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Christoph Straub „Nicht auf die lange Bank schieben“ – das sagt der Barmer-Chef zur Reform des Finanzausgleichs

Christoph Straub mahnt eine schnelle Reform des Finanzausgleichs zwischen den Kassen an. Der Vorstandsvorsitzende der Barmer fordert eine Regionalkomponente.
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Der Barmer-Chef setzt vor allem auf die regionale Verteilung von Fördergeldern. Quelle: dpa
Christoph Straub

Der Barmer-Chef setzt vor allem auf die regionale Verteilung von Fördergeldern.

(Foto: dpa)

Christoph Straub steht seit 2011 an der Spitze der Barmer, der mit gut neun Millionen Versicherten zweitgrößten gesetzlichen Krankenkasse Deutschlands. Der 57-jährige Mediziner arbeitete zuvor als Spitzenmanager im Kassen- und Krankenhausbereich.

Herr Straub, zwischen den Krankenkassen haben sich erhebliche finanzielle Ungleichgewichte aufgebaut. Die Neuausrichtung des milliardenschweren Finanzausgleichs lässt aber auf sich warten.
Es ist ein wichtiges Signal, dass Gesundheitsminister Jens Spahn eine große Reform des Finanzausgleichs zwischen den Krankenkassen angekündigt hat. Es ist zwingend notwendig, die massiven Verwerfungen zu korrigieren, die sich im System aufgebaut haben. Das Thema darf nicht auf die lange Bank geschoben werden.

Wie sollte die Reform denn aussehen?
Als Blaupause sehen wir die beiden Gutachten, die der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesversicherungsamt erstellt hat. Im Vordergrund steht für uns das zweite Gutachten, das sich mit den regionalen Verteilungswirkungen beim Finanzausgleich befasst. Die Einführung einer Regionalkomponente ist von großer Bedeutung, um die unterschiedlichen Ausgaben für Versicherte in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands besser abzubilden.

Hieße das nicht, dass weniger Geld in unterversorgte Regionen fließt?
Der Finanzausgleich soll die angemessene Finanzierung der Kassen sicherstellen und Wettbewerb ermöglichen. Das tut er aber nicht mehr. Strukturpolitik ist wichtig, aber der Finanzausgleich ist als Mittel dafür ungeeignet.

Ein anderer Vorschlag der Gutachter ist, mehr Krankheiten als bisher als Grundlage für Zuschläge aus dem Finanztopf zu nehmen.
Bisher erhalten Krankenkassen Zuschläge, wenn bei ihren Versicherten eine von 80 ausgewählten Krankheiten diagnostiziert wurde. Um den Finanzausgleich zielgenauer zu machen, fordern wir die Einführung eines differenzierten Vollmodells mit rund 280 Krankheiten. Damit würden deutlich mehr Diagnosen bei den Zuschlägen berücksichtigt. Wichtig ist dabei allerdings, nach dem Schweregrad der Krankheiten zu gewichten.

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