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Bundestagswahl Alle gegen die AfD

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Kirchen gegen AfD

Die Kirchen sind sich in der AfD-Frage einig: Mit dem christlichen Glauben ist die Partei nicht vereinbar. Der Berliner Bischof Markus Dröge nutzte den Evangelischen Kirchentag in Berlin als Forum um gegen die AfD mobil zu machen. „Ich kann mich als Christ nicht in einer Partei engagieren, die Ängste dramatisiert, Misstrauen sät und Ausgrenzung predigt“, sagte Dröge seinerzeit bei einer bereits zuvor heftig kritisierten Diskussion mit Anette Schultner vom Bundesverband Christen in der AfD.

Die Partei missbrauche Christen als Feigenblatt, sagte der Bischof. „Es steht kein christliches Menschenbild im Parteiprogramm der AfD.“ Statt Lösungen für Probleme zu finden, provoziere und agitiere die AfD und mache Menschen Angst.

Die AfD-Frau Schultner warf der evangelischen Kirche indes vor, ein Arm linker Parteien in die Gesellschaft zu sein. Statt sich um die Verbreitung des Glaubens zu kümmern, übernehme die Kirche die Rolle eines politischen Spielers und mische sich in staatliche Angelegenheiten ein. Der Kirchentag erinnere an einen Parteitag der Grünen. Es werde viel über Politik, aber wenig über das Evangelium geredet.

Die Katholischen Bischöfe vertreten indes ebenfalls die Auffassung, dass Programmatik und Vorgehen der AfD nicht mit christlichen Werten vereinbar seien. „Wir distanzieren uns klar vom populistischen Vorgehen und vielen inhaltlichen Haltungen der Partei“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, Anfang März zum Abschluss der Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe in Bergisch Gladbach.

Marx betonte zwar, die Bischöfe wollten keine Wahlempfehlung geben und auch die AfD nicht stigmatisieren. Aber es gebe für Christen rote Linien bei der Wahl einer Partei: Inakzeptabel seien pauschale Ausländerfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus, Verunglimpfung anderer Religionsgemeinschaften, Hass und Gleichgültigkeit gegenüber den Armen. Ein politisches Agieren, das Ängste vor Überfremdung schüre und einseitig nationale Interessen betone, sei mit der christlichen Perspektive nicht vereinbar.

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