Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Christian Lindner Nach Neuwahlen würde der FDP-Chef wieder über Jamaika reden

Den Abgang aus den Verhandlungen über eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP hatte der Chef der Liberalen gekonnt inszeniert. Für alle Zeiten will er die Türen aber nicht zuschlagen – aus einem Grund.
21.12.2017 - 08:50 Uhr 9 Kommentare
  • WirtschaftsWoche
Aufnahme aus dem Oktober während der Gespräche mit dem FDP-Chef, der CDU-Chefin und der Grünen-Vorsitzenden. Quelle: dpa
Christian Lindner, Angela Merkel, Katrin Gröing-Eckardt (v.l.)

Aufnahme aus dem Oktober während der Gespräche mit dem FDP-Chef, der CDU-Chefin und der Grünen-Vorsitzenden.

(Foto: dpa)

Berlin FDP-Chef Christian Lindner hält erneute Jamaika-Verhandlungen für möglich, falls es zu Neuwahlen kommt. „Bei CSU und Grünen gibt es eine neue Führungsmannschaft. In neuen Konstellationen wird neu gesprochen“, sagte Lindner im Interview mit der WirtschaftsWoche. Auch eine schwarz-gelbe Koalition aus Union und FDP ist für ihn eine Option. „Oder die SPD erneuert sich und erinnert sich an Gerhard Schröder, wie es Sigmar Gabriel derzeit wohl tut“, sagte Lindner.

Lindner lobt die Jamaika-Verhandler aus Schleswig-Holstein, insbesondere CDU-Politiker Daniel Günther. „Es ist kein Zufall, dass ein CDU-Ministerpräsident der nächsten Generation, der neu ins Amt gekommen ist, das geschafft hat.“ Von der Kanzlerin hingegen zeigt sich Linder enttäuscht. „Frau Merkel setzte nach zwölf Jahren auf Kontinuität“, sagte Lindner.

Angesichts der in den USA verabschiedeten Steuerreform plädiert Lindner dafür, das Thema Steuern in den Mittelpunkt der deutschen Politik zu stellen. „Wir müssen befürchten, dass es wieder zu einem verschärften Steuerwettbewerb kommt“, so Lindner. „Derzeit werde ein Teil der deutschen Unternehmen durch absurd niedrige Zinsen und den niedrigen Außenwert des Euros geschützt.

Von einer künftigen Bundesregierung fordert Lindner eine Entlastung für Bürger und Unternehmen und bleibt bei seiner Haltung zum Solidaritätszuschlag („Soli“). „Der Soli muss in dieser Legislaturperiode komplett und für alle, also auch die Betriebe, entfallen. Angesichts von Einnahmen, die im Jahr 2021 um etwa 150 Milliarden Euro höher sein werden als 2016, ist es ein Witz, dass es dafür jenseits der FDP nur den Wirtschaftsrat der CDU als Unterstützer gibt“, sagte Lindner.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    • HB
    Startseite
    Mehr zu: Christian Lindner - Nach Neuwahlen würde der FDP-Chef wieder über Jamaika reden
    9 Kommentare zu "Christian Lindner: Nach Neuwahlen würde der FDP-Chef wieder über Jamaika reden"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die frohe Botschaft von Lindner rechtzeitig vor Weihnachten scheint mir zu sein:

      „Herr Lindner will damit sagen, dass die FDP nach einem Scheitern der GroKo-Verhandlungen dann nicht wieder für erneute Jamaica-Verhandlungen bei Fuß steht.

      Das kommt erst nach Neuwahlen wieder in Frage, wobei das bei mir wieder ziemlich frustrierende Fragen auslöst.

    • @Peter Kastner 21.12.2017, 09:54 Uhr

      "Jamaika, aber ohne Merkel bitte."

      Und ohne Tritti(h)n und GÖRING-Eckardt

    • Merkels "Kontinuität" will keiner mehr, sie ist ausgebrannt, keiner will sie mehr, wohl auch die SPD nicht.
      Käme es zu Neuwahlen, wäre auch Merkel nicht mehr zu halten - entweder tritt sie vorher zurück, dann kann CSU/CDU gestärkt aus den Wahlen hervorgehen - tritt sie wieder an, dann wird CSU/CDU nochmals stark verlieren. Das Ergebnis wird immer sein, dass Merkel nicht mehr Kanzlerin ist.
      Sollte es doch noch eine GroKo unter Merkel geben, so werden CSU/CDU und SPD massiv verlieren - das ist nicht mein Wunsch - könnte aber Realität werden.
      Ich bewundere den Mut der FDP sich von den Jamaika Gesprächen verabschiedet zu haben - das "weiter so, wir schaffen das" hat ausgedient - wir müssen machbare, vernünftige, umsetzbare Antworten auf die Fragen unserer Zeit finden und nicht emotionale, idealistische Gefühlsduselei!

    • Jede Regierungskoalition ohne Merkel wäre eine bessere Koalition und vor allem gut für Schland.

    • Neuwahlen! Da kan die Union nicht mehr mit Merkel und Seehofer als Spitzenkanditaden aufwarten, wenn sie nicht noch mehr Wähler verlieren wollen. Österreich läßt grüßen.

    • Die FDP steht einerseits unter Druck eine Regierungsbeteiligung einzugehen, andererseits wäre eine solche unter Fr. Merkel für die FDP tödlich.

      Gem. eines Interviews von Kubicki in der NZZ hatte Fr. Merkel keine "ehrlichen" Sachverhandlungen geführt, sondern die FDP einfach weich zu kochen gesucht, hatte ihre grünen, linken Positionen mit Hilfe der Grünen präsentiert, Zugeständnisse gemacht, diese bei nächster Gelegenheit zurück gezogen etc.

      In der einstigen CDU/CSU/FDP Koalition hatte die FDP abseits einer Reduktion der MwSt für Hotels keine Forderung durchsetzen können. Die FDP wurde als hilflos wahrgenommen und bei der folgenden Wahl aus dem Parlament gewählt worden.

    • Die FDP steht einerseits unter Druck eine Regierungsbeteiligung einzugehen, andererseits wäre eine solche unter Fr. Merkel für die FDP tödlich.

      Gem. eines Interviews von Kubicki in der NZZ hatte Fr. Merkel keine "ehrlichen" Sachverhandlungen geführt, sondern die FDP einfach weich zu kochen gesucht, hatte ihre grünen, linken Positionen mit Hilfe der Grünen präsentiert, Zugeständnisse gemacht, diese bei nächster Gelegenheit zurück gezogen etc.

      In der einstigen CDU/CSU/FDP Koalition hatte die FDP abseits einer Reduktion der MwSt für Hotels keine Forderung durchsetzen können. Die FDP wurde als hilflos wahrgenommen und bei der folgenden Wahl aus dem Parlament gewählt worden.

    • Nach Neuwahlen würde es diesen Juppie-FDP-Chef nicht mehr geben.

    • Jamaika, aber ohne Merkel bitte.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%