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Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer

Bei der Wahl zum Parteivorsitz hatte sich Annegret Kramp-Karrenbauer knapp gegen Friedrich Merz durchgesetzt.

(Foto: dpa)

CDU Diese Pläne verfolgt Kramp-Karrenbauer mit Friedrich Merz

Merz bleibt der CDU treu: Er soll Mitglied eines Beraterkreises von Parteichefin Kramp-Karrenbauer werden. Vielen in der CDU scheint das zu reichen: Massenaustritte bleiben aus.
Update: 10.01.2019 - 16:18 Uhr Kommentieren

Berlin Wenn die Führung der CDU am kommenden Sonntag in Klausur geht, kann die neue Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer zwei für sie gute Botschaften verkünden: Seit dem Bundesparteitag im Dezember, auf dem sie knapp das Rennen um die Nachfolge von Angela Merkel gegen Friedrich Merz gewonnen hatte, gab es keine Austrittswelle.

Das belegen die jüngsten Mitgliederzahlen aus der Partei, die dem Handelsblatt vorliegen. Obendrein hat sich Kramp-Karrenbauer mit Merz darauf verständigt, dass er sie künftig in der Parteiarbeit unterstützen wird.

Nach Informationen aus der Parteizentrale wird Merz in Zukunft einem von Kramp-Karrenbauer bereits eingesetzten Beraterkreis zur Sozialen Marktwirtschaft angehören und seine Expertise zu den Transatlantischen Beziehungen einbringen. Merz ist Leiter der Atlantikbrücke und war einst Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag.

Mit der Entscheidung kommt die neue Vorsitzende allen entgegen, die gefordert hatten, Merz als Repräsentant des konservativen und des Wirtschaftsflügels weiter einzubinden. Nachdem der 63-Jährige selbst nicht für das Präsidium oder den Vorstand der Partei kandidieren wollte, gab es zwischen ihm und Kramp-Karrenbauer nun nach mehreren Gesprächen in den vergangenen Tagen bis Donnerstag diese Verständigung.

Dies dürfte auch jenen Mitgliedern gefallen, die nach der Niederlage von Merz enttäuscht waren. Auch scheint die Partei offenkundig weniger polarisiert, als zunächst befürchtet worden war. Dies legen zumindest die Mitgliederzahlen nah.

Zwar liegen noch keine bundesweiten Daten vor, wohl aber für einzelne Landesverbände, in denen es viele Befürworter von Friedrich Merz gab. In Baden-Württemberg etwa hatten sich Parteichef Thomas Strobl wie auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und etliche Mittelstandspolitiker für Merz starkgemacht.

400 Austritte im Ländle

Nach Angaben des Landesverbands traten dort im Dezember insgesamt 136 Mitglieder aus politischen Gründen aus, weitere 264 verlor die Partei aus anderen Gründen wie Umzug, Karteibereinigung oder Todesfall. Zur gleichen Zeit traten 170 Mitglieder in die Partei ein.

Ein Jahr zuvor waren im Dezember 50 Mitglieder ein- und 150 ausgetreten. „Es gibt keine Austrittswelle, weil Friedrich Merz die Wahl verloren hat“, hieß es im Landesverband. Insgesamt sank die Zahl der Mitglieder um 1.500 auf rund 62.000.

Auch in Sachsen, wo sich viele mit Merz eine härtere Gangart in der Flüchtlingspolitik erhofft hatten, gab es keine nennenswerten Austritte. Nach Angaben des Landesverbands wurden 40 Eintritte und 60 Austritte registriert. Insgesamt zählt die Sachsen-CDU 10.444 Mitglieder.

Dem Heimat-Landesverband von Merz, Nordrhein-Westfalen, lagen bis Donnerstag noch keine Zahlen vor. Nach Angaben der CDU Rheinland hatte es nach der Wahl 55 Eintritte und nur 35 Austritte geben. Der Verband hat mehr als 125.000 Mitglieder.

Auf der am Sonntag beginnenden Klausur des CDU-Bundesvorstands wird Kramp-Karrenbauer erstmals mit ihrem neuen Generalsekretär, Paul Ziemiak, in größerem Rahmen auftreten. Dort sollen unter anderem zwei Arbeitspapiere verabschiedet werden, um eine Perspektive für Ostdeutschland sowie den Strukturwandel durch den Ausstieg aus der Braunkohle zu entwickeln.

Dazu gehört der Plan, Bundesbehörden vermehrt im Osten anzusiedeln. Am Montag wird der CSU-Politiker und Spitzenkandidat der EVP für die Europawahl, Manfred Weber (CSU), erwartet. CDU und CSU wollen erstmals ein gemeinsames Wahlprogramm für die im Mai stattfindende Europawahl erarbeiten. Darüber hinaus stehen zehn Kommunalwahlen sowie Wahlen in Brandenburg, Bremen, Sachsen und Thüringen bevor.

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