pflege. Moskau müsste ohnehin einen negativen Effekt befürchten, falls dies bekanntwürde, sagte Solberg. „In Norwegen wäre es diskreditierend, wenn man einen russischen Link sehen würde. Ich glaube deshalb nicht, dass man damit soviel erreichen würde in Norwegen.“

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  • dpa
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