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BSI-Chef Arne Schönbohm „Die Angriffspunkte für eine Wahlmanipulation sind vielfältig“

Der Chef des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, Arne Schönbohm, erklärt, wie sich seine Cybersicherheitsbehörde auf die Bundestagswahl vorbereitet. Zudem fordert er höhere Standards für IT-Produkte.
11.09.2017 - 17:48 Uhr
„Wir beobachten permanent, was auf den relevanten Seiten im Netz passiert.“ Quelle: dpa
Arne Schönbohm

„Wir beobachten permanent, was auf den relevanten Seiten im Netz passiert.“

(Foto: dpa)

Berlin Vergangene Woche wurde bekannt, dass die Software, mit der die Wahlergebnisse bei der Bundestagswahl von den Kommunen und Ländern zum Bundeswahlleiter übertragen werden, einfach gehackt werden kann. Werden diese Sicherheitslücken jetzt geschlossen?
Davon gehe ich aus, das ist aber Sache der Landeswahlleiter. Das BSI kann dabei nur unterstützend tätig sein, für alles Weitere fehlt die gesetzliche Grundlage. Wir haben bereits im Sommer auf die Sicherheitslücken hingewiesen. Es gibt auch bereits Softwareupdates, die die Lücken schließen sollten, die betroffenen Kommunen sollten diese schnellstmöglich installieren. 

Wie ist es um die IT-Sicherheit in Deutschland bestellt?
Der Fall der gehackten Wahlsoftware PC-Wahl zeigt, dass wir ein anderes Sicherheitsniveau für Hardware und Software haben müssen. Deutschlandweit werden täglich drei bis fünf relevante Sicherheitslücken in Software gefunden.

Was ist hier Vorschlag?
Wir brauchen eine Zertifizierung von IT-Produkten. Auf Basis der Cyber-Sicherheitsstrategie entwickeln wir zudem ein Gütesiegel, das voraussichtlich ab Mai 2018 zur Verfügung steht.

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