Bundeswehr „Der Zustand ist teilweise verheerend“

Veraltete Waffen, marode Gebäude, unbewohnbare Quartiere. Die Bundeswehr-Kasernen müssen dringend saniert werden, mahnt der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus. Doch die Akzeptanz im Volk ist gering.
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Soldaten der Oldenburgischen Luftlandebrigade 31 marschieren in der Kaserne in Seedorf. Der Bundeswehr fehlen Milliardensummen, um die Gebäude und die Ausrüstung zu erneuern. Quelle: dapd

Soldaten der Oldenburgischen Luftlandebrigade 31 marschieren in der Kaserne in Seedorf. Der Bundeswehr fehlen Milliardensummen, um die Gebäude und die Ausrüstung zu erneuern.

(Foto: dapd)

BerlinDer noch amtierende Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus hat ein Milliardenprogramm zur Sanierung maroder Bundeswehr-Kasernen gefordert. „Der Zustand der Liegenschaften ist teilweise verheerend“, sagte der FDP-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Es gibt Gebäude, die praktisch unbewohnbar sind, in denen Schimmel an den Wänden ist, wo die Fenster undicht sind und Mäuse- und Rattenfallen aufgestellt werden müssen.“

Der scheidende Wehrbeauftragte des Bundestags sprach sich dafür aus, den Verteidigungsetat für Investitionen in Bundeswehr-Gebäude und Ausrüstung zu erhöhen. „Je knapper wir den Verteidigungshaushalt über Jahre hin gestalten, umso größer ist der Verfall“, betonte er. „Es ist im Prinzip eine Abwärtsspirale.“

Im Bundeshaushalt 2015 sind 33 Milliarden Euro für die Verteidigung eingeplant. Mit 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gibt Deutschland deutlich weniger aus als die von der Nato angestrebten 2,0 Prozent. Die Bundesregierung erwägt eine Erhöhung des Wehretats in den kommenden Jahren.

Die Akzeptanz in der Bevölkerung für einen solchen Schritt ist aber relativ gering. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der dpa sprachen sich nur 35 Prozent dafür aus, mehr Geld für die Truppe locker zu machen. 48 Prozent waren dagegen.

„Die Gewehre sind überaltert“
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8 Kommentare zu "Bundeswehr: „Der Zustand ist teilweise verheerend“"

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  • Verheerend? Dies ist bewusst von unserer Politik gewollt! Hauptsache wir können überall im Sinne Hitlers einmarschieren. So etwas ist heute christlich und islamfrendlich!!

  • Der Bundeshaushalt für 2015 hat ein Gesamtvolumen von 296.500.000.000 € davon gibt diese Regierung 121.979.310.000 € für Soziales aus, dort u.a. 19.000.000.000 € für Arbeitslosengeld II. Die Verteidigung ist diesen Politikern lediglich 33.435.376.000 € wert, wovon 1/3 für Soziales in der Bundeswehr ausgegeben wird. Die Materialbeschaffung und –erhaltung machen mit 6.530.762.00 € deutlich weniger als der soziale Teil aus. Die Wehrhaftigkeit dieser Bundeswehr steht damit deutlich hinter der Sozialfürsorge für die Verteidiger. Kein Wunder also, wenn sie von diesen Politikern mit unzureichendem Material in Kampfeinsätze geschickt werden. Diejenigen, die für weniger Geld für die Truppe gestimmt haben, sollten das nächste Mal selbst in den von ihnen abgenickten Kampfeinsatz ziehen. Den ganzen Haushalt mit Untergruppen gibt’s hier:
    http://www.bundeshaushalt-info.de/startseite/#/2014/soll/ausgaben/einzelplan.html

  • Die Akzeptanz für dieses Söldnerheer bei der Bevölkerung ist logischrweise nicht da.
    Aber die Mißstnde sin nicht neu, sie sind alt.
    Der Staat hat für alles Geld, nur nicht für die Deutschen
    Hauptsache aber man erhöht alle Nase lang die Diäten, was ja seit Merkel nun ständig gemacht wird

  • Das hat nichts mit "Schwarzer Null" zu tun. Vergammeln funktioniert nicht kurzfristig, es braucht Jahre. Ich schäme mich für einen Staat, der wieder mal nur Sonntagssprüche für seine Soldaten hat, ihnen aber praktisch zeigt, daß ihm fast jeder Firlefanz wichtiger ist.

  • Es ist an der Zeit, das G36 durch das G11 zu ersetzen.
    Das G11 ist eine technisch immer noch moderne, erprobte und wirksame Infantriewaffe. Unsere Feinde können mit vergleichsweise wenig Geld abgeschreckt werden. Außerdem braucht die Bundeswehr eine Kampfdrohne mit selbst entwickelter Software ohne US-Hintertüren. Es werden sich nur interessante Bewerber zur Truppe melden, wenn das Einsatzkonzept stimmt. Die Soldaten wollen einem voll souveränen Deutschland dienen, keinem bloßen Vasallen. Aber das können wir von der atlantisch gut vernetzten Verteidigungsministerin nicht erwarten.

  • Was ist verwunderlich? So sieht eine schwarze Null aus und Frau Merkel ist, wie wir in ihrer Neujahrsansprache hörten, stolz darauf.

    Demnächst gibt es dann noch die Angabe der Bundesregierung zu einer neuen statistischen Größe "Überschuss vor Ersatzinvestitionen".

    Dieter Hildebrand und Volker Pispers haben uns belogen. Ihre Vorträge sind kein Comedy, das ist Wahrheit.

  • Wenn es dann Flüchtlingsunterkünfte werden ist plötzlich genug geld für die Renovierung und Modernisierung - z.T. Sanierung - vorhanden. Merke: Flüchtlinge sind unserem Staat mehr Wert als seine Soldaten, die ihn verteidigen sollen.

  • >> „Der Zustand ist teilweise verheerend“ >>

    Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf.

    Was für einen Zustand kann ein Haufen aufweisen, dessen Kopf FLINTEN-USCHI heißt ?

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