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CDU-Politiker Merz will, dass Staat Verpflichtung zu privater Altersvorsorge prüft

Die Aktionärsquote ist in Deutschland niedriger als in anderen westlichen Industrienationen. Friedrich Merz fordert nun eine neue Kultur des Aktiensparens.
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Der Wirtschaftsexperte sieht ein Problem in der niedrigen Aktionärsquote der Deutschen. Quelle: Reuters
Friedrich Merz

Der Wirtschaftsexperte sieht ein Problem in der niedrigen Aktionärsquote der Deutschen.

(Foto: Reuters)

BerlinDer CDU-Politiker Friedrich Merz hat sich für eine verpflichtende private Altersvorsorge in Deutschland ausgesprochen. Wegen der niedrigen Anzahl an Aktionären in Deutschland „arbeiten Millionen deutscher Beschäftigter in börsennotierten Aktiengesellschaften, deren Erfolg von Millionen ausländischer Aktionäre vereinnahmt wird“, schreibt der stellvertretende Präsident des Wirtschaftrates der CDU in einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung „Die Zeit“.

Deshalb müsse es eine „neue Kultur des Aktiensparen geben“. „Ich bin, anders als früher, heute auch der Auffassung, dass der Gesetzgeber eine Verpflichtung zur privaten, kapitalmarktorientierten Vorsorge für das Alter ernsthaft prüfen sollte, in welcher Form auch immer“, ergänzt Merz. Der CDU-Politiker wird als möglicher Wirtschaftsminister gehandelt, sollte CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer Bundeskanzlerin werden. In den vergangenen Tagen hatte er sich auch aktiver in die Klimaschutzdebatte eingeschaltet und davor gewarnt, dass die CDU dabei den Grünen nacheifert.

Merz ist Aufsichtsrats-Vorsitzender der Fondsgesellschaft Blackrock Deutschland, einem Ableger des weltgrößten Vermögensverwalters. Die Debatte über eine stärkere Beteiligung der Deutschen am Aktienmarkt gibt es seit Jahren und hat sich in Zeiten extrem niedriger Sparzinsen verstärkt.

Merz verweist darauf, dass die Zahl der Aktionäre dennoch 2018 nur um 200.000 auf über zehn Millionen zugenommen habe. Dies ist unter dem Durchschnitt anderer westlicher Industrieländer. Immer wieder war auch diskutiert worden, ob die Bundesregierung nicht wie in anderen Ländern etwa Lebensversicherungen einen höheren Investitionsanteil an Aktien erlauben sollte, um die Rendite für ihre Kunden zu erhöhen.

Mehr: Im Interview mit dem Handelsblatt spricht Friedrich Merz über die Zukunft von Union und SPD, eine CO2-Steuer und darüber, wie er die Grünen stellen will.

  • dpa
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2 Kommentare zu "CDU-Politiker: Merz will, dass Staat Verpflichtung zu privater Altersvorsorge prüft"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Der CDU-Politiker Friedrich Merz hat sich für eine verpflichtende private Altersvorsorge in Aktien in Deutschland ausgesprochen.
    Hier sollte Hr. Merz deutlich weiter gehen. Die Arbeitgeberbeiträge zur RV sollten dem Arbeitnehmer direkt ausbezahlt werden und die RV im Gegenzug abgeschafft werden.
    Der Staat finanziert für jeden Bürgern aus Steuergeldern eine Grundrente knapp über dem Sozialhilfeniveau.
    Im Gegenzug wird der Arbeitnehmer verpfichtet zum Aktiensparen. Die eingesparten RV-Beiträge samt AG-Anteil werden in ETF's, Fond's direkt vom AG angelegt, die Weltweit anlegen. Eine Rentenzahlung darf nicht vor dem 60 Lebensjahr erfolgen, die Anlage bleibt immer dem Anleger sein Eigentum und ist vererbbar.
    Die Renten aus diesen Investments führen zu einer weit aus höheren Rente als heute üblich und dürfte bei dem 2 - 3-fachen liegen.
    In anderen Ländern gibs es so was ähnliches, und zwar einen Staatsfond der in Aktien/Anleihen anlegt und bei dem jeder Bürger ein Dopot hat, ohne Zugriffsrechte der Politik auf dieses Vermögen. Der Erfolg dieses Modell's ist gigantisch.
    Nur zur Info, die Bundesregierung zweckentfremdet jährlich Gelder der RV von 13-20 Mrd. euro, es sind die besagten versicherungsfremden Leistungen. Wir werden demnächst die 1000 Mrd. Euro Marke überschreiten seit Umstellung der Rente unter Adenauer. Da sind mir die Verwaltungsgebühren der Fondsverwalter lieber, denn wir haben dann eine Win-Win-Situation mit einem doppelten oder dreifachen Win beim Beitragszahler/Kunden. Nur wer aus Neid dem Fondsverwalter seine Verwaltungsgebühren nicht gönnt und damit auch nur 1/3 Rente hat der schneidet sich selbst ins Fleich. Aber Neid ist oftmals stärker als Vernunft.

  • Der Lobbyist Merz fordert also, dass Fondsverwalter noch mehr (und vor allem staatlich garantierte) "Verwaltungsvergütungen" abgreifen können.

    Eine "private Altervorsorge" ist Seitens der Verwaltungskosten vielfach teurer als die gute alte Umlagerente.
    Genau deshalb wollen Leute wie Merz die Umlagerente zerstören: Damit seine Kumpels mehr Boni bekommen.

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