Claus Weselsky Entsetzen über „Hetzjagd“ auf den GDL-Chef

Der Lokführerstreik ärgert viele. Doch dass GDL-Chef Weselsky deshalb mit persönlichen Anfeindungen überzogen wird, geht einigen Politiker zu weit. Für sie sind die roten Linien des Anstands überschritten.
Update: 07.11.2014 - 14:39 Uhr 42 Kommentare

Die Bahn geht den nächsten Schritt gegen die GdL

BerlinMit einer Dauer von knapp fünf Tagen ist es der längste Streik seit Gründung der Deutschen Bahn 1994. Kaum einer hat dafür noch Verständnis. Sogar bei Mitgliedern der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) stößt das harte Vorgehen des Bundesvorsitzenden Claus Weselsky auf Widerspruch. Auch dort gibt es den Vorwurf, es gehe vor allem um Machtspiele zwischen der GDL und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und nicht um Lohnerhöhung und kürzere Arbeitszeiten für die Angestellten.

Inzwischen hat sich der Konflikt soweit zugespitzt, dass es in der Debatte immer weniger um die Sache und immer mehr um den GDL-Chef geht. Dass dabei alle Dämme zu brechen scheinen, sorgt in der Politik und auch im Gewerkschaftslager für großes Entsetzen – zumal Weselsky, wie er selbst sagt, um seine Privatsphäre fürchten muss.

„Hier steht auch die Bahn in der Verantwortung. Die öffentliche Hetzjagd auf den GDL-Vorsitzenden muss aufhören“, sagte der Bundesvize der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, dem Handelsblatt (Online-Ausgabe). „Weitere personelle Zuspitzungen könnten den Rechtsfrieden gefährden.“ Der CDU-Politiker betonte, dass das Anliegen der GDL, einen Tarifvertrag auch für Zugbegleiter zu erstreiten, legitim und vom Streikrecht gedeckt sei. „Über die Grenzen des Streikrechts und die Verhältnismäßigkeit der Dauer des Streiks sollten die Arbeitsgerichte entscheiden“, so Bäumler.

Auch der SPD-Bundesvize Ralf Stegner warnt vor überzogener Kritik. „Was immer man vom langen Streik der GDL hält - und es gibt wirklich gute Gründe, diesen als völlig unverhältnismäßig zu kritisieren - rechtfertigt in keiner Weise Drohungen oder Gewaltanwendung“, sagte Stegner dem Handelsblatt (Online-Ausgabe). „Harte politische Kritik an Herrn Weselsky und der Spaltung der Beschäftigten, die dem Ansehen der Gewerkschaften massiv schadet, ist sicher berechtigt, ihn deswegen an den Pranger zu stellen, bleibt dennoch inakzeptabel.“

Zudem sollten Weselsky und die GDL „nicht in eine politische Märtyrerrolle gedrängt werden“, warnte der SPD-Vize, „sonst werden eine Lösung des Konflikts und eine Rückkehr der GDL zur Vernunft nicht gerade leichter“.

Hintergrund sind nicht nur persönliche Attacken auf den GDL-Chef, sondern auch die teilweise tendenziöse Berichterstattung, die auch vor Privatem nicht Halt macht. So veröffentlichte „Focus Online“ ein Foto des Wohnhauses der Familie Weselsky und nennt es den „geheimen Rückzugsort des GDL-Chefs“. „Hier bejubelt der Streik-Rambo den Gerichtsentscheid“ , titelt dasselbe Medium, nachdem die Klage der Bahn gegen den Lokführerstreik abgewiesen wurde.

Journalistenverband rügt tendenziöse Berichterstattung
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42 Kommentare zu "Claus Weselsky: Entsetzen über „Hetzjagd“ auf den GDL-Chef"

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • @ Matthis Birenheide „...wir haben sie eingeladen.“

    Sie können das noch so oft behaupten, es ist einfach falsch. Die BR wurde von den USA dazu gezwungen. Und niemand hat hier etwas versäumt, denn die Regierung mußte davon ausgehen, daß die Türken, wie alle anderen Migrationsarbeiter auch, nach Ablauf ihrer Verträge wieder gehen. Sie gingen nicht. Sondern forderten den Familiennachzug. Wenn vertraglich vereinbart war, daß ausschließlich Ledige kommen dürfen, wo kamen plötzlich deren Familien her? Es steckt niemand den Kopf in den Sand, sondern diejenigen, die die Probleme mit einer ganz speziellen Zuwanderergruppe ansprechen, werden verunglimpft, beschimpft.
    Die erste Generation ist in Rente + zum Teil wieder in der TR. Wir haben deren Kinder und Kindeskinder hier und deren Mehrheit denkt nicht im Traum daran sich hier zu integrieren, das ist die zweite und dritte Generation, die vierte wächst gerade heran und übernimmt die Einstellung ihrer Mütter, die mehrheitlich aus dem Hinterland der TR stammt. Diese Frauen sprechen kein Wort deutsch, Hilfen die angeboten werden, nehmen sie nicht wahr, sie wissen häufig nicht einmal den Namen der Stadt in der sie leben. Sie sind auch nicht bereit sich weiter anzupassen, denn wie wir schon von unberufener Seite mitgeteilt bekommen haben, wird dort die Assimilation als Verletzung der Menschenrechte gesehen. Also werden Sie sich vergeblich bemühen, diese Menschen wollen nicht, zudem ihr Glaube verbietet es ihnen. Selbst Brandt, Schmidt und zuletzt Kohl wollten die Türken wieder nach Hause schicken, was meinen Sie wer das verhindert hat? Die Bundesrepublik ist Kind und Vasall der USA, behalten Sie das im Blick.

    Der Verantwortung haben wir uns gestellt und sind damit gescheitert. Als Ehemann einer Lehrerin weiß ich, wovon ich rede. Lesen Sie Bassam Tibi „Mit dem Kopftuch nach Europa?“ und „Islamische Zuwanderung: Die gescheiterte Integration“ warum das so ist, lesen Sie in seinem Essay: selig sind die Belogenen, einfach googlen.

  • Zwar ist er kein Politiker - fremdes Geld wirft aber auch er und seine Gefolgsleute zum Fenster hinaus.

    So ähneln sie sich eben doch - und ziehen nicht zu Unrecht den Unmut der Leute auf sich.

  • Die Bahn kommt - nicht!
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    Die GDL wollte über 100 Stunden streiken. Jetzt soll es am Samstag Abend um 18:00Uhr beendet werden.
    Damit können dann die Besucher zum 25. Jahrestages am 9. November nach Berlin fahren. Und auch zu den Fußballspielen.

    Die "Terrororganisation" GDL hat die Bahnkunden ganz bewusst in Geiselhaft genommen.
    Weselsky fühlt sich bedroht, das ist wohl der Witz des Tages.

  • Ich weiß überhaupt nicht, was diese Hetzjagad gegen den Streik soll
    Wir haben früher gestreikt, da lief auch tagelang nichts.
    "Samstag gehört Papi uns" daswar so ein großer Streik, da wollte man die 40 Std.-Wocje. Schon vergessen?
    Dann wurde mal gestreikt, da blieb wochenlang der Müll liegen. war in de 70iger Jahren
    Dann die erste Volksbegragung, mit Kind und Kegel sind ir losgezogen
    Und Fakt ist doch, wären unsren großen Gewerkschaaften noch ordentliche Gewerkschaften, dann gäbe es die vielen Kleine gar nicht. Aber unsere Gewerkschaften sind Teil der Politk geworden, das gibt es in anderen Ländern auch nicht.
    Also erst eimal den Dreck vor der eigenen Tür kehren

  • Gleich mal vorab: ICH habe niemanden eingeladen!!!
    "Willkommenskultur"? Wie der Name schon sagt:
    Das würde voraussetzen, daß man das WILL!
    Die Mehrheit in diesem Land hat leider immer wieder Parteien gewählt, die in unterschiedlicher parlamentarischer Zusammensetzung zum krassen Nachteil des Landes gehandelt haben.
    Ich habe schon vor mindestens 30 Jahren zu denen gehört, die erkannt haben, wohin das führt und welch katastrophale Entwicklung das nimmt. Seit damals wurde man als "Nazi", als Rechtsaußen", als "Ewiggestriger" beleidigt und verunglimpft, nur weil man sich völlig zu Recht Sorgen um das eigene Land macht.
    Im Nachhinein ist es nicht etwa eine Befriedigung, die ganze Zeit Recht gehabt zu haben...
    es tut nur noch weh, hilflos zusehen zu müssen! )o:)

  • Herr Weselsky hat nie gelernt " Kundenorientiert " zu arbeiten .
    Das erklärt seine Handlungsweise , es entschuldigt sie nicht .
    Wenigstens sollte die GDL so kulant sein , Privatleuten , durch den Streik verursachte Kosten , ( Flüge Übernachtungen etc. )
    unbürokratisch zu ersetzen .

  • @ Jens Muche

    Sie bleiben dabei zu pauschalisieren. Au welche Gründen auch immer, wir haben sie eingeladen. Wir haben versäumt uns Gedanken über die langfristigen Implikationen zu machen. Genauso wie die Verantwortung an die USA oder sonstwen abzuschieben hat Deutschland Waffenlieferungen an zweifelhafte Regime genehmigt und das noch in jüngster Zeit. Ist dafür auch die USA verantwortlich? Wir, die Deutschen allgemein und die Politik im Besonderen, müssen einfach mal akzeptieren, dass ein Problem entstanden ist und gelöst werden muss. Ablehnung oder Vogel Strauß Verhalten hilft nicht wirklich weiter.

    Die zweite Generation der Gastarbeiter Familien ist sehr gut integriert, die Dritte und Vierte nicht mehr, woher kommt das? Das ist ein Problem, das auf unserem Mist gewachsen ist, dafür müssen wir die Verantwortung übernehmen und Lösungen finden.

    Also, weder bin ich naiv noch blauäugig. Ja, es gibt Probleme. Sind nur die "Anderen" Schuld? Nein, wir haben da auch eine Verantwortung.

  • Der Ossi hat sich jede Beleidigung redlich verdient. (...)

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.


  • @ Matthis Birenheide „Wir haben sie tatsächlich eingeladen!“

    Da befinden Sie sich auf dem Holzweg. Das Türken hier im Land sind, kam so: Die Türkische Regierung hat sich bei der Bundesregierung darüber beschwert, daß der Natopartner Griechenland Arbeitskräfte nach D schicken darf, der Natopartner TR aber nicht. Die BR erklärte dem Natopartner TR, das grundsätzlich nur Arbeitskräfte aus europäischen Staaten und mit gleichem oder ähnlichem kulturellem Hintergrund angeworben würden. Daraufhin beschwerte sich der Natopartner TR bei der US-Regierung und die erteilte der BR die Weisung, ein Anwerbebüro in der TR zu errichten. Daraufhin wurde die Anwerbung von ausländischen Arbeitskräften vom Wirtschaftsministerium zum Außenministerium verlagert und in Istanbul ein Anwerbebüro errichtet. Fortan kamen schlecht gebildete und ungelernte Türken nach D, obwohl schon zu diesem Zeitpunkt keine ausländischen Kräfte am dt. Arbeitsmarkt mehr benötigt wurden und Portugiesen, Spanier und Griechen vertragsgemäß schon wieder in ihre Heimat zurückkehrten. Auch wurde der Teil der Vereinbarung ignoriert, nur Türken aus dem europäischen Teil der TR zu entsenden. Einzig die Türken hatten die Dreistigkeit ihre Verträge nicht zu erfüllen und nach längstens zwei Jahren zurückzugehen, sie blieben und forderten die „Familienzusammenführung“. Ein weiterer, von Ihnen ignorierter Punkt ist, die Mehrheit dieser Menschen lehnt die Deutschen, unseren Staat und dessen Gesellschaft aus tiefstem Herzen ab. Wie wollen Sie die „Integrieren?“ Die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte ging nie von Deutschland aus, sondern in allen Fällen auf Nachfrage der Entsendeländer, die auf diesem Wege den innenpolitischen Druck auf Grund der massiven Arbeitslosigkeit ihrer Länder mildern wollten.

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