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CDU-Machtkampf Schäuble unterstützt Merz und nicht seinen Ziehsohn Spahn

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hatte großen Anteil an der Kandidatur von Friedrich Merz. Ihm traut er den CDU-Vorsitz zu, Jens Spahn noch nicht.
02.11.2018 - 15:00 Uhr 3 Kommentare
Wolfgang Schäuble unterstützt Friedrich Merz und nicht Jens Spahn Quelle: Imago
Spahn und Schäuble

Wolfgang Schäuble gilt schon seit längerem als Förderer von Jens Spahn.

(Foto: Imago)

Berlin Friedrich Merz hat einen mächtigen Verbündeten im Kampf um den CDU-Vorsitz. Nach Informationen des Handelsblatts aus Parteikreisen hat sich Merz in den vergangenen Monaten immer wieder mit Wolfgang Schäuble abgesprochen, wie der Führungswechsel gelingen könnte und welche Politik die CDU wieder stark machen würde.

In kleiner Runde sprach sich der Bundestagspräsident Wochen vor der Hessenwahl am vergangenen Sonntag eindeutig für seinen Freund Friedrich Merz aus – und gegen seinen Ziehsohn Jens Spahn. Dem Gesundheitsminister bescheinigt Schäuble zwar ein großes politisches Talent, er hält ihn aber noch nicht reif genug für ganz große Ämter. Merz hat in den Augen Schäubles dagegen das Format und den Intellekt, die Partei und das Land zu führen.

Schäuble zählt damit zu den wenigen, die in Merz' Plan eingeweiht waren, die Macht in der CDU zu erobern. Schäuble öffnete dem konservativen Rebellen Merz Türen, gab ihm Ratschläge und organisierte Unterstützung. Nach Informationen des Handelsblatts hat Merz mit Gesundheitsminister Jens Spahn am Dienstag längere Zeit gesprochen.

Doch Spahn denkt nicht daran, seine Bewerbung zurückzuziehen. Er ist fest entschlossen, gegen Merz in die Kampfabstimmung zu gehen. „Jens Spahn hat schon mehrere Wahlen knapp gewonnen. Er hat keine Angst, gegen Merz anzutreten“, sagt ein Vertrauter des Gesundheitsministers.

Auch nach Informationen des „Spiegel“ riet Schäuble Merz schon seit geraumer Zeit, sich auf die Nachfolge von Angela Merkel vorzubereiten und bestärkte ihn in diesem Vorhaben. Spätestens bis zum Nachmittag am Tag der Hessenwahl müsse Merz für sich geklärt haben, ob er antreten wolle, riet Schäuble. Zudem verschaffte er Merz Termine, um seine Kandidatur in christdemokratischen Kreisen in Deutschland und Europa vorzubereiten und seine Chancen auszuloten.

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3 Kommentare zu "CDU-Machtkampf: Schäuble unterstützt Merz und nicht seinen Ziehsohn Spahn"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Noch ist offen, ob er demnächst die Schwarzen rocken wird, der Mann von BlackRock. Da gibt es einen Medien-Hype, der abbrechen könnte. Und den Faktor Neid, dem sich viele Erfolgreiche ausgesetzt sehen.

    Doch schon jetzt verbinden sich mit Merz viele Hoffnungen: Er „kann Wirtschaft“!

    Und könnte er nicht auch unser Parteiensystem stabilisieren? Mit mehr Platz für beide Volksparteien? Mit Gegenwind für AfD, aber auch Grüne? Und mit einer neuen Harmonie von CDU und CSU?

  • Herr Peter, Guter Kommentar!

  • Es ist wichtig, dass ein Mensch, der sich in der Welt der Wirtschaft bewegt, der Berater und Aufsichtsrat ist, der eine gute juristische Ausbildung hat, den CDU-Vorsitz übernimmt.
    Herrn Merz kann man nichts vormachen. Irgendwelche Tricksereien oder Betrügereien wie die Cum-Ex Geschäfte kann Herr Merz FRÜHZEITIG unterbinden, weil er das Geschäft, die Finanzwelt versteht.
    Mit Herrn Merz wird die CDU nach dem Abgang Merkels wieder beim Wähler großen Anklang finden.

    P.S.: Falls Merkel vor der EU Wahl 2019 noch Kanzlerin ist, kommt es noch nicht zu einem Aufschwung der CDU. Der Neuanfang, den die CDU bitter benötigt, sollte SOFORT eingeleitet werden. Merkel war bestimmt sehr fleißig, doch seit Fukushima war ich nicht mehr mit ihr zufrieden, sie hat nur überreagiert, emotional, ideologisch, ohne Sinn und Verstand. Genauso in der Flüchtlingskrise.

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