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CDU Friedrich Merz bringt sich für ein Ministeramt ins Spiel

Der Wirtschaftsjurist ist bereit, „wirklich mit ganzer Kraft in die Politik zu gehen“ und würde dafür auch seine Jobs in der Wirtschaft aufgeben.
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Nach der Niederlage bei der Wahl um den CDU-Vorsitz bringt er sich für einen Ministerposten ins Spiel. Quelle: Stefan Boness/Ipon
Friedrich Merz, CDU-Parteitag

Nach der Niederlage bei der Wahl um den CDU-Vorsitz bringt er sich für einen Ministerposten ins Spiel.

(Foto: Stefan Boness/Ipon)

Berlin In der CDU schien bereits vorweihnachtliche Ruhe eingekehrt zu sein. Nach der Präsidiumssitzung am Montag lautete die Botschaft der Parteispitze: Keine besonderen Vorkommnisse, alles sei nach dem hitzigen Machtkampf um den Vorsitz auf dem CDU-Parteitag in Hamburg sehr entspannt verlaufen.

Das dürfte sich nun ändern. Friedrich Merz bringt sich selbst indirekt für einen Ministerposten ins Spiel. In einem Interview mit der FAZ sagte der Wirtschaftsjurist auf die Frage, ob er sich ein Amt als Bundesminister vorstellen könne: „Ein solches Amt würde ich mir aufgrund meiner Erfahrungen in Wirtschaft und Politik zutrauen.“

Dies liege aber nicht in seiner Hand, sondern sei Sache der Kanzlerin. „Wir werden nach dem erneuten Gespräch im neuen Jahr weitersehen.“

Es ist wahrscheinlich nicht das erste Mal, dass Merz seine Bereitschaft erklärt, in ein Kabinett von Angela Merkel einzutreten. Bereits im Jahr 2005 soll Merz der Kanzlerin schriftlich angeboten haben, in ihr Kabinett einzutreten. Angeblich blieb diese Offerte immer unbeantwortet.

Wirtschaftsminister Merz?

Im Frühjahr könnte tatsächlich eine Kabinettsumbildung anstehen. Bundesjustizministerin Katarina Barley wechselt ins EU-Parlament. Es gibt auch immer wieder Spekulationen, dass Innenminister Horst Seehofer sein Amt aufgibt. Bei der CDU gelten Bildungsministerin Anja Karliczek und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen als Austauschkandidatinnen.

Der Wirtschaftsflügel der CDU sähe Merz gerne im Amt des Bundeswirtschaftsministers. Dort sitzt allerdings Peter Altmaier, der die doppelte Rückendeckung von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer und Kanzlerin Merkel genießt.

Merz war jüngst denkbar knapp mit 18 Stimmen Unterschied auf dem CDU-Parteitag im Kampf um den Parteivorsitz unterlegen. Mit Gewinnerin Kramp-Karrenbauer traf er sich danach bereits zu einem ersten Gespräch, nun soll ein zweites folgen.

Bislang war immer nur von einem Beratergremium oder einer Kommission die Rede, die Merz leiten solle. Zudem sei über seine Präsenz bei den anstehenden Wahlen in Ostdeutschland gesprochen worden.

Druck auf Merkel

Merz setzt nun einen anderen Akzent. Er ist darauf bedacht, nicht noch einmal als derjenige zu gelten, der seiner Partei den Rücken gekehrt hat. Merz verabschiedete sich 2009 aus der aktiven Politik, nachdem Merkel ihn 2002 als Fraktionsvorsitzenden abgelöst hatte.

Im innerparteilichen Kampf um den Parteivorsitz wurde ihm diese Tatsache von seinen Konkurrenten Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn indirekt vorgeworfen. Er habe sich damit zu sehr aus dem Parteiengagement zurückgezogen. Merz erhöht nun mit seinen Äußerungen den Druck auf Merkel und Kramp-Karrenbauer, ihn eng einzubinden.

Merz beteuerte in dem Interview, dass er sein Angebot an die CDU-Spitze noch einmal erneuert habe, „wirklich mit ganzer Kraft in die Politik zu gehen und dafür auch meine bisherige berufliche Tätigkeit aufzugeben“. Das sei sein Angebot auf dem Parteitag gewesen, und das sei auch jetzt immer noch so, sagte er. Daraus lässt sich ein Angebot an die CDU lesen, dass Merz wieder Vollzeit Politik machen möchte.

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