Business Monitor Top-Manager geben die FDP verloren

Die Liberalen verlieren ihre Kernwähler: Zwei Drittel der Topmanager sprechen der FDP eine Zukunft ab. Grund für die Misere sei die eklatante Führungsschwäche von Parteichef Rösler. Aber es gebe eine Alternative.
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Der Vorsitzende der FDP, Philipp Rösler. Quelle: dapd

Der Vorsitzende der FDP, Philipp Rösler.

(Foto: dapd)

FrankfurtDer FDP droht aus Sicht der Führungskräfte in Deutschland der Weg in die Bedeutungslosigkeit. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage, für die das Marktforschungsunternehmen Forsa im Auftrag des Handelsblatts 619 Topmanager der obersten Führungsebene vom 17. Januar bis 2. Februar telefonisch interviewt hat (Handelsblatt Montag-Ausgabe). Annähernd zwei Drittel (62 Prozent) sind der Meinung, die FDP habe keine politische Zukunft. Während bei der letzten Bundestagswahl noch 31 Prozent der befragten Manager nach eigenen Angaben FDP gewählt haben, würden das heute gerade noch zehn Prozent tun. 

„Wenn man zwei Drittel seiner Stammwähler verliert, muss man schon sehr viel falsch gemacht haben“, sagt Forsa-Chef Manfred Güllner dem Handelsblatt. Das habe schon unmittelbar nach dem großen Wahlerfolg im September 2009 begonnen, als Westerwelle das Amt des Außenministers übernahm. „In diesem Amt aber konnte und kann man wenig für die Interessen der überwiegend mittelständischen FDP-Wähler tun“, sagt Güllner. 

Die Krise der Partei ist aus Sicht der Wirtschaftselite vor allem auf das Führungspersonal der FDP zurückzuführen, das meinen 70 Prozent der Befragten. Folglich trauen sie es dem aktuellen Parteivorsitzenden Philipp Rösler nicht zu, die Partei aus der Krise zu führen: 85 Prozent der Spitzenmanager sind überzeugt, ein anderer FDP-Vorsitzender wäre besser geeignet. Wenn es einer kann, dann Rainer Brüderle, sagen 44 Prozent aus dieser Gruppe.

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10 Kommentare zu "Business Monitor: Top-Manager geben die FDP verloren"

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  • Die CDU/CSU die SPD und die Grünen nehmen das Geld der Industrie, was die FDP bis jetzt abgesahnt hat auch gern.

  • Dann flasht man vorallem täglich auf der Website des Handelsblatts herum!!! Schlechte Regie, Flash!

  • Wir brauchen keine liberale Partei! Wir leben in einer globalisierten Welt. Die liberale Marktwirtschaft lächzt bis alles privatisiert ist und dann? Wir brauchen keine liberale Partei - der NEO-liberalismus ist peinlichst gescheitert. Nun wächst sogar in den USA der Sozialismus, siehe Hilfsprogramme. Was SOLL dieses Pseudo-Affentheater von infantilen Schimpansen??

  • @Ron777
    Nein, Herr Ron, die FDP hat fertig!
    Wir brauchen eine neue, wahrhaftig liberale Partei. Die wird aus Vernunftsgründen auch gegen den Euro sein - eben weil er ein sozialistisches Umverteilungsprojekt größten Ausmaßes ist. Mit liberal hat das nichts zu tun - und Kubicki hängt seine Fahne auch nur in den Wind!
    Die FDP krepiert gerade - und ich trinke Champagner dazu!

  • Dazu steht auch in den Mittelstandnachrichten ein guter Bericht über diese Bubi-Partei.
    Rösler ist ein Blender und derart unsy<mpatisch, dass einem Westerwelle direkt schon wieder sympatisch wird.

  • Die FDP hat sich durch eine extrem schwache Führungsmannschaft ohne Profil, ohne Kompetenz und mit viel Fähnchen-Wende-Kalkül selbst in die Ecke gestellt. Dabei wäre eine starke FDP mit ihrer Wirtschaftskompetenz, Liberalität und ihrem Menschenrechtsprofil gerade in der heutigen Zeit extrem wichtig. Die EU kapert gerade die Demokratie, der Sozialismus klopft in Form von Sozialisierung der Schulden an die Tür, die Grünideologen verballern Hunderte von Milliarden mit zweifelhaften Ökoideen und wollen die Komplettbevormundung des Staates, die Bildung geht am Stock, der Politik fehlen ernsthafte und realistische Wirtschaftszukunftsmodelle. Das Internet wird unfrei, Meinungsbildung wird unerwünscht, wildgewordene Innenminister organisieren in der EU Datenmoloche und setzen Facebook & Co zudem nichts entgegen. Alles Urbeschäftigungsfelder der FDP. Wir brauchen Leute wie Kubicki...

  • An meine beiden Vorkommentare: Danke, ich habe herzlich gelacht!

  • Der Herr Rössler (und auch der Herr Westerwelle) war und ist nur eine Person, aber keine sympathische Persönlichkeit!
    Hinzu kommt, dass beide von einer Randgruppe stammen, die in der Mehrheitsgesellschaft der Deutschen leider nicht (nie!) akzeptiert werden! Sie sind beide untragbare Unpersönlichkeiten ohne Sympathiewerte! Wer beide mal aus der Nähe sieht oder deren Gesichter genauer betrachtet, möchte am schnellsten weg! Mit solchen unsympathischen Leuten kann man nicht einmal im Jahrmarkt als Gaukler einen Blumentopf gewinnen!

  • Seit sich die Partei wieder klar und deutlich zu Europa und zum Euro entschieden hat, ist und bleibt sie auch meine 1. Wahl.
    Welche Alternative hat man denn auch mit einem 7-stelligen Jahreseinkommen ?!

  • Das ist das erste Hoffnungssignal! Endlich fallen die "Freien Drei Prozent" auch in der oberen Riege aus dem Rennen. Der Wahl-ROST der DAX-Manager scheint abzubröseln. Schlimmes Zeichen für die eingerostete Managerpartei! Das Ross staubt, es ächzt, lächzt bestenfalls einen politisch letzten Orgasmus dahin. Wer jetzt? Die Linken? Oder gar,- die Grünen?

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