Kritik an Wahlkampfaktion AfD verteilt Pfefferspray am Infostand

Die rheinland-pfälzische AfD hat an einem Infostand in Bad Kreuznach Pfefferspray verteilt. Hintergrund der Aktion ist offenbar ein Streit zwischen zwei Gruppen von Zuwanderern Ende Juli, bei dem es Verletzte gab.
9 Kommentare
Rechtlich konnte die Stadt nichts gegen die Verteilung unternehmen, sagt Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer (SPD). Quelle: dpa
Pfefferspray als Wahlkampfgeschenk

Rechtlich konnte die Stadt nichts gegen die Verteilung unternehmen, sagt Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer (SPD).

(Foto: dpa)

Bad KreuznachEine ungewöhnliche Wahlkampfaktion der AfD in Rheinland-Pfalz hat für Aufsehen und Kritik gesorgt. Pfefferspray wurde in Bad Kreuznach an einem Infostand des AfD-Kreisverbands und der Jugendorganisation der Partei verteilt. Zuvor hatte die „Rhein-Zeitung“ darüber berichtet. Bei dem Infostand am Samstag wurden nach AfD-Angaben insgesamt 150 Sprays verteilt.

Dabei habe man darauf hingewiesen, dass das Spray zur Tierabwehr sei, sagte der Landtagsabgeordnete Damian Lohr als Sprecher der Jungen Alternative Rheinland-Pfalz. Oder zur Abwehr von Menschen – „aber halt nur in absoluten Notsituationen“, sagte Lohr. Hintergrund der Aktion sei das nächtliche Aufenthaltsverbot in drei Bad Kreuznacher Stadtparks. Auslöser des Ende Juli verhängten Verbots war ein Streit zwischen zwei Gruppen von Zuwanderern in einem der Parks, bei dem es Verletzte gab.

„Rechtlich können wir nichts machen, aber es ist moralisch natürlich nicht hinnehmbar“, sagte die Oberbürgermeisterin von Bad Kreuznach, Heike Kaster-Meurer (SPD), am Dienstag zu der Verteilaktion.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

9 Kommentare zu "Kritik an Wahlkampfaktion: AfD verteilt Pfefferspray am Infostand"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • qNovi Prinz

    Ganz einfach – zum Amt gehen und sich Umschlag mit Wahlschein aushändigen lassen.

    Als 2. Schritt vor Ort den Umschlag öffnen und prüfen, ob „Ihre Stimme“ schon gezählt wurde.

  • Verdammt , habe soeben den Wahlomat benutzt und merke , dass ich falsch gwewählt habe _ per Brief am 22.08. - Was nun ?

  • @Herr Leo Löwenstein

    Es ist moralisch verwerflich, den linken Politikern eine Doppelmoral zuzubilligen, und erst recht nicht eine Einfachmoral.

    Oder kennen Sie viele Politiker, die tatsächlich über eine Moral verfügen und danach handeln?

    Mir fallen da nur sehr Wenige ein.

  • Wieso nicht gleich Pistolenkugeln mit Schweineblut?
    Würde noch besser zum Niveau von Alt-Right passen.

  • Wir sollten froh sein, in einer Demokratie leben zu dürfen (obwohl es keine echte Wahl unter den fast gleichen Programmen gibt).
    Die Demokratie muss sowohl linke als auch rechte Meinungen aushalten können.
    Extremen Meinungen muss man mit Sachargumenten begegnen und eine Politik für Menschen und nicht gegen Menschen machen. Dass dabei jeder die absolut gleiche Chance im Leben hat, ist nicht machbar, da die Menschen unterschiedlich begabt, intelligent und ihren inneren Trieben unterworfen sind.

    Die Regierung wird gewählt, dass es den Menschen in Deutschland gut geht. Ist das erreicht, kann man sich um andere kümmern. Nicht andersherum.

  • Folgende Behauptung meinerseits.

    Hätten linke Pfefferspray an Bürger verteilt, um sich gefährlichen Tieren äh vor rechten Gewalttätern zu schützen, wäre es wahrscheinlich als toll und genialer Schachzug gefeiert worden.

    So ist es moralisch verwerflich. Wieso, die sind doch alle friedlich und wollen nur spielen. Wenn dem so ist, dann kommen die Sprays ja nicht zum Einsatz.
    Die Doppelmoral trieft geradezu aus der Empörung der linken Politiker.

  • „Es ist moralisch verwerflich.“

    Moralisch verwerflich ist es, wenn der Staat weder Willens noch faktisch in der Lage ist, die Bevölkerung vor Gewaltattacken zu schützen; respektive dazu erst die Grundlagen geschaffen hat.

    Noch moralisch verwerflicher ist es deshalb, das zur Verfügung stellen von einem Selbstmittel als moralisch verwerflich zu bezeichnen.

  • Ja es ist traurig das so etwas notwendig ist. Notwendig für Frauen die am Abend noch mit der S-Bahn fahren möchen und für politische Parteien um sich gegen physische Angriffe aus der Linke Szene zu wehren.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%