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Bundestagswahl FDP will Wirtschaft um 60 Milliarden Euro bei der Steuer entlasten

Ein vom Fraktionsvorstand verabschiedetes Positionspapier sieht laut einem Bericht Erleichterungen für Firmen und Gutverdiener vor. Lindner spricht von einem „Pakt mit der Wirtschaft“.
10.05.2021 - 06:40 Uhr 6 Kommentare
„Wir wollen einen Pakt mit der Wirtschaft schließen: Für jeden Euro Entlastung durch den Staat schafft die private Wirtschaft zwei Euro an Investitionen.“ Quelle: dpa
FDP-Chef Christian Lindner

„Wir wollen einen Pakt mit der Wirtschaft schließen: Für jeden Euro Entlastung durch den Staat schafft die private Wirtschaft zwei Euro an Investitionen.“

(Foto: dpa)

Berlin Die FDP will nach einem Medienbericht mit dem Versprechen von Steuersenkungen für Unternehmen und Gutverdiener in den Bundestagswahlkampf ziehen. Ein vom Bundestagsfraktionsvorstand verabschiedetes Positionspapier sehe Steuererleichterungen für die Wirtschaft von 60 Milliarden Euro im Jahr vor, um bei den Unternehmen zusätzliche Investitionen von 120 Milliarden Euro anzustoßen, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Montag).

Vorgeschlagen werde die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags, eine Verschiebung des Spitzensatzes in der Einkommensteuer zu den höheren Einkommen und eine Senkung der Körperschaftsteuer.

„Wir wollen einen Pakt mit der Wirtschaft schließen: Für jeden Euro Entlastung durch den Staat schafft die private Wirtschaft zwei Euro an Investitionen“, sagte Partei- und Fraktionschef Christian Lindner der Zeitung. Dadurch sei mehr zu erreichen, „als wenn wir einfach staatliche Ausgabenprogramme erhöhen“.

Mehr: SPD-Parteitag: Scholz gibt sich entspannt – doch in der Partei macht sich Unruhe breit

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    • dpa
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    6 Kommentare zu "Bundestagswahl: FDP will Wirtschaft um 60 Milliarden Euro bei der Steuer entlasten"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Versucht es die FDP also mit der alten Mär der "Trickle-Down-Economics". Darauf fällt niemand mehr herein.

      Es gäbe so viel zu tun: Bürokratie abschaffen, Digitalisierung vorantreiben, Selbstständige fairer behandeln, Gründer besser unterstützen, in die Infrastruktur investieren, eine grundlegende Rentenreform, das Steuerrecht endlich so vereinfachen dass jeder Bürger seine Steuererklärung selbst erledigen kann.

      Und der Schwerpunkt der FDP ist Besserverdiener zu entlasten?

    • Liebe Kommentatoren, Unternehmer mit "Reichen" gleichzusetzen halte ich für falsch. Manche erfolgreiche Unternehmer sind reich, weil sie gut gewirtschaftet haben, viel geleistet haben und sich trotz Bürokratie und hohen Steuern zu Deutschland bekannt haben.
      Das muss aber so nicht bleiben.
      Der große Teil der Unternehmer in Deutschland ist eben NICHT reich!

    • Liebe FDP,

      wieso einfach wenn es auch kompliziert geht. Ist das euer Ansatz?
      Es ist doch so leicht in der aktuellen Situation Wahlkampf zu machen, aber ihr seht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Einen Hype (der zu einem passt) ausfindig machen und auf der Welle mit schwimmen.

      Während der Pandemie haben ca. 3 Mio. Menschen in Deutschland den Weg an die Börse gefunden. In den Sozialen Netzwerken sprießen seit 2 Jahren Finanz-Influencer aus jeder Ecke und haben Wachstumszahlen von Zigtausend Prozent. Jeder junge Mensch ist sich vollkommen bewusst, das ausnahmslos jeder eine private Altersvorsorge benötigt und nicht um Aktien herum kommt. Wobei die Maxime gilt: "Je früher desto besser" und "time in the market beats timing the market." Das Sparbuch wiederum gehört zu einer alten Generation aus einem anderen Jahrhundert.

      @FDP setzt doch lieber Anreize um Aktien für seine private Altersvorsorge attraktiver zu machen bzw. schafft Freibeträge, damit jeder die Möglichkeit hat ein gewissen Vermögen aufzubauen.
      Anstatt sich als eine Partei für die Reichen zu präsentieren solltet ihr eher damit werben, dass ihr jedem zu Reichtum verhelfen wollt.


      PS: Es gibt 3Mio neue Börsianer und bei der vergangenen Bundestagswahl hattet ihr 3,2Mio Erststimmen. Könntet ihr die Börsenneulinge für euch gewinnen, wäre das fast eine Verdopplung des letzten Ergebnisses.

    • Vor H. Lindner hatte die FDP schon mal einen Parteivorsitzenden der seine FDP als die Partei der "Besserverdienenden" titulierte.
      Kurze Zeit später flog die FDP aus. d. Bundestag und mehreren Landesparlamenten.
      Also FDP, nur weiter so.

    • Die FDP ist ein Wolf im Schafspelz. Sie sollten sich erst einmal für eine Steuer-Vereinfachung einsetzen. Den Steuerberatenden Berufen bringt das deutsche Steuer-Dickicht ein luxuriöses Leben ein und belastet mit Vorschriften und Bürokratie die Wirtschaft und das einzelne Individuum. 90% aller Detail-Vorschriften könnte man streichen. Prof. F. Kirchhof, der ehemalige Verfassungsrichter, hat dies schon offengelegt und damit auch belegt. Die gegenwärtigen Steuervorschriften sind eine Art von neuem verdeckten Frondienst.

    • Deutschland hat weltweit die höchsten Steuern.
      Gut, dass endlich eine Partei darüber nachdenkt, unsere Wirtschaft wieder wettbewerbsfähig zu machen. Das schafft Arbeitsplätze.
      Zudem ist es gut, dass die kalte Progression gestutzt wird. Seit Jahren erhöhen sich die Löhne entsprechend der Inflation, aber die Steuern steigen stärker, so dass der Wohlstand zurück fällt.
      Deutschland hat gute Leute, es liegt an der Politik, dass Deutschland sich nicht entwickelt. Es gibt keine großen Firmen und Ideen mehr in Deutschland, die sich in den letzten 20 Jahren entwickelt hätten.
      Die letzte große deutsche, ja vielleicht sogar europäische Firma mit toller Technologie wurde 1972 in Weinheim gegründet. Danach gab es keinen nennenswerten Firmengründungen.
      Wenn Deutschland und EU sich entwickeln soll, dann braucht es weniger Staat und weniger Bürokratie und deutlich mehr (unternehmerische) Freiheit.
      Die vermeintliche Investition in die Zukunft, die sowohl die SPD und die Grünen mit Subventionen finanzieren will ist ein Desaster, da es mit Steuern bezahlt wird von Unternehmen, die bereits massiv geknechtet werden und abzuwandern drohen und auch abwandern werden. Das Gleiche gilt für Fachkräfte - home office beschleunigt den Trend.

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