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Bundeswehr Verteidigungsministerin warnt vor Abzug aus Afghanistan und Irak

Annegret Kramp-Karrenbauer hält einen Abzug aus Afghanistan für gefährlich. Die Verteidigungsministerin will auch das Anti-IS-Mandat verlängern.
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Jesidische Frauen haben der Verteidigungsministerin vom schrecklichen Schicksal unter der IS-Herrschaft erzählt. Quelle: dpa
Annegret Kramp-Karrenbauer

Jesidische Frauen haben der Verteidigungsministerin vom schrecklichen Schicksal unter der IS-Herrschaft erzählt.

(Foto: dpa)

Berlin, Leipzig Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat vor einem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und dem Irak gewarnt. Sie verwies zur Begründung insbesondere auf die dortige Lage von Frauen. „Meine Sorge ist, dass wenn wir zu früh aus der Verantwortung herausgehen, dass wir dann innerhalb kurzer Zeit die alten, schrecklichen Bilder sehen werden“, sagte die CDU-Chefin am Samstag in Leipzig auf einer Veranstaltung der Frauenunion.

Dann könne es dazu kommen, dass in Afghanistan wieder Frauen gesteinigt und gehängt werden und Mädchen nicht mehr in die Schule dürfen. Die Politikerin verwies in diesem Zusammenhang auf die Debatte in den USA über einen Truppenabzug aus Afghanistan, der auch die Bundeswehr betreffen würde.

Mit ähnlichen Argumenten verteidigte die CDU-Vorsitzende auch die Absprache mit der SPD, das Anti-IS-Mandat von Tornado-Flugzeugen der Bundeswehr erneut zu verlängern. Die Jets dienen Aufklärungsflügen über Syrien und Irak im Kampf gegen die Extremistenmiliz IS. Das Mandat umfasst auch ein Tankflugzeug sowie die Ausbildung von Sicherheitskräften durch Bundeswehrsoldaten im Irak. Nach wochenlanger Ablehnung hatte SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich einer Verlängerung des am 31. Oktober auslaufenden Anti-IS-Einsatzes der in Jordanien stationierten Tornado-Flugzeuge zugestimmt.

Kramp-Karrenbauer sagte, jesidische Frauen hätten ihr vom schrecklichen Schicksal unter IS-Herrschaft erzählt. „Hier ist internationale Solidarität gefordert unter Frauen“, betonte sie.

Mehr: Auch die CDU-Vorsitzende versteht sich nun als Klimaschützerin. Im ARD-Sommerinterview kritisiert sie unter anderem billige Flugtickets.

  • rtr
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