CDU-Kampfansage „Wir wollen die AfD unter drei Prozent zu drücken“

„Mit Herzblut und Sachverstand” will die CDU für Europa werben. So will Vize-Vorsitzende Armin Laschet den Einzug der Alternative für Deutschland verhindern. Doch die Partei blickt nicht nur auf Europa.
56 Kommentare
Die CDU will hoch hinaus: Mit genügend eigenen Stimmen hofft Armin Laschet (Foto), die AfD aus dem EU-Parlament halten zu können. Quelle: dpa

Die CDU will hoch hinaus: Mit genügend eigenen Stimmen hofft Armin Laschet (Foto), die AfD aus dem EU-Parlament halten zu können.

(Foto: dpa)

BerlinIm Europawahlkampf will sich die CDU darum bemühen, dass die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) nicht ins EU-Parlament einzieht. Der CDU-Vizevorsitzende Armin Laschet sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin, seine Partei werde einen „dezidiert europafreundlichen Kurs“ fahren und mit Herzblut, Leidenschaft und Sachverstand für die Einheit Europas werben. „Wir haben das Ziel, die Anti-Europäer von der AfD unter drei Prozent zu drücken“, fügte er mit Blick auf die gesenkte Hürde für den Einzug ins Europaparlament hinzu. „Es wäre schädlich, wenn die ins Europäische Parlament kämen. Sie wären keine guten Vertreter Deutschlands, da sie mit ihrer D-Mark-Nostalgie massiv deutsche Interessen und deutsche Arbeitsplätze gefährden.“

Ferner sollte die bei der Bundestagswahl erfolgreiche CDU nach Laschets Worten nun in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen an frühere Wahlsiege anknüpfen. „Das Wichtige ist, dass die CDU (...) auch wieder die Mehrheiten in den Ländern zurückgewinnt“, sagte er. Er habe mit seinen beiden Stellvertreter-Kollegen Thomas Strobl (Baden-Württemberg) und Julia Klöckner (Rheinland-Pfalz) eine enge Zusammenarbeit vereinbart.

Laschet ist seit Dezember in NRW nicht nur Partei-, sondern auch Fraktionschef. „Für mich bietet das neue Amt als Fraktionschef die Chance, mich auf das Land zu konzentrieren und Partei und Fraktion zusammenzuführen. (...) Das erleichtert die Oppositionsarbeit.“ Er wolle eine Alternative zu Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) für die Landtagswahl 2017 sichtbar machen. Auf die Frage, ob er dann Spitzenkandidat der CDU werde, sagte er: „Die Spitzenkandidatur werden wir 2016 festlegen.“

  • dpa
Startseite

Mehr zu: CDU-Kampfansage - „Wir wollen die AfD unter drei Prozent zu drücken“

56 Kommentare zu "CDU-Kampfansage: „Wir wollen die AfD unter drei Prozent zu drücken“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die AfD als D-Mark-Nostalgiker zu bezeichnen zeugt doch nur davon, dass der CDU nichts anderes einfällt als zu diffamieren und bewusst Desinformation zu betreiben. Ein Blick in das Programm der AfD erleichtert die Urteilsfindung. Die AfD fordert den Austritt der Krisenländer aus dem Euro gerade um die Spaltung Europas zu verhindern. Außerdem ist es ein Unding, Europa mit der Eurozone gleichzusetzen. Zählen denn z.B. Großbritannien, Dänemark und Schweden nicht zu Europa?
    Fakt ist: Griechenland ist pleite und wird weiter munter durch die EZB finanziert. Und wer haftet mit 27 %? Das ist eine Ungeheuerlichkeit. Es wird Zeit, dass eine Partei mit ökonomischen Sachverstand ins EU-Parlament zieht, die zudem den Mut zur Wahrheit hat. Ich hoffe, dass die AfD deutlich über die Fünfprozentmarke kommt. Deutschland und Europa brauchen eine neue, vernunftbegabte politische Kraft.

  • @Heinz-Herbert

    sie sind doch schon einer der bezahlten Trolle aus Brüssel, welcher hier und auf anderen Seiten sein "Unwesen" treibt und für "politische Stimmungsmache" bezahlt wird ! Gehen sie einen seriösen Job nach !

  • Mit welchen Inhalten will die CDU denn in den Kampf gegen die AfD ziehen?

    Ich zitiere mal Schlagzeilen der vergangenen Wochen bezüglich der CDU:

    "Union will niedrige Hürden für Wechsel in Wirtschaft" FAZ 12.01 Pofalla lässt grüßen.

    "McAllister wird Spitzenkandidat für Europawahl"

    Also nochmal, wo sind denn da die INHALTE??

  • @Jens
    Ich stimme Ihnen zu. Und sehr viele aus meinem Umfeld auch. Selbständige, Kleinunternehmer, Mittelständler, die Verantwortung für ihre Mitarbeiter tragen. Laschet hat noch immer das demokratische System nicht verstanden. Falls er in NRW Frau Kraft ablösen will, sllte er nicht so populistische Eigentore schießen. Und Strobel - ist er als Nachfolger in BW gedacht (Schäubles Schwiegersohn - wenn ich recht erinnere).
    Die AfD m u s s in's EU Parlament kommen, um sich all die Posten-Besatzer und ihren anti-europäischen Unsinn, den sie verzapfen, mal ökonomisch zu evaluieren.

  • Herr Laschet ist offenkundig in der falschen Partei.

    Sein Demokratieverständnis ist nicht besonders ausgeprägt. Ich denke, in einer linken Partei wäre er besser aufgehoben.

  • "AfD soll nicht ins EU-Parlament einziehen"

    "N_K
    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich."

    Die Zehn Gebote ohne jeglichen Kommentar anzuführen ist "unsachlich"?
    Redaktions-Komiker: Lassen Sie sich auf Ihren Geisteszustand überprüfen!

  • Dann wählen wir die AFD jetzt erst recht.
    Die CDU wird docvh eh nur von "Alt-Wählern" gewählt die noch die "gutenTaten" von früher im auge haben oder generell Taub Stumm und Blind sind..

  • @Markus: Da stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu. Es wird Zeit, dass das bisherige Berufspolitikertum, das sich den Staat immer wieder zur lukrativ dotierten Beute macht, in ihre Schranken verwiesen wird. Die neue Konkurrenz wird das Geschäft beleben - endlich. Laschet und andere müssen wirklich Angst haben, sonst würden sie sich nicht so verhalten!

    @Heinz-Herbert:
    Natürlich ist es Ihnen unbenommen, die (unbedeutende) NPD zu wählen. Aber was die AfD auf keinen Fall benötigt, ist Zustimmung und Applaus von der falschen Seite - nämlich von der NPD und anderen vergleichbaren Organisationen. Das, was diese Gruppen nie schafften, wollen sie nun über den Umweg über die AfD erreichen. Das wird aber an Bernd Lucke und anderen echten Aufrechten scheitern! Insofern ist Lucke das genaue Gegenteil von schwach. Das, was Sie und andere noch lernen werden, ist, dass mit Herrn Lucke und anderen Verantwortungsträgern ein Typus Politiker die Bühne betritt, der völlig anders ist als der bisherige Typus: nämlich intelligent, sympathisch, ehrlich, hochkompetent, unideologisch und sachorientiert.

  • Es gibt in Deutschland Menschen, die die jetzige Europolitik ablehnen und es ist wichtig (und nebenbei auch demokratisch), wenn diese Menschen auch eine Stimme und eine politische Vertretung haben.

    Andersrum: Wenn Parteien auf Biegen und Brechen verhindern wollen, dass eine andere Partei ins Parlament gelangt, dann wollen sie im Grunde Bürgern mit bestimmten Ansichten ihr Mitbestimmungsrecht verwehren. Das finde ich eine Sauerei und ein subjektiv empfundenes höheres Ziel heiligt nicht die Mittel

  • Ex-Bankangestellte

    Ich wähle seit vielen Jahren die NPD, weil die bislang immer die einzigen waren die deutsche Interessen vertreten haben. Aber jetzt habe ich mal an einer AfD-Veranstaltung teilgenommen und war angenehm überrascht wieviele Patrioten dort zusammen waren. Mir gefällt auch, dass neben der Einführung der DM oder eines Nordeuro nur für vier starke Länder der ungehemmte Ausländerzuzug in die Sozialkassen abgewehrt werden soll. Wichtig auch, dass die deutschen Interessen im Vordergrund gestellt werden. Und der Parteivorsitzende Lucke ist zwar schwach, aber durch den Zugang von Henkel glaube ich, dass da jetzt ein anderer Wind einzieht. Der trifft genau den Ton um Deutschland aufzuwecken. Ich hoffe, dass meine Kameraden in der NPD erkennen, dass wir bei den Europawahlen keine Chance haben und dann die AfD wählen, ich werde jedenfalls dafür werben. Und dann muß man mal sehen wie sich das weiterentwickelt.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%