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CDU-Spitze So wehrt Jens Spahn die Rufe nach seiner Kandidatur ab

Seine Unterstützer heben den Gesundheitsminister wieder auf den Kandidatenschild für die CDU-Spitze. Doch Spahn weiß, dass nicht alle in der Partei ihn lieben.
26.07.2020 - 13:27 Uhr 1 Kommentar
Der Gesundheitsminister ist geduldig geworden. Quelle: imago images/photothek
Jens Spahn

Der Gesundheitsminister ist geduldig geworden.

(Foto: imago images/photothek)

Berlin Dem Westfalen Jens Spahn wird nachgesagt, bereits frühzeitig den Ehrgeiz für Höheres entwickelt zu haben. Schnell aber haftete ihm der scheinbare Makel an, doch noch jung zu sein und warten zu können. Geduld aber gehörte in jüngeren Jahren nicht zu Spahns positiven Eigenschaften, weshalb der einst mit 22 Jahren jüngste Bundestagsabgeordnete den Stempel „ehrgeizig“ gut sichtbar trägt.

Vor zwei Jahren verpasste Spahn den Sprung an die CDU-Spitze, seinerzeit deutlich gegen Friedrich Merz und Annegret Kramp-Karrenbauer. Er hatte als Außenseiter respektabel gekämpft und versucht, mit Zukunftsthemen zu überzeugen.

Die Niederlage hat ihn geprägt. Bei der neuerlichen Kandidatensuche stellte er sich frühzeitig an die Seite seine Landesvorsitzenden Armin Laschet, Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen, anstatt ihn offen herauszufordern. Es schien ein guter Schachzug im Rennen gegen Merz und den Außenpolitiker Norbert Röttgen zu sein.

Das alles fand vor Corona statt. Inzwischen hat Spahn als Bundesgesundheitsminister sein Bild als Mann der Exekutive gezeichnet. Seither loben ihn die einen als guten Krisenmanager und heben ihn deshalb wieder auf den Kandidatenschild für den im Dezember auf dem Bundesparteitag vorgesehenen Wechsel an der CDU-Spitze. Allerdings verbinden seine Unterstützer dies mit dem Wunsch, Spahn möge dem CSU-Chef und bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder angesichts guter Umfragewerte Platz machen.

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    Doch gibt es in der CDU genügend andere, die Söder eher als Hallodri betrachten denn als einen guten Kanzlerkandidaten der Unionsfamilie. Und auch bei Jens Spahn merken sie Fehler im Krisenmanagement an – verbunden mit dem Hinweis, dass eben wegen der erheblichen Defizite im von Spahn verantworteten Gesundheitswesen erst die dramatischen Einschränkungen im gesellschaftlichen Leben nötig gewesen seien, er also alles andere als der Manager der Krise, sondern eher einer der Verursacher sei. Spahn hat bereits früh angemerkt, dass es nach der Krise viel zu verzeihen geben werde.

    Spahn ist geduldig geworden

    Nachdem nun die Rufe nach ihm wieder lauter wurden, stellte er schnell klar, dass er bewusst mit Armin Laschet „im Team ein Angebot an die Partei“ mache. Es gehe darum, dass „Zusammenhalt auch an der Spitze gelebt wird“. Dieser fehlte Kramp-Karrenbauer und war der Grund, warum sie nach nur gut einem Jahr ihren Rücktritt angekündigt hatte.

    Spahn ist geduldig geworden. Helmut Kohl war einst mit 52 Jahren jüngster Kanzler, es folgte Angela Merkel mit 51. Spahn zählt 40 Jahre. Seine Aufgabe sieht er heute in der Bewältigung der Coronakrise. Alles andere ergibt sich danach.

    Mehr: Wie die CDU-Spitze eine Kampfkandidatur zwischen Laschet und Merz verhindern wollte

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    1 Kommentar zu "CDU-Spitze: So wehrt Jens Spahn die Rufe nach seiner Kandidatur ab"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wer bitteschoen will denn von allen geliebt werden? Spahn ist ein guter Mann, aber es ist
      noch zu frueh. Ich hoffe, dass er beim uebernaechsten Mal drankommt.

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