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Christian Lindner Ein liberaler Vordenker namens Bambi

Springt er oder springt er nicht: Christian Lindner hat mit 32 Jahren eine Blitzkarriere ohne Beispiel hinter sich. Entweder wird er bald FDP-Chef - oder der „starke Mann“ hinter einem Vorsitzenden Rösler.
03.04.2011 - 16:39 Uhr Kommentieren
FDP-Generalsekretär Christian Lindner gilt als möglicher Nachfolger von Parteichef Westerwelle. Quelle: dapd

FDP-Generalsekretär Christian Lindner gilt als möglicher Nachfolger von Parteichef Westerwelle.

(Foto: dapd)

Berlin „Er traut sich noch nicht“ - seit Tagen ist das die Antwort aus den FDP-Führungsetagen auf die Frage, ob Christian Lindner die Nachfolge von Guido Westerwelle an der Spitze der Partei antreten will. Kein anderer hat in der FDP eine derartige Blitzkarriere hingelegt. Niemand wird bei den Liberalen so uneingeschränkt mit dem Etikett „Hoffnungsträger“ versehen, wenn es um die Ära nach Westerwelle geht. 

Unter normalen Umständen wäre der Generalsekretär der „geborene“ Nachfolger an der Parteispitze. Doch die Zeiten sind für die FDP alles andere als normal. Die Partei steckt in ihrer tiefsten Identitätskrise seit der Spenden- und Antisemitismus-Affäre um Jürgen Möllemann vor acht Jahren. Sie hat massiv an Glaubwürdigkeit verloren und droht auch die schwarz-gelbe Koalition in die Tiefe zu ziehen. 

Diese Ausgangslage macht zugleich das größte Manko Lindners deutlich: Der 32-Jährige ist noch sehr jung und hat noch keine Regierungserfahrung. 

Möllemann hatte das Nachwuchstalent entdeckt und gefördert. Im Jahr 2000 wurde der Mann aus Wermelskirchen jüngster Landtagsabgeordneter in Düsseldorf, mit 25 jüngster Generalsekretär der Landespartei. Als nach der Bundestagswahl 2009 das gesamte Führungspersonal der Bundespartei in Regierungsämter strebte, machte Westerwelle den Bundestagsabgeordneten zum Nachfolger von Generalsekretär Dirk Niebel, der Entwicklungshilfeminister wurde. 

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    Mit 95,6 Prozent der Stimmen wurde Lindner vor einem Jahr ins Amt des Chef-Managers der FDP gewählt. Mit meist frei gehaltenen Reden verschaffte er sich rasch Hochachtung. Obwohl von Westerwelle gefördert, wahrte Lindner stets eine gewisse Unabhängigkeit. 

    So beklagt er bis heute eine „argumentative Verengung“ Westerwelles auf Steuersenkungen. Die Steuergeschenke für Hoteliers hält er im Nachhinein ebenso für falsch wie Westerwelles Herumreiten auf einer Neuregelung der Sozialhilfe.

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