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CDU-Vorsitz Kramp-Karrenbauer liegt bei Bundesbürgern deutlich vor Merz

Um den CDU-Vorsitz gibt es einen Dreikampf. Doch eine Umfrage zeigt: Geht es nach den Bundesbürgern, gibt es einen klaren Favoriten.
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42 Prozent der Befragten halten Kramp-Karrenbauer für glaubwürdig – Merz dagegen nur 15. Quelle: dpa
CDU-Regionalkonferenz Berlin Brandenburg

42 Prozent der Befragten halten Kramp-Karrenbauer für glaubwürdig – Merz dagegen nur 15.

(Foto: dpa)

KölnFür den künftigen CDU-Vorsitz ist Annegret Kramp-Karrenbauer nach Einschätzung der Bundesbürger besser geeignet als Friedrich Merz. Da Jens Spahn beim Kampf um die Nachfolge Angela Merkels als aussichtslos gilt, hat das Meinungsforschungsunternehmen Forsa im Auftrag von RTL und NTV ermittelt, welche Eigenschaften die Bundesbürger mit Kramp-Karrenbauer und Merz verbinden.

42 Prozent halten Kramp-Karrenbauer für glaubwürdig (Merz: 15 Prozent), 41 Prozent für sympathisch (Merz: 9Prozent), 41 Prozent für bodenständig (Merz: 10 Prozent). Ein Drittel der Befragten (35 Prozent) glaubt, dass Kramp-Karrenbauer weiß, was die Bürger bewegt – von Merz glauben das nur 11 Prozent. Nur bei zwei Eigenschaften wird Merz besser bewertet als Kramp-Karrenbauer: 44 Prozent halten ihn für führungsstark (AKK: 21 Prozent), 63 Prozent sind sicher, dass er „etwas von Wirtschaft versteht“ (AKK: 7Prozent).

Allerdings ist ein Viertel der Deutschen (25 Prozent) überzeugt, dass Merz „Werte von gestern“ vertritt (AKK: 16Prozent). Nur 8 Prozent halten Merz für modern (AKK: 17 Prozent). 31 Prozent empfinden Merz als „unangenehm“ (AKK: 8 Prozent). Die CDU-Wähler urteilen über die beiden Kandidaten ähnlich wie die Gesamtbevölkerung. Merz gilt auch bei ihnen als führungsstärker (62 gegenüber 33Prozent) und als kompetenter in Wirtschaftsfragen (78 gegenüber 10Prozent).

Dafür gilt Kramp-Karrenbauer als weitaus glaubwürdiger, sympathischer und bodenständiger als ihr Konkurrent. Männer und Frauen sind sich in ihrem Urteil über Kramp-Karrenbauer weitgehend einig, Merz dagegen wird von Frauen durchweg schlechter bewertet als von Männern.

Friedrich Merz hat versprochen, er werde als neuer CDU-Chef die Zahl der AfD-Wähler halbieren und der Union wieder einen Wähleranteil von 40 Prozent erobern. Doch über 70 Prozent der Bundesbürger und 67 Prozent der CDU-Wähler sind sicher: Das schafft er beides nicht. Auch sein Versprechen, er könne der CDU zu einem „Aufbruch“ und einer „Erneuerung“ verhelfen, nehmen Merz 68 Prozent der Bundesbürger und 59 Prozent der CDU-Wähler nicht ab.

Die Skepsis gegenüber Merz erweist sich auch in der Kanzlerfrage. Wenn die Deutschen ihre Kanzlerin/ihren Kanzler direkt wählen könnten, hätte Kramp-Karrenbauer die weitaus größeren Chancen – egal, ob die SPD Andrea Nahles oder Olaf Scholz aufbieten würde. AKK würde mit einem ähnlich großen Vorsprung gewinnen wie Angela Merkel. Merz dagegen würde gegen einen Kanzlerkandidaten Scholz sogar verlieren.

Forsa-Chef Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL: „Wenn die CDU bei künftigen Wahlkämpfen ihre Erfolgsaussichten wahren oder verbessern will, kommt sie an Kramp-Karrenbauer als neuer Parteichefin kaum vorbei. Sie wird von den Bürgern als volksnäher, glaubwürdiger und sympathischer eingeschätzt als Friedrich Merz. Sie verkörpert damit Eigenschaften, die wahlentscheidend sind.“

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1 Kommentar zu "CDU-Vorsitz: Kramp-Karrenbauer liegt bei Bundesbürgern deutlich vor Merz"

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  • "CDU-Vorsitz: Kramp-Karrenbauer liegt bei Bundesbürgern deutlich vor Merz"
    Das ist eine von den Medien/Presse gesteuerte sich selbst erfülllende Prophzeihung.
    Die Presse hat von Anfang an Fr. AKK als die Richtige für den CDU-Vorsitz bezeichnet. Bei jeder Regionalkonferenz wurde von der Presse (ohne Abstimmung) Fr. AKK zur Siegerin gekürt.

    Wenn da jetzt nicht der Dümmste verstanden hat wer CDU-Vorsitzende wird dem ist nicht mehr zu helfen. Das zeigen auch die Umfragen von forsa.
    Es ist auch wieder ein Beispiel wie die Presse in freie Wahlen eingreift. Wer die deutsche Presse hat braucht sich vor Russland nicht fürchten.

    Bin dann gespannt ob die Delegierten der Presse-Doktrin folgen, oder eine eigene und für die CDU richtige Entscheidung treffen. Fr. AKK würde bedeuten, Merkel zwei nur auf einem ganz, ganz niedrigen Niveau.
    Die AfD macht wohl Wahlkampf für AKK denn nichts käme der AfD gelegener.
    Die Wahl zum CDU-Vorsitz kann ein weiter so mit AKK oder Aufbruch mit Merz oder Spahn bedeuten.