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Bundeswirtschaftsminister Altmaier fordert größere Unabhängigkeit der europäischen Wirtschaft

Der Aufschwung der Digitalisierung durch die Viruskrise macht laut Wirtschaftsminister deutlich: Europa läuft der Konkurrenz aus den USA und China nur hinterher.
09.05.2020 - 10:21 Uhr Kommentieren
Der Bundeswirtschaftsminister warnt davor, dass Europa in Sachen Digitalisierung den USA und China nur hinterherläuft. Quelle: dpa
Peter Altmaier

Der Bundeswirtschaftsminister warnt davor, dass Europa in Sachen Digitalisierung den USA und China nur hinterherläuft.

(Foto: dpa)

Berlin Als Lehre aus der Corona-Krise fordert Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier eine größere Unabhängigkeit der europäischen Wirtschaft. „Die aktuelle Krise zeigt, dass wir einseitige Abhängigkeit vermeiden und internationale Lieferketten stärker diversifizieren müssen", sagte Altmaier anlässlich des Europatags am Samstag.

Als Beispiele nannte er die Produktion und Beschaffung medizinischer Schutzausrüstung und pharmazeutischer Grundstoffe. Nötig dafür sei eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und eine europäische Industriestrategie zur Stärkung der industriellen Basis, verbunden mit guten Rahmenbedingungen insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen.

Europa müsse aber auch die Digitalisierung vorantreiben, die durch die Krise einen Schub verliehen bekommen habe, sagte der CDU-Politiker auch mit Blick auf die EU-Ratspräsidentschaft, die Deutschland im Juli übernimmt.

„Wir müssen unsere digitale Souveränität durch den Ausbau eigener Kompetenzen in digitalen Schlüsseltechnologien sicherstellen." Derzeit laufe man Konkurrenten aus den USA und China hinterher. Zugleich müsse Europa nach der Krise noch mehr zum Ideengeber für einen sozial gerechten Strukturwandel, eine klimafreundliche Wirtschaft und eine erfolgreiche Energiewende werden.

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    „Technologien, die bereits vor der Krise ein Auslaufmodell waren, werden es nach Krise erst recht sein." Der „Green Deal" der EU müsse zu einer Wachstumsstrategie werden. Es werde aber auch eine starke Welthandelsorganisation gebraucht und ein regelbasierter internationaler Handel, mahnte Altmaier. „Denn die aktuelle Krise bedeutet keinen Abschied von der Globalisierung. Im Gegenteil, sie unterstreicht die Bedeutung von klaren internationalen Handelsregeln, an die sich alle halten müssen."

    Mehr: Die Wirtschaft braucht jetzt einen verbindlichen Konjunkturimpuls – ein Kommentar.

    • rtr
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