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Christdemokraten Spekulationen und Nervosität – Vielen in der CDU graust es vor den kommenden Wochen

Die Umfragewerte von Parteichefin Kramp-Karrenbauer fallen. Auch wenn die Kontrahenten sie verteidigen – es herrscht ein Zustand der Grundnervosität.
Update: 24.06.2019 - 10:35 Uhr Kommentieren
Die Umfragewerte der CDU-Chefin fallen. Quelle: dpa
Annegret Kramp-Karrenbauer

Die Umfragewerte der CDU-Chefin fallen.

(Foto: dpa)

Berlin Wenn sich der CDU-Vorstand am Montag um elf Uhr im Konrad-Adenauer-Haus trifft, soll vor allem über die transatlantischen Beziehungen diskutiert werden. Doch wie in der vorhergehenden Sitzung des Präsidiums wird es auch um das Stimmungstief gehen, in dem die Partei derzeit steckt und vor allem die Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer.

Vielen in der CDU graust es vor den kommenden Wochen. Es drohe eine Sommerpause mit immer neuen Querschlägen aus den eigenen Reihen, meint ein Parteivorderer. Die schwachen Umfragewerte hätten in der CDU einen Zustand der Grundnervosität erzeugt, in dem jede Äußerung eines Ortsverbandsvorsitzenden schnell zu Richtungsdebatten aufgebauscht werden könne.

Das zeigte sich gerade erst vergangene Woche, als zwei Fraktionsvize im Landtag von Sachsen-Anhalt das Verbot der Kooperation mit der AfD infrage stellten und damit für Wirbel sorgten. Auch wenn im Sonntagstrend von Emnid für „Bild am Sonntag“ die Union mit 27 Prozent wieder stärkste Kraft vor den Grünen ist – die Umfragewerte der CDU-Chefin fallen. Laut ZDF-Politbarometer befürworten nur 25 Prozent der Bürger, dass sie Kanzlerkandidatin wird. Bei den Unionsanhängern ist der Zuspruch mit 30 Prozent nicht viel höher.

Kramp-Karrenbauer hatte nach ihrer knappen Wahl zur Parteichefin versucht, ihre Gegner mit einem konservativen und wirtschaftsfreundlichen Kurs zu besänftigen. Allerdings kostete das Sympathiewerte in der Bevölkerung, vor allem bei jüngeren Wählern. Nun versucht sie etwa mit der Ankündigung einer Klimaoffensive gegenzusteuern.

Ähnlich dürften auch die jüngsten Überlegungen von Kanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Markus Söder zu verstehen sein, nicht erst 2038, sondern bereits 2030 aus der Kohleenergie auszusteigen.

Jedenfalls fangen einige Unterstützer von Friedrich Merz, dem unterlegenen Kontrahenten im Rennen um den Parteivorsitz, wieder an, sich Hoffnungen zu machen auf dessen mögliche Kanzlerkandidatur. Merz selbst verteidigte Kramp-Karrenbauer. „Sie macht vieles richtig“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Es werde „viel zu schnell der Stab über sie gebrochen“.

Gesundheitsminister Jens Spahn, dem parteiintern nachgesagt wird, er wolle für ein mögliches Kandidatenrennen im Gespräch bleiben, stärkte der Parteichefin am Wochenende ebenfalls den Rücken. Sie habe „die schwere Aufgabe gemeistert, die CDU nach einer äußerst knappen Entscheidung um den Parteivorsitz wieder zusammenzuführen“, sagte Spahn der „Welt am Sonntag“.

Mehr: AKK hat sich in Paris für eine stärkere europäische Verteidigung ausgesprochen. Doch zunächst stehe Deutschland vor einer innerpolitischen Debatte.

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