Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Ministerpräsident Daniel Günther

Günther unterstützte im Rennen um den CDU-Vorsitz Kramp-Karrenbauer.

(Foto: dpa)

CDU Ministerpräsident Günther: „Was aus Friedrich Merz wird, ist mir nicht wichtig“

Die Debatte um die künftige Rolle von Friedrich Merz beschäftigt die CDU. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther ist dessen Zukunft egal.
2 Kommentare

DüsseldorfNicht nur in der CDU werden zwei Fragen zurzeit häufig gestellt: Wann übergibt Angela Merkel die Kanzlerschaft an die neue Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer? Und was wird aus Friedrich Merz? Dessen gemeinsamer Auftritt mit AKK im sauerländischen Elslohe hatte zuletzt für viel Aufmerksamkeit gesorgt.

Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein und CDU-Präsidiumsmitglied, interessiert sich offenbar ziemlich wenig für die Zukunft des früheren Unionsfraktionschefs. „Ich gehöre nicht zu denen, denen besonders wichtig ist, was aus Friedrich Merz wird“, sagte er im Interview mit der „Welt“. Im Wettbewerb um den CDU-Vorsitz hatte Günther sich im Dezember 2018 für Kramp-Karrenbauer als neue Parteichefin ausgesprochen.

Im Hinblick auf seine Partei sind dem 45-Jährigen andere Dinge wesentlich wichtiger – zum Beispiel die Frage, wie die CDU wieder ein wirtschaftliches Profil bekommen könnte. „Das vermissen viele Mittelständler, viele Vertreter unseres Wirtschaftsflügels schon seit Jahren. Wir haben da eine offene Flanke. Die muss dringend geschlossen werden.“

Vor allem in der Energiepolitik sieht Günther ein Feld, auf dem sich die CDU profilieren könnte. Es müsse möglich sein, überschüssige Stromkapazitäten zu bezahlbaren Bedingungen zu nutzen. Die Umwandlung von Strom in Wasserstoff, die Nutzung von Landstrom in unseren Häfen werde durch das Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) verhindert, so Günther. „So verzichten wir auf sinnvolle Innovationen, obwohl es im Koalitionsvertrag anders vereinbart ist.“

Eine Neubesetzung des Amtes des Wirtschaftsministers hält Günther derweil trotzdem nicht für sinnvoll. „Ich denke, dass es der Wirtschaft völlig egal ist, wer welches Amt besetzt. Entscheidend ist, dass wir Leistung bringen. Darauf sollten wir uns konzentrieren“, sagte Günther.

Die Kritik aus der Wirtschaft beziehe sich nicht nur auf Amtsinhaber Peter Altmaier. „Die Wirtschaft ist mit der Arbeit der Großen Koalition nicht zufrieden. Die Unternehmen haben gesehen, dass wir im ersten Jahr dieser Koalition sehr viel Geld für nicht ganz so bedeutende Dinge ausgegeben haben.“ Merz war zuletzt in verschiedenen Medienberichten als möglicher Altmaier-Nachfolger ins Gespräch gebracht worden.

In dem Interview mit der „Welt“ spricht sich Günther, der in Schleswig-Holstein gemeinsam mit FDP und Grünen regiert, auch für eine Jamaika-Koalition im Bund aus. „Wir hätten sicherlich eine andere, positivere Stimmung in Deutschland, wenn uns Jamaika auch auf Bundesebene gelungen wäre“, sagte er.

Von Personaldebatten hält Günther nicht nur im Hinblick auf Merz und Altmaier wenig. Auf die Frage, ob Kramp-Karrenbauer im Laufe der Legislaturperiode das Kanzleramt übernehmen sollte, entgegnete er: „Das ist eine Debatte, die uns nicht weiterbringt. Dazu bräuchte es die Stimmen der SPD, die sehe ich nicht.“ Die Koalition und die Kanzlerin arbeiteten erfolgreich. Insofern sei es klug, die Legislaturperiode „mit Angela Merkel zu Ende zu führen“.

Brexit 2019
Startseite

Mehr zu: CDU - Ministerpräsident Günther: „Was aus Friedrich Merz wird, ist mir nicht wichtig“

2 Kommentare zu "CDU: Ministerpräsident Günther: „Was aus Friedrich Merz wird, ist mir nicht wichtig“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Herr Peter, mit Ihrem Kommentar bin ich voll zufrieden und kann mich diesen nur voll anschließen

  • " sehr viel Geld für nicht ganz so bedeutende Dinge ausgegeben"
    damit sagen Sie, sehr geehrter Herr Günther, dass man für IDEOLOGIEN Geld verschwendet hat. Diese Verschwendung zeichnet die Regierenden seit Jahren aus, besonders in Berlin!
    Zu AKK - Wie kann man AKK Wirtschaftskompetenz unterstellen? Wenn man Wirtschaftskompetenz sucht, dann würde man doch wohl bei Friedrich Merz fündig!

    Im Übrigen ist die CDU eine Art Seilschaftsverein geworden - Kompetenz? unwichtig - Beispiel ist die Wahl des CDU Vorsitzes im Dezember 2018: Spahn lässt AKK auf einer Nikolausfeier am Vorabend auftreten, AKK wird gewählt, als Dank wird Spahns Freund Siomiak CDU Vize.... ein abgekartetes Spiel - dummerweise leicht durchschaubar - mit enormen Schaden für die CDU verursacht durch Spahn! Spahn kompetent? NEIN!

    Friedrich Merz Zukunft ist mir nicht egal, Spahns, Soimiaks, AKKs, Merkels schon.

    Ihre Zukunft, sehr geehrter Herr Günther? Ich kenne Sie zuwenig, da habe ich noch keine Meinung. Die Power to Gas Idee geht in die richtige Richtung.... mal sehn ... und bitte nicht der EAuto - Ideologie hinterherhecheln, durchrechnen und dann kommt man auf Hybride mit Reichweite von 70-100 km.