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Gauland fordert Schlussstrich unter Nazi-Zeit „Stolz sein auf Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen“

AfD-Spitzenkandidat Gauland fordert eine Neubewertung der Taten deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen. Deutsche hätten das Recht, auf deren Leistungen stolz zu sein. Die NS-Zeit beträfe die heutige Identität nicht mehr.
14.09.2017 - 20:38 Uhr 2 Kommentare

Berlin AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland hat einen Schlussstrich unter die Nazi-Vergangenheit gefordert. In einer bislang wenig beachteten Rede vor Anhängern sagte Gauland am 2. September bei einem "Kyffhäuser-Treffen" der AfD in Thüringen, kein anderes Volk habe „so deutlich mit einer falschen Vergangenheit aufgeräumt wie das deutsche“. Mit Blick auf die NS-Zeit von 1933 bis 1945 fügte Gauland hinzu: „Man muss uns diese zwölf Jahre nicht mehr vorhalten. Sie betreffen unsere Identität heute nicht mehr. Deshalb haben wir auch das Recht, uns nicht nur unser Land, sondern auch unsere Vergangenheit zurückzuholen.“

Gauland forderte außerdem eine Neubewertung der Taten deutscher Soldaten in beiden Weltkriegen. Wenn Franzosen und Briten stolz auf ihren Kaiser oder den Kriegspremier Winston Churchill seien, „haben wir das Recht, stolz zu sein auf Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen“, sagte Gauland in seiner von der AfD auch auf YouTube veröffentlichten Rede. Das Internet-Portal „BuzzFeed“ hatte zuerst über die Rede berichtet.

Der AfD wird von Kritikern seit längerem eine mangelnde Abgrenzung zu rechtsextremistischen Gruppierungen vorgeworfen. Gauland gilt als Exponent des nationalkonservativen Flügels der Partei. Der Zweite Weltkrieg hatte am 1. September 1939 mit dem Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen begonnen und endete in Europa am 8. Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation der Deutschen Wehrmacht. Die Zahl der Kriegsopfer wird von Historikern auf weltweit 60 bis 70 Millionen geschätzt.

  • rtr
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2 Kommentare zu "Gauland fordert Schlussstrich unter Nazi-Zeit: „Stolz sein auf Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Der Gauland ist nicht gut beraten.

  • So allmählich sollte man ihn aus den Verkehr ziehen.

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