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Bundestagswahl CSU wählt Herrmann mit gut 98 Prozent zum Spitzenkandidaten

Die CSU schickt Joachim Herrmann als Spitzenkandidat in den Bundestagswahlkampf und folgt damit dem Vorschlag des Parteichefs. Der bayrische Innenminister soll als Nachfolger von de Maiziere in Stellung gebracht werden.
Update: 06.05.2017 - 15:38 Uhr Kommentieren
Falls der bayrische Innenminister Jochen Hermann (r) im Bundestagswahlkampf nicht die Nachfolge von Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere antritt, soll er als Minister in München erhalten bleiben. Quelle: dpa
Horst Seehofer und Joachim Herrmann

Falls der bayrische Innenminister Jochen Hermann (r) im Bundestagswahlkampf nicht die Nachfolge von Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere antritt, soll er als Minister in München erhalten bleiben.

(Foto: dpa)

GermeringBayerns Innenminister Joachim Herrmann führt die CSU als Spitzenkandidat in die Bundestagswahl. 98,4 Prozent der Delegierten stimmten am Samstag für den 60-Jährigen auf dem CSU-Listenparteitag in Germering bei München. Die CSU hat vorgeschlagen, Herrmann solle im Falle eine Wahlsieges das Bundesinnenministerium übernehmen.

Herrmann sei fachlich hochkompetent, absolut verlässlich, menschlich integer und auch in der Lage, die schwierigsten Aufgaben zu lösen, sagte CSU-Chef Horst Seehofer. Die Personalie sei kein Angriff auf CDU-Amtsinhaber Thomas de Maizière. „Joachim Herrmann ist ein Angebot für etwas, nicht gegen etwas oder jemanden“, sagte Seehofer.

Herrmann sagte, keine Partei habe mehr Kompetenz bei der inneren Sicherheit als die CSU. „Ich bin bereit, dies in den Wahlkampf einzubringen und nach der Wahl auch Verantwortung in Berlin zu übernehmen.“ Die CSU stehe für einen starken Staat, der seine Grenzen schütze und die Kontrolle darüber habe, wer in das Land komme.

Auf Vorschlag der Parteispitze folgen auf den wichtigen Listenplätzen zwei bis fünf Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, Dobrindts parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär, Generalsekretär Andreas Scheuer und Entwicklungsminister Gerd Müller. Diese fünf Personen tauchen namentlich auf den Stimmzetteln in ganz Bayern auf.

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