Corona-Hilfen: Bundesregierung schnürt neues Rettungspaket für die Wirtschaft
Der Bundeswirtschaftsminister will die Auszahlung der Überbrückungshilfe III vereinfachen.
Foto: AFPBerlin. Das Familienunternehmen Behn betreibt seit 1892 einen Getränkefachgroßhandel in Schleswig-Holstein und produziert populäre Spirituosen wie zum Beispiel „Kleiner Feigling“ oder „Küstennebel“.
Zwar gibt es in der Coronakrise eine große Nachfrage nach alkoholischen Getränken. Aber Rüdiger Behn, der das Unternehmen mit seinem Bruder führt, macht sich dennoch Sorgen, auch weil ein großer Teil des Umsatzes auf die Gastronomie entfällt. Und bei den Corona-Hilfen fiel das Unternehmen komplett durch den Rost.
Als indirekt betroffenes Unternehmen könnte es nur profitieren, wenn die Umsätze um mindestens 80 Prozent eingebrochen wären. Entsprechend schlecht ist Rüdiger Behn auf die Politik zu sprechen: „Sein Versprechen, kein Unternehmen im Regen stehen zu lassen, hat Wirtschaftsminister Altmaier gebrochen“, sagt der Unternehmer. Das untergrabe die Glaubwürdigkeit der Politik.
Nun reagiert die Bundesregierung auf die seit Tagen heftige Kritik an der schleppenden Auszahlung und den zum Teil komplizierten Bedingungen für die Gewährung der Corona-Hilfen. Zur Bewältigung der Coronakrise wollen Union und SPD ein neues umfangreiches Rettungspaket für die Wirtschaft schnüren.