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Ergebnisse der Wahl Union verliert ihre „Bastion 60plus“, Grüne sind bei Akademikern stark – die Wahl in Zahlen

CDU und CSU verlieren Hundertausende Wähler an andere Parteien. Die AfD ist bei Männern deutlich beliebter als bei Frauen. Die spannendsten Zahlen zur Bundestagswahl.
27.09.2021 Update: 27.09.2021 - 10:17 Uhr 2 Kommentare
SPD und Union sind vor allem bei älteren Wählern beliebt. Quelle: dpa
Wahllokal in Aachen

SPD und Union sind vor allem bei älteren Wählern beliebt.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Das politische Stimmungsbild in Deutschland hat sich gedreht: Die SPD liegt laut vorläufigem Endergebnis mit 25,7 Prozent vor der Union, die mit 24,1 Prozent ein historisch schlechtestes Ergebnis einfährt. Verloren haben CDU und CSU Wähler laut Analyse vor allem an die Sozialdemokraten. Beliebt sind die beiden Volksparteien vor allem bei älteren Wählern. Ein Überblick über die interessantesten Zahlen zur Bundestagswahl.

Wählerwanderung

Anstatt ihr Kreuz wie 2017 bei der Union zu machen, haben laut ARD-Analyse in diesem Jahr 1,99 Millionen Wähler für die SPD gestimmt. Doch das sind nicht die einzigen Verluste, wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap zeigt: Zu den Grünen wanderten von der Union demnach rund 1,05 Millionen Wähler. An die FDP wurden 1,32 Millionen Stimmen abgegeben, andere Parteien erhielten 590.000 Stimmen. 90.000 Bürger, die 2017 noch die Linkspartei gewählt hatten, gaben nun der Union ihre Stimme.

Am meisten Stimmen verlor die Linkspartei laut ARD an die Sozialdemokraten: und zwar 820.000. Weitere 610.000 wanderten zu den Grünen, 520.000 Wähler entschieden sich, dieses Jahr nicht zu wählen, 160.000 entschieden sich statt für die Linkspartei für die AfD, ebenso 160.000 für die FDP.

Geschlecht

Bei einer Partei gibt es laut der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen einen bemerkenswerten Unterschied zwischen weiblichen und männlichen Wählern: Die AfD schneidet bei Männern (13 Prozent) demnach deutlich besser als bei Frauen (acht Prozent) ab. Auch die FDP ist bei Wählern (13 Prozent) deutlich beliebter als bei Wählerinnen (zehn Prozent).

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    Bei SPD und Grünen ist es der Befragung zufolge genau andersherum: Bei Frauen holen die Sozialdemokraten 27 Prozent und bei Männern 24 Prozent, die Partei von Annalena Baerbock und Robert Habeck kommt bei Wählerinnen auf 17 Prozent und bei Wählern auf 14 Prozent.

    Altersgruppen

    Auch bei den Altersgruppen gibt es einige interessante Zahlen: Der Forschungsgruppe Wahlen zufolge verliert die Union bei der Bundestagswahl ihre „Bastion 60plus“ – der SPD-Erfolg in dieser Altersgruppe sei besonders bemerkenswert. So lägen die Sozialdemokraten mit einem Zuwachs um elf Prozentpunkte auf 35 Prozent hier nun mit der Union auf Augenhöhe.

    Diese habe in dieser Altersgruppe sieben Prozentpunkte auf 34 Prozent verloren – „in einer hochrelevanten Gruppe, die für die C-Parteien langjähriger Erfolgsgarant war“. Bei allen unter 60-Jährigen, wo die SPD mit 22 Prozent führe, lägen die Grünen jetzt mit der Union auf einem Niveau (18 beziehungsweise 19 Prozent). Bei den unter 30-Jährigen sind die Grünen (22 Prozent) und die Liberalen (19 Prozent) besonders beliebt.

    Berufsgruppe

    Sortiert man die ersten Hochrechnungen nach der Berufsgruppe, ergibt sich folgendes Bild: Die Union ist laut der Forschungsgruppe Wahlen vor allem bei Selbstständigen und Beamten erfolgreich (29 beziehungsweise 28 Prozent). Bei den Sozialdemokraten ist es anders: Die SPD ist vor allem bei Arbeitern (29 Prozent) und Angestellten (27 Prozent) beliebt.

    Bildungsgrad

    Ein Blick auf die Wahlneigung nach Bildungsgrad: Die Grünen schneiden der Forschungsgruppe Wahlen stark bei Wählern mit einem Hochschulabschluss ab (27 Prozent), SPD und Union hingegen bei Wählern mit Hauptschulabschluss (35 beziehungsweise 31 Prozent).

    Hier lesen Sie mehr zur Wahl:

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