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Chef des Beamtenbundes Ulrich Silberbach – Unterhändler in der zweiten Reihe

Für Silberbach steht der erste Tarifstreit an, seit er DBB-Chef ist. Auf das Ergebnis hat er nur begrenzt Einfluss.
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Als Dachverband vertritt der DBB Beamtenbund und Tarifunion, den Silberbach seit November 2017 führt, 40 Gewerkschaften mit 1,3 Millionen Mitgliedern. Quelle: dpa
Ulrich Silberbach

Als Dachverband vertritt der DBB Beamtenbund und Tarifunion, den Silberbach seit November 2017 führt, 40 Gewerkschaften mit 1,3 Millionen Mitgliedern.

(Foto: dpa)

DüsseldorfIn der Tarifrunde für rund eine Million Krankenschwestern, Polizisten, Lehrer oder Straßenwärter im Landesdienst spielt Ulrich Silberbach nur die zweite Geige – in doppelter Hinsicht. Zum einen richtet sich die Aufmerksamkeit meist auf Frank Bsirske, den Chef der größeren Gewerkschaft Verdi.

Zum anderen ist Silberbach als Chef des Beamtenbunds vom guten Willen der Länder abhängig. Denn ob diese das fertige Tarifergebnis am Ende auch deckungsgleich auf die 2,3 Millionen Beamten und Versorgungsempfänger übertragen, ist ihnen überlassen. Was für seine Hauptklientel am Ende rausspringt, steht also nur zum Teil in Silberbachs Macht. Als Dachverband vertritt der DBB Beamtenbund und Tarifunion, den der 57-Jährige seit November 2017 führt, 40 Gewerkschaften mit 1,3 Millionen Mitgliedern. 70 Prozent sind Beamte.

Zum Auftakt der Verhandlungen am Montag forderte Silberbach die Arbeitgeber auf, sich der Forderung nach sechs Prozent mehr Geld nicht zu verschließen. Er weiß, dass die Bürger mehr Polizisten und Lehrer wollen. Wenn Silberbach wie zuletzt bei der DBB-Jahrestagung „neoliberale Attacken“ gegen den Staat geißelt, trifft er damit einen Nerv. Die Bürger müssen dann allerdings auch die Warnstreiks aushalten, zu denen der DBB jetzt schon aufruft.

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