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BundestagswahlUmfrage: SPD liegt erstmals deutlich vorn – Union fällt auf bisher niedrigsten Wert

Die SPD kann im Sonntagstrend weitere Stimmen dazugewinnen. Sie liegt mit 24 Prozent nun drei Prozentpunkte vor der Union. AfD und Linke verlieren ebenfalls. 29.08.2021 - 16:27 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Die Zustimmungswerte für den Kanzlerkandidaten der SPD sind weiter gestiegen.

Foto: dpa

Berlin. Vier Wochen vor der Bundestagswahl liegt die SPD zum ersten Mal seit Februar 2017 vor der Union. Die Sozialdemokraten gewinnen im „Sonntagstrend“ für die „Bild am Sonntag“ im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte – mit 24 Prozent liegen sie nun deutlich vor der Union, die auf 21 Prozent kommt (-1). Es ist laut der Zeitung der niedrigste Wert, den das Meinungsforschungsinstitut Insa jemals für die Union gemessen hat.

Die Grünen bleiben bei 17, die FDP bei 13 Prozent. AfD (11 Prozent) und Linke (6 Prozent) verlieren jeweils einen Punkt.

Auch bei den Umfragewerten der Kanzlerkandidaten sieht es für die Union zunehmend düster aus: Für Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) würden bei einer Direktwahl diese Woche laut „Sonntagstrend“ nur noch 10 Prozent stimmen (-2). Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock gewinnt einen Punkt und käme auf 14 Prozent. An der Spitze wäre weiter Scholz mit 31 Prozent – trotz Minus von 3 Prozentpunkten für den SPD-Kandidaten.

Aktuell wären damit fünf Dreierbündnisse möglich: Vier mit einem Kanzler Olaf Scholz (SPD) und eines mit einem Kanzler Armin Laschet (CDU). Die SPD hätte im Bundestag Mehrheiten mit einem Ampel-Bündnis (SPD, Grüne, FDP), einer Deutschland-Koalition (SPD, CDU/CSU, FDP), einer Kenia-Koalition (SPD, CDU/CSU, Grüne) und einem rot-rot-grünen Bündnis (SPD, Grüne, Linke). Die Union könnte nur mit einem Jamaika-Bündnis (CDU/CSU, Grüne, FDP) die eigene Kanzlerschaft retten.

Auch in mehreren Umfragen anderer Meinungsforschungsinstitute hatte die SPD jüngst zugelegt. Eine Erhebung von YouGov und das für RTL und n-tv erstellte „Trendbarometer“ des Instituts Forsa sahen die Sozialdemokraten zuletzt ebenfalls vorn. Im ZDF-„Politbarometer“ vom Freitag lagen SPD und Union mit jeweils 22 Prozent gleichauf.

Einer aktuellen Allensbach-Umfrage hingegen liegt die Union noch vor den Sozialdemokraten. Die Demoskopen führen die Union mit 26 Prozent, während die SPD auf 24 Prozent und die Grünen auf 17 Prozent kommen.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.

Beim Wahlkampfauftritt in Berlin hat SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz über die Lage in Afghanistan gesprochen. Scholz hat darüber hinaus Steuersenkungen zurückgewiesen und für Corona-Impfungen geworben.

Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

Söder warnt vor „historischem Linksrutsch“

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CSU-Chef Markus Söder hat die Union eindringlich vor einem Machtverlust nach der Bundestagswahl gewarnt. „Wir müssen alles tun, um einen historischen Linksrutsch in Deutschland zu verhindern“, sagte Söder der „Bild am Sonntag“. „Noch nie war die Gefahr so groß, dass ein Linksbündnis die Macht übernimmt.“ Es komme darauf an, dass die Union überhaupt noch vor SPD und Grünen liege.

Ein Wahlergebnis von 30 Prozent plus X für CDU/CSU hält Söder mittlerweile für unrealistisch. „In der aktuellen Situation müssen wir wohl etwas kleinere Brötchen backen.“ SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz warf er vor, mit unlauteren Methoden an die Macht kommen zu wollen. „Die SPD hat sich leise angeschlichen und profitiert von der Schwäche der Grünen und dem unlauteren Versuch von Olaf Scholz, eine Art Erbschleicher von Angela Merkel zu werden“, so Söder. „Die Raute zu machen, reicht aber nicht.“

rtr, dpa
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