Die Landesbanken sind aus Sicht von Christine Scheel, ziemlich überflüssig geworden. Warum, erläutert die Finanzexpertin und Mittelstandsbeauftragte der Grünen-Fraktion im Bundestag im Interview mit Handelsblatt Online. Dem Bundesfinanzminister hält Scheel zudem vor, sich mit seinen Reformplänen bei den Bundesländern nicht durchsetzen zu können.

Kommentare

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  • "Ziemlich überflüssig" ist ebenfalls die hier von Frau Scheel veröffentlichte Selbstdarstellung. Nur weil man bei wesentlichen Entscheidungen noch nicht dabei war, heißt dies noch nicht, dass man sich nun als "Finanzexpertin" bezeichnen kann. Ein solches Verhalten der Grünen-Politikerin ist ausgesprochen töricht und dumm. Die Grünen sind in Sachen banken und Finanzen ähnlich inkompetent wie die anderen großen Volksparteien und werden dies leider noch oft genug beweisen, sobald sie die begehrten Posten bei KfW und anderen Staats- und Landesbanken erhalten.

  • *Gäähn*, da merkt man nur eins:
    Die Grünen haben wie immer keine Ahnung von der Welt. Anstatt die Existenzberechtigung der Landesbanken in Frage zu stellen, würde ich eher mal nach der Existenzberechtigung der Grünen forschen - da wär mehr Geld gespart!

  • Landesbanken sind verwoben mit den Politikern, deren Firmen, verwoben mit einer undurchsichtigen Vernetzung über "berater", beratungsunternehmen und Firmen fürs "Grobe" (vgl. Prevent AG und den Sumpf in der HSH Nordbank).

    Es fehlt die "eiseren Faust" des bundes! Die Selbstheilungskräfte bei den Ländern kommen gegen den Sumpf nicht an.

  • [1] @ Hirte
    Vielleicht darf ich ergänzen: Ziel einer zentraleren Regierungsstruktur, die zudem von einer Änderung des Grundgesetzes abhängig wäre, müßte ja in erster Linie den bestehenden Länder-Finanzausgleich beseitigen helfen. Dies ist in den vergangenen 50 Jahren, auch zu Zeiten der Montanunion jedoch nicht möglich gewesen.
    Die Existenzberechtigung, wenn ich richtig rechne bis auf 3, Landesbanken gibt es gar nicht.
    Sähe auch keinen Vorteil, wenn Grünen-Politiker sich in Vorstand und Aufsichtsrat räkeln würden.
    Wenn Reform, dann bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Aber gründlich! Da gäbe es abere Arbeit!

  • Die gute Frau hat Recht! Aber was passiert in der großen Politik? Alle banken werden mit zusätzlichen Anforderungen und zusätzlichem Formalismus konfrontiert, den kleine banken kaum erfüllen können. Dies führt dann -leider- zu Fusionen und zu größeren banken. Ergo: Die bisherigen Maßnahmen sind kontraproduktiv! Wann kommen endlich unterschiedliche Anforderungen je nach Risikogehalt des Geschäftsmodells?

  • Landesbanken finanzieren Wahlgeschenke....
    deswegen wollen Landespolitiker davon nicht lassen. Dazu passt, dass deren Personal auch nur denselben begrenzten Horizont hat wie unsere Politiker, wie man in der letzten Finanzkrise schmerzlich erfahren mußte. Weg damit.

  • Die Existenzberechtigung der Landesbanken geht zum Teil einher mit der Zersplitterung der bundesländer.
    Regierungsapparate für Länder wie bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Saarland und auch berlin zu unterhalten ist nicht mehr zeitgemäss. Eine deutliche Reduzierung der Anzahl der bundesländer hätte zunächst auch den Effekt, dass wenigsten auch die Anzahl der Landesbanken angepasst würde.
    Das wäre ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, den der Steuerzahler so will, die Amtsinhaber aber nicht, weil sie dann ihre Pfründe verlieren. Das Problem ist wieder einmal, die Zahl der Vorteilsnehmer aus den Parteien zu reduzieren. Da haben die Parteien ihre Hausaufgaben endlich zu machen, alle Parteien!

Mehr zu: Christine Scheel - „Nicht jede Bank ewig am Tropf halten“

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