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CDU-Machtpoker in NRW Röttgens Herz hängt nicht an der Bundespolitik

Norbert Röttgen will mehr als nur Bundesumweltminister sein. Er will Landesvorsitzender und Spitzenkandidat der nordrhein-westfälischen CDU werden. Am Dienstag kündigte Röttgen eine Kampfkandidatur gegen den bisherigen Kandidaten Armin Laschet an und forderte eine Mitgliederbefragung in der NRW-CDU.
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HB BERLIN. "Hierin sehe ich eine gute Grundlage für einen glaubwürdigen Start nach der bitteren Niederlage bei der Landtagswahl", schreibt er in dem Brief, der unter anderem an die CDU-Kreis - und Bezirksvorsitzenden sowie die Landtagsfraktion ging. Ausdrücklich betonte Röttgen seine Bereitschaft, auch als CDU-Spitzenkandidat bei der nächsten Landtagswahl anzutreten. Dies sei für ihn "selbstverständlich".

Indirekt übte der Bundesumweltminister Kritik an dem Dreierbündnis von CDU-Landespolitikern, das sich in Düsseldorf formiert hat. So hatte der frühere NRW-Integrationsminister Laschet bei einem gemeinsamen Auftritt mit CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid sowie Fraktionschef Karl-Josef Laumann seine Kandidatur für den Landesvorsitz erklärt. "Ich finde, die Mitglieder sollten entscheiden, anstatt dass einige wenige Personen Posten unter sich aufteilen", schreibt Röttgen. Die CDU sei "mehr als ein Verein zum Gewinnen von Wahlen und Ämtern".

Ausdrücklich widersprach er zudem der Argumentation des Düsseldorfer Trios, dass der CDU-Landesvorsitzende nicht aus Berlin kommen könne. Für einen Erfolg der CDU würden alle gebraucht. "Darum gibt es nach meiner Meinung auch weder eine 'Landeslösung' noch eine "Bundeslösung', sondern nur eine NRW-Lösung für den Landesvorsitz." Am Mittwoch will Röttgen nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub bei einem Auftritt in Düsseldorf seinen Schritt persönlich begründen.

Die "Bild"-Zeitung zitierte seinen Konkurrenten Laschet am Dienstag mit den Worten: "Ich nehme das so hin, jetzt sind wir eben zu zweit." Er wolle die Kandidatur nicht bewerten, kündigte aber einen fairen Wahlkampf an. Laschet und Röttgen gelten als befreundet und vertreten beide einen Kurs der Modernisierung der CDU. Röttgen hatte sowohl Laschet als auch den bisherigen Landesvorsitzenden Jürgen Rüttgers zuvor telefonisch informiert, dass er im Rennen um den Landesvorsitz antreten will.

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