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Bundestagswahl 2021 Grüne in weiterer Umfrage vor Union – Mehrheit will aber unionsgeführte Regierung

Die Grünen überholen die Union nun auch im ZDF-Politikbarometer. Die Ergebnisse sind allerdings durchaus widersprüchlich.
07.05.2021 Update: 07.05.2021 - 14:43 Uhr 2 Kommentare
43 Prozent der Befragten halten Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock für „kanzlertauglich“. Quelle: dpa
Annalena Baerbock

43 Prozent der Befragten halten Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock für „kanzlertauglich“.

(Foto: dpa)

Berlin Die Grünen liegen nun auch im ZDF-Politbarometer vor der Union. Nach den am Freitag veröffentlichten Umfrageergebnissen kämen CDU/CSU nur noch auf 25 Prozent, ein Absturz von sechs Prozentpunkten gegenüber Mitte April und der bisher schlechteste Wert bei der Forschungsgruppe Wahlen bei der sogenannten Sonntagsfrage.

Die Grünen landen dagegen bei 26 Prozent (plus fünf Punkte). Die SPD würden danach 14 Prozent wählen, die FDP zehn, die Linke sieben und die AfD elf Prozent.

Allerdings sind die Ergebnisse des Politbarometers durchaus widersprüchlich, denn gleichzeitig sagen 50 Prozent der Befragten, dass sie eine unionsgeführte Bundesregierung bevorzugen würden. 39 Prozent wollen eine grüngeführte Regierung.

43 Prozent halten Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock für „kanzlertauglich“ – beim SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz sind dies 42 Prozent, beim Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet 37 Prozent.

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    Bei den persönlichen Zustimmungswerten verbessern sich Baerbock und Scholz jeweils auf einen Wert von 1,0, Laschet steigt ganz leicht auf 0,2.

    Ein ganz ähnliches Bild hatte die tags zuvor veröffentlichte repräsentative Umfrage von Infratest Dimap für den ARD-Deutschlandtrend gezeigt und damit den Trend gefestigt, den Umfragen in den vergangenen Wochen bereits eingeläutet hatten: Auch dort würden die Grünen derzeit als stärkste Kraft ins Parlament einziehen.

    Noch vor der Union (23 Prozent) kommen sie auf 26 Prozent der Stimmen. Mit dem Verlust von vier Prozentpunkten im Vergleich zu April geben CDU und CSU demnach erstmals seit Juli 2019 die Spitzenposition in der Sonntagsfrage ab.

    Die SPD verliert zwei Prozentpunkte und liegt mit 14 Prozent der Befragten den Ergebnissen zufolge vor der AfD mit zwölf Prozent, die einen Punkt gut macht. Die Freien Demokraten (elf Prozent) legen wiederum zwei Prozentpunkte zu und sind damit vor der Linken mit sechs Prozent.

    Kaum verändert ist laut Umfrage die Unzufriedenheit mit der Großen Koalition: Knapp zwei Drittel (62 Prozent, minus zwei Prozentpunkte) sind mit der Arbeit der Regierungsparteien „weniger“ oder „gar nicht zufrieden“.

    Könnten die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen, bekäme Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock laut einer weiteren Umfrage für den ARD-Deutschlandtrend die meisten Stimmen. Mit 28 Prozent der Stimmen liegt die Grünen-Bundesvorsitzende demnach vor dem Kandidaten der Union, Armin Laschet und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz.

    Für Laschet und Scholz sprachen sich den Informationen zufolge 21 Prozent der Befragten aus. Knapp ein Drittel der Teilnehmer (30 Prozent) waren sich unsicher oder machten keine Angabe.

    Mehr: Wer folgt auf Angela Merkel im Kanzleramt?

    • rtr
    • dpa
    • mr
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    Mehr zu: Bundestagswahl 2021 - Grüne in weiterer Umfrage vor Union – Mehrheit will aber unionsgeführte Regierung
    2 Kommentare zu "Bundestagswahl 2021: Grüne in weiterer Umfrage vor Union – Mehrheit will aber unionsgeführte Regierung"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Nicht zuletzt dem auf Skandalisierung setzenden Polit-Entertainment vieler – auch sogenannter seriöser –Medien ist der jüngste Absturz der Union bei den Umfragen geschuldet. Normale, ja sogar erwünschte demokratietypische Erscheinungen wie z.B. kontroverse Auseinandersetzungen über Sachthemen, oder auch der Antritt konkurrierender Kandidaten, die nicht nur Samthandschuhe benutzen, müssen als Indizien für krisenhafte Auflösungserscheinungen der Union herhalten. Eine knappe Handvoll widerwärtiger Maskenprofiteure in den Reihen der Unionsabgeordneten lädt ein zum Schwadronieren über eine "systemische" Erscheinungsform der Korruption in den C-Parteien... Derweil rudern die Grünen unauffällig im Lee an der hart am Wind segelnden Union vorbei. Nicht einmal die keineswegs basisdemokratisch fundierte Entscheidung über die Kanzlerkandidatur bei den Grünen stiess auf größere Kritik. Die überaus wohlwollende Medienresonanz auf die Nominierung von Frau Baerbock rundet die Idylle ab. Diese wird sich aber nicht weiter fortsetzen lassen. Die Vorschusslorbeeren für die Grünen sind nun verteilt. Der sich verschärfende Wahlkampf und der Druck auf die Lieferung brauchbarer und schlüssiger Konzepte durch die politischen Kontrahenten, wohl auch die absehbar komplizierte Koalitionsarithmetik, werden der Union eine Erholung bei der Wählergunst bescheren. Das wird zumindest dann der Fall sein, wenn ihr kommunikativ und personell der selbstbewusste Brückenschlag von einer durchaus vorzeigbaren Bilanz der vergangenen 16 Jahre hin zu einer mutigen Fortentwicklung und teils auch Beschleunigung wegweisender Reformaufgaben gelingt. Das Konzept Laschet mit einem Team profilierter und loyaler Mitstreiter könnte aufgehen, Das Narrativ eines sicheren Machtwechsels zu den Grünen wird sich nicht bewahrheiten.

    • Jeder muss für sich entscheiden: Wer mehr Staat will und jegliche Schuldenbremse egal ist, sollte sich für die Grünen entscheiden. Ich finde: wir haben schon zu viel Staat und einengende Gesetze. Auch bin ich der festen Ansicht: Schulden müssen zurückgezahlt werden. Wegen der nicht mehr vorhandenen Zinsen scheint die Staatsverschuldung nur noch etwas Irrlichterndes zu sein, dass zwar vorhanden, aber nicht mehr relevant ist.

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