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Claudia Buch Wirtschaftsweise für Teilverstaatlichung von Banken

Die "Wirtschaftsweise" Claudia Buch hat sich für einen neuen Banken-Restrukturierungsfonds ausgesprochen. Ohne einen solchen Fonds könnten unter Umständen die Mittel des ESM schnell erschöpft sein.
23.07.2012 - 08:18 Uhr 19 Kommentare
Claudia Maria Buch ist seit März 2012 im Rat der Wirtschaftsweisen. Quelle: dapd

Claudia Maria Buch ist seit März 2012 im Rat der Wirtschaftsweisen.

(Foto: dapd)

Düsseldorf Die "Wirtschaftsweise" Claudia Buch fordert die Euro-Staaten auf, staatliche Anteile an Banken zu erwerben, die mit Krediten aus den Euro-Rettungsfonds gestützt werden müssen. "Es wäre richtig und nötig, dass die europäischen Staaten wirklich Eigenkapital und damit Kontrollrechte in sanierungsbedürftigen Banken erwerben", sagte die Finanzexpertin der "Rheinischen Post" (Montagausgabe). "Aber noch haben wir keine gemeinsame europäische Institution, die die Anteile halten und bewirtschaften könnte. Deshalb brauchen wir einen neuen gemeinsamen Banken-Restrukturierungsfonds." Dieser solle vergleichbar mit der deutschen Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FSMA) sein.

Die Mittel des dauerhaften Euro-Rettungsschirms ESM könnten schnell erschöpft sein, wenn der ESM anfangen sollte, Anleihen direkt von den Ländern oder am Markt aufzukaufen, warnte Buch, die dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung angehört. Dann werde man sehr schnell über die Ausweitung der ESM-Mittel sprechen müssen.

Claudia Buch ist seit März 2012 Mitglied des Rats der Wirtschaftsweisen. Die Tübinger Wirtschaftsprofessorin folgte auf Beatrice Weder di Mauro, die von ihrem Amt zurückgetreten war. Buch ist nach Weder di Mauro die zweite Frau, die dem Gremium angehört. Ihre Amtszeit läuft bis 2017.

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    19 Kommentare zu "Claudia Buch: Wirtschaftsweise für Teilverstaatlichung von Banken"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Doch, das ist sehr wohl machbar, wenn man es denn wollte. Das größte Problem ist dabei nicht die Sache, sondern die Lobbyisten auszuschalten.

      Solange das Parlament keine eigenständigen Parlamentsvorlagen produziert und lieber die Non-Papers der Lobbyisten übernimmt und so der eigenen Faulheit frönt, ist an eine Änderung der Situation nicht zu denken.

      Bestes Beispil ist doch der Fall: Altmaier. Man ersetzt einen Minister durch einen absolut Ahnungslosen und stellt so sicher, dass nichts mehr läuft. Dann tritt man als Retter auf. Für so dumm wird das Wahlvolk gehalten.

      Der Vergleich zur ehemaligen DDR ist nicht allzuweit hergeholt.

    • Komisch.

      Ich dachte SoFin und FROB machen das wenn erforderlich.

      Ein "gemeinsamer Erwerb" wäre übrigens nicht empfehlenswert.

      Denn die Rekapitalisierungskosten der betreffenden spanischen Banken dürften zum größeren Teil verloren sein.

      Und dafür möchten wir gerne die spanische Haftung behalten.

      ------

      Aber, in Verteilungsaspekte wirtschaftlicher Entscheidungen hat sich die "Wirtschaftsweise" Claudia Buch wohl noch nicht eingelesen.

      Wie so mancher ihrer Kollegen im Wolkenkuckucksheim auch.

    • Bei allem Ärger sollten wir doch nicht vergessen, dass es mit "Pleite gehen lassen" nicht getan ist.
      Es hängen einfach zuviele Arbeitsplätze direkt und und indirekt an diesen Instituten. Gehen sie entsprechend der dimensionen in die pleite, wird sich so mancher wundern, wieso er morgen entlassen wird, was sein Arbeitsplatz damit zu tun hatte.
      Fakt ist, wir müssen die Geldmenge wieder der realen wirtschaftsleistung anpassen. Fakt ist aber auch, das nicht nur Reiche von dieser Aufblähung profitiert haben, was aber viele nicht wahrhaben wollen.
      Wahrscheinlich müßte Opel sofort dicht machen, der Rest der Automobilindustrie und ein Teil des Maschinenbaus würde erhebliche Federn lassen und Stellen abbauen.

      Da aber alle Beteiligten ihren gesammten Einfluss geltend machen, ist es sehr scher überhaupt diese Blase wieder zu kassieren.
      Und schon allein die Defintion dessen, wer letztlich profitiert hat würde zu keinem Ende kommen oder aber heftige Ausschläge produzieren.
      Es ist völlig unrealistisch, das nach dem eingetretenen Schaden bei einer solchen Blase allein nach dem Verursacherprinzip gehandelt werden kann. Ob wir wollen oder nicht, wir sitzen mit im leckgeschlagenen Boot und es hilft wenig zu fordern nur derjenige, der es verursacht hat, soll allein das Wasser ausschöpfen.

      Viel wichtiger ist es, das Leck abzudichten als vorausetzung für die notwendige Mithilfe beim Schöpfen.
      Damit nicht ständig neues Wasser nachläuft.
      Dafür fehlen allerdings bisher glaubwürdige Konzepte.

      H.

    • Die Schwätzer wollen einfach nicht begreifen, dass es nur einen Weg gibt, die Kreditexpansion der letzten Jahre aufzulösen. ALLE Rettungsmaßnahmen stoppen und die Fiatgeldblase deflatorisch sich selbst überlassen. JEDE planwirtschaftlich Aktion wird dies eh nur hinauszögern und die stärke der bevorstehenden Deflation weiter verstärken.

    • Wieder einmal so ein Vorschlag aus dem Gestrüpp des Keynesianismus. Eine Regierung, die sich solcherlei Wirtschaftsweise einbestellt, erklärt den wirtschaftspolitischen Bankrott, ohne es zu erkennen.

    • Also nun heisst die Transfer- und Haftungseinrichtung "RestrukturierungsFOND". Frage mich, wer in diesen Fonds einzahlt? Sind es die Spanier, die Investoren, die Banker, die Banken...........da fällt mir noch jemand ein, der sich hervorragend eigenet: Die DEUTSCHEN!!!!

      Eurobonds, Eurobills, gemeinsame Einlagensicherung, und "Restrukturierungsfonds". Und alles läuft auf eines raus: Haftung und Transfer!!!

      Wirklich, wenn das so ist, dann braucht kein Mensch den Euro noch.

      WirtschaftsWEISE, ach so! Mich stört, dass diese sog. Weisen als die einzigen Weisen auftreten. Gibt es sonst keine Weisen, z.B. beim Ifo-Institut?

      Im Prinzip ist das was wir jetzt machen, d.h. die Reformierung der PIIGS-Staaten für Deutschland der größte Nachteil, denn - sollten die Programme wirken - dann sind die PIIGS mit sehr geringen Lohnstückkosten wettbewerbsfähig und andererseits ist die Kaufkraft zurückgegangen. Im Prinzip alles was auch bei getrennten Währungen passieren kann. Daher kann selbst der Euro überleben. Sollte Griechenland aussteigen, vermute ich daher einen Anstieg des Eurokurses.

      Ich bin eher dafür, dass Staaten vorübergehend den Euro auch wieder verlassen können, um auf die Beine zu kommen. Dann können die selbst die Reformarbeit machen und wir machen uns nicht unbeliebt.

      Wenn jetzt der Euro an Wert verliert, werden die wettbewerbsfähigen Staaten aus Nordeuropa und auch Frankreich gewaltige Wettbewerbsvorteile auf den globalen Märkten haben, d.h. die Kluft zwischen Boomländern und Krisenländern wird größer.

    • Hier die Banken für den Bürger zur Führung unserer Konten und Kreditvergabe und dort der Zweig, der meint, man müsse spekulieren. Und dieser Zweig, wenn er pleite geht, muß eben dann auch pleite gehen......

      Wie soll das funktionieren? Ist doch nicht machbar.

    • Zitat. Die "Wirtschaftsweise" Claudia Buch hat sich für einen neuen Banken-Restrukturierungsfonds ausgesprochen.

      Banken-Restrukturierungsfonds, gemeinsamer Schuldentilgungsfonds, gemeinsamer Einlagesicherungsfonds, jeden Tag kommt ein neuer "Vorschlag", eine neue wegweisende Richtung, in die es gehen soll, um die "Brandherde auszutreten".

      Da hat die Aussage des britischen Außenministers William Hague mehr Substanz, der im September des vergangenen Jahres die Eurozone als "brennendes Haus ohne Ausgang" bezeichnete.

      http://derstandard.at/1317018772260/Aussenminister-Brite-Eurozone-ist-kollektiver-Wahnsinn

    • Ja, dem stimme ich zu.

    • Als erstes sollten die sogenannten "Wirtschaftsweisen" ihren Rat einvernehmlich auflösen. Diese Schwalle detaillierter Dummheit sind einfach nicht mehr zu ertragen!

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