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Bundestagswahl im Visier „Verbreitung von Fake News nimmt definitiv zu“

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Drei Strategien im Kampf gegen Falschnachrichten

Dass die Lage ernst ist, darauf wies jedenfalls auch schon Justizminister Maas hin. „Wir machen uns keine Illusionen darüber, dass die Vielfalt der Manipulationsmöglichkeiten im Netz auch im Bundestagswahlkampf genutzt werden können – sei es für gezielte Desinformationskampagnen, für die Verbreitung von Falschnachrichten oder sonstigen Einfluss auf die Debatten“, sagte der SPD-Politiker kürzlich der „Rheinischen Post“.

Anschläge könnten schon lange nicht mehr nur mit Sprengstoffgürteln begangen werden, sondern auch mit Bits und Bytes per Hackerangriff. Der Minister glaubt aber, mit den Möglichkeiten, die die Sicherheitsbehörden heute schon haben, das Schlimmste verhindern zu können. „Wir müssen unsere Cyberabwehr auch darauf ausrichten, die Bundestagswahl als freie Wahl zu schützen“, so Maas.

Die Bundesregierung sieht sich indes für eine etwaige Beeinflussung der Bundestagswahl gut gerüstet. In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion vom März diesen Jahres verweist sie auf die bereits bei vergangenen Wahlen getroffenen Maßnahmen, die sich bewährt hätten. „Auf dieser Basis und unter Einbeziehung der inzwischen fortentwickelten Sicherheitsmaßnahmen erfolgt derzeit eine Aktualisierung der Sicherheitskonzeption und der Dokumentation im Hinblick auf neue Erfordernisse der Bundestagswahl 2017.“ Im Übrigen kooperiere der Bundeswahlleiter mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und dem IT-Dienstleister des Bundes (ITZBund), „um auf neue Erkenntnisse reagieren zu können und in ausreichendem Maße Gegenstrategien sicherzustellen“.

Im Fall von Fake News sieht sich die Bundesregierung nicht unbedingt zuständig. „Der Umgang mit Falschmeldungen im Zusammenhang mit wahlvorbereitendem Wahlkampf obliegt in erster Linie dem politischen Raum“, heißt es in der Antwort auf die Linken-Anfrage.

Die Mehrheit der Deutschen sieht das offenbar aber anders. Die Bundesbürger wollen vielmehr soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter gesetzlich verpflichten, gegen Fake News vorzugehen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, die der Zeitung „Die Welt“ vorliegt. Zwei von drei Deutschen wollen demnach Plattformbetreiber wie Facebook oder Twitter verpflichten, absichtlich verbreitete Falschnachrichten auf ihren Kanälen aktiv zu löschen.

„Viele Menschen sehen in Phänomenen wie Fake News oder Social Bots ein Problem für unsere Demokratie“, zitirte die Zeitung Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC in Deutschland. Allein deswegen müssten Politik, Plattformbetreiber und etablierte Medien diese Sorgen ernst nehmen.

„Die Parteien müssen zunächst erst einmal mitbekommen, was da alles so zirkuliert“, erläutert Fake-News-Experte Hegelich die Schwierigkeit, sich gegen Falschnachrichten zur Wehr zu setzen. Das meiste könne man vermutlich einfach ignorieren. „Aber auf Geschichten, die sich länger im Netz halten und die darauf zielen, die Gesellschaft generell zu verunsichern, sollte dann auch rechtzeitig reagiert werden“, fügte der Professor hinzu.

Drei Strategien kommen hierfür aus Hegelichs in Frage: Entweder man kontaktiere die Verbreiter falscher Nachrichten direkt in den sozialen Netzen und diskutiere mit ihnen. Oder man verbreite eine, vielleicht auch ironische, Gegendarstellung. Als dritte Strategie schlägt Hegelich vor, Beiträge zu melden und gegebenenfalls auch rechtlich dagegen vorzugehen.

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Mehr zu: Bundestagswahl im Visier - „Verbreitung von Fake News nimmt definitiv zu“

65 Kommentare zu "Bundestagswahl im Visier: „Verbreitung von Fake News nimmt definitiv zu“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Heutige Fortsetzung der Propagangasendungen von 3SAT.

    Nicht vergessen:

    "Die rechte Wende

    Die sieben größten Tricks der Populisten"

  • @ Herr Günther Schemutat

    Bitte verbreiten Sie keine Fake-News. Sie werden sonst gelöscht!

    Meine natürlich nicht sie, sondern Ihren Kommentar.

  • Zur Bundestagswahl am 24 September 2017 gibt es die Anweisung , die Wahlurnen Richtung Mekka auszurichten, damit der Gläubige Muslim auch mit
    Gottes Hilfe wählt , wie auch bei Politikervereidigungen Gott hinzugezogen werden kann.

  • Mein Vorschlag: Weil doch die Merkel bei der gamescom rumhängt für Ihren Wahlkampf.

    Wir setzen allen Parlamentariern die VR Brille auf!

    Dann denken die - geil jetzt haben wir neue Zensurgesetze beschlossen. Dabei haben die nur virtuell abgestimmt und alles bleibt wie ist zum wohle des Volkes!

  • Ah ok schlafen wohl noch :-)

  • Auf dem Maidan warten ist Alles :)

    Und es gibt mindestens ein(en) Europäer.

  • Vor knapp einem Jahr hatte ich das letzte mal geschrieben, da war das echt anders.

  • Was mich sehr wundert.

    Warum gibt es noch keine Anfeindungen? Wie Rechtschreibung falsch, Verschwörungstheoretiker also persönliche Anfeindungen und runterputzen etc.

    Das ist schon sehr merkwürdig... Richtig seltsam.... Gibt wohl andere Bestimmungen von oben??

  • So wie ich es weiß, besteht in Sachsen – aber nicht nur dort – ein ähnliches Problem mit Nafris, dass dort bei der Bevölkerung überhaupt nicht gut gelitten ist.

    Das beeinflusst die öffentliche Meinung dort sicher in allen Schichten und Altersklassen mehr als im Westen.

    Dazu kommt die Stigmatisierung des Ostens durch die ÖR, die dort natürlich auch wahrgenommen wird. Dieser permanente Affront wird wohl auch zu einer ähnlichen Solidarisierung untereinander führen.

    Strategisch kann es den ÖR und den Machtpolitikern eigentlich nur noch darum gehen, ein Erstarken der AfD in den alten Bundesländern zu verhindern. Denn wenn die im Westen auf ähnliche Werte wie im Osten kommen würde, wäre wohl, so wie man im Ruhrpott sagt „Schicht im Schacht.“

  • Der Osten ist eh abgeschrieben. Vorerst!

    Wenn die neuen Generation rangezüchtet werden und die "alten ossis" nicht mehr existieren. Dann wird der Osten noch Systemtreu gezüchtet. Das dauert aber noch lange. Übrigens die letzte Revolution ist von Dresden mit ausgegangen. In Sachsen scheinen die Bürger besonders kritisch zu sein. Das kommt nicht von ungefähr, dass Pegida ausgetechnet hier entstanden ist. Die einzige Möglichkeit den Sachsen "das Maul zu stopfen" ist denen Jobs anzubieten viele Ansiedlungen helfen beim umerziehen auf Systemtreue!!

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