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Corona-News Bundeskanzler Scholz positiv auf Corona getestet – Bildungsgewerkschaften warnen vor Unterrichtsausfällen

Prominenter chinesischer Kommentator fordert Offenheit bei der chinesischen Corona-Politik +++ Hongkong beendet Quarantänepflicht bei Einreise +++ Der Newsblog.
23.09.2022 - 10:54 Uhr 1103 Kommentare


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    Corona-Pandemie
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    Sarah Sendner
    In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 78.863 auf über 33,21 Millionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 409,6 von 379,6 am Vortag. Das RKI meldet 94 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 149.808.
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    Leonie Tabea Natzel
    In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 95.811 Fälle auf über 33,13 Millionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 379,6 von 334,9 am Vortag. Das RKI meldet 138 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 149.714.
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    Leonard Frick
    Lauterbach zu Corona-Infektionen: „Die Isolationspflicht bleibt“
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    Leonard Frick
    Nach dem Rechtsruck bei der Parlamentswahl in Italien hat die EU-Kommission am Dienstag die nächste Tranche im Rahmen des Corona-Wiederaufbauprogramms für das Land bewilligt. Die scheidende Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi hatte die Gelder durch die Erreichung von Brüsseler Vorgaben gesichert. Dazu gehörten die Umsetzung von Reformen in den Bereichen öffentliche Verwaltung, Bildung und Gesundheitswesen, außerdem Investitionen in Technologie, Forschung, Tourismus und Kultur.

    Die erste Tranche – Umfang: 21 Milliarden Euro –, ebenfalls an Reformen und Investitionen geknüpft, hatte das Land im April erhalten. Fraglich ist, ob die EU-skeptische Partei von Wahlsiegerin Giorgia Meloni, die rechtsradikalen Fratelli d'Italia (Brüder Italiens), in der Lage sein wird, in einer Regierung die Bedingungen für den Erhalt der Zahlungen weiter zu erfüllen. Italien erhält den größten Anteil aus dem EU-Corona-Wiederaufbaufonds, insgesamt etwa 191,5 Milliarden Euro. Das Land wurde in der ersten Welle der Pandemie EU-weit finanziell am härtesten getroffen.

    Meloni hat erklärt, es sei legitim, dass eine neue Regierung die EU-Gelder basierend auf neuen Regierungsprioritäten anders verwende. Zu der Bewilligung der nächsten Milliarden-Tranche am Dienstag äußerte sie sich zunächst nicht. Seit ihrer Rede zum Wahlsieg am Montagmorgen war sie nicht mehr öffentlich in Erscheinung getreten.
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    Leonard Frick
    Eineinhalb Wochen nach Beginn des Oktoberfestes steigen die Corona-Zahlen in München immer schneller. Auf Wochensicht ist die Inzidenz um knapp 77 Prozent auf 424,9 gestiegen, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Dienstag (Stand 3.08 Uhr) hervorgeht. Das ist deutlich mehr als der bayernweite Anstieg von 43,1 Prozent oder der deutsche von 29,4 Prozent. Die Inzidenz ist die Zahl der erfassten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Menschen binnen sieben Tagen.

    Da die Gesundheitsämter an Wochenenden praktisch keine neuen Fälle an das RKI melden, die dieses in die Zahlen des jeweils nächsten Morgens einrechnen kann, ist Dienstag in der Regel der erste Tag der Woche, an dem sich deutliche Anstiege in den Inzidenzen zeigen.

    Ein Zusammenhang des Anstiegs mit dem Oktoberfest lässt sich derzeit zwar kaum beweisen, er liegt aber nahe: Auch bei anderen Volksfesten hatte sich häufig etwa eineinhalb Wochen nach Beginn ein deutlicher Anstieg in den Inzidenzen gezeigt. Oft waren diese dann noch gut eine Woche weiter gestiegen. Auch Experten hatten im Vorfeld des Oktoberfest eine Wiesn-Welle vorhergesagt.

    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kommentierte die steigenden Zahlen auf Twitter: „Das Oktoberfest wäre mit Testen vor Einlass sicherer gewesen und nicht weniger schön“, betonte er. „Bei den Preisen pro Mass wären die Tests auch noch bezahlbar gewesen.“ Jetzt müssten in der Folge mehr schwere Verläufe und Long-Covid-Fälle behandelt werden.
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    Anne Schwedt
    Das Robert-Koch-Instituts (RKI) meldet 89.282 Neuinfektionen. Die Gesamtzahl der bekannten Infektionen ist damit auf über 33 Millionen gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 334,9. Das RKI registrierte 118 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 149.576.
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    Leonard Frick
    Olaf Scholz positiv auf Corona getestet
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    Patricia Hoffhaus
    Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ist am Montag positiv auf Corona getestet worden. Er habe milde Erkältungssymptome und sich sofort in Isolation begeben, teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit mit.

    Scholz war am Sonntag von einer zweitägigen Reise in die Golfstaaten zurückgekehrt. Vor Antritt der Reise hatte er einen PCR-Test gemacht, der negativ war. Am Sonntag war er nach Angaben aus Regierungskreisen ein weiteres Mal negativ getestet worden.
    Olaf Scholz
    Olaf Scholz   Bild: dpa
    Scholz sagt alle öffentlichen Termine ab, setzt die Regierungsarbeit aus der Wohnung im Kanzleramt aber fort. Interne Termine sowie die für Mittwoch angesetzte Zusammenkunft mit den Regierungschefs der Länder werde der Kanzler virtuell wahrnehmen. 
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    Patricia Hoffhaus
    Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat sich erstmals seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert. Auf Twitter schrieb sie am Montag: „Jetzt hat mich Corona auch erwischt, zum ersten Mal. Das Virus bleibt tückisch. Passt alle in diesem Herbst gut auf Euch auf!“
    Faeser hätte an diesem Dienstag an einer gemeinsamen Sitzung der Innen- und Justizminister in München teilnehmen sollen. Dort wird sie nun von einem Staatssekretär vertreten. Die Ministerin sei in Hessen in häuslicher Isolation, teilte ein Sprecher auf Nachfrage mit.
    Nancy Faeser
    Nancy Faeser   Bild: IMAGO
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    Leonard Frick
    BioNTech und sein Partner Pfizer haben für ihre an die Omikron-Untervarianten BA.4/BA.5 angepasste Auffrischungsimpfung eine Notfallzulassung in den USA zum Einsatz bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren beantragt. Ein Antrag zur Erweiterung der Marktzulassung in der EU für diesen Impfstoff in dieser Altersgruppe soll in den nächsten Tagen auch bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA eingereicht werden, wie die Unternehmen mitteilen.

    Als Booster ab zwölf Jahren hat das Vakzin in der EU und den USA bereits grünes Licht erhalten.
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    Anne Schwedt
    Bildungsgewerkschaften warnen vor Unterrichtsausfällen oder sogar Schulschließungen, falls in einer möglichen neuen Corona-Welle viele Lehrerinnen und Lehrer erkranken. Der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Montag): „Wenn der Schutz und damit die Gesundheit der Lehrkräfte nicht hinreichend beachtet wird, werden die Schulschließungen vor dem Hintergrund des bereits ohnehin schon dramatischen Personalmangels, bei entsprechendem Krankenstand von ganz allein kommen.“

    Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, sagte dem RND: „Sollte es wieder zu deutlich mehr Krankheitsfällen bei den Beschäftigten an Schulen und Kitas kommen, wird es wegen des ohnehin herrschenden Lehrkräftemangels zu noch mehr Unterrichtsausfall kommen.“ Krankheitsbedingte Lücken wären nicht mehr zu kompensieren.
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    Anna Kipnis
    Ein prominenter chinesischer Kommentator fordert Offenheit bei der chinesischen Corona-Politik. „Was die Zukunft angeht, braucht China sehr rationale Untersuchungen und Berechnungen“, schreibt Hu, ehemaliger Chefredakteur der nationalistischen staatlichen Boulevardzeitung „Global Times“ auf der chinesischen sozialen Plattform Weibo. 

    China müsse seine Covid-19-Experten zu Wort kommen lassen und alle Studien und Untersuchungen der Öffentlichkeit zugänglich machen. Hu's ungewöhnlicher Aufruf brachte ihm 34.000 Likes auf Weibo ein. Führende chinesische Politiker hatten im Mai gewarnt, dass sie jeden Kommentar bekämpfen würden, der die Corona-Politik des Landes verzerre, anzweifele oder ablehne.
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    Anne Schwedt
    Der US-Konzern Amazon meldet ein schnelles Wachstum seines deutschen Online-Marktplatzes in der Corona-Krise: Demnach haben die gut 45.000 angeschlossenen kleinen und mittleren Händler im vergangenen Jahr 750 Millionen Produkte über Amazon verkauft, gut 100 Millionen mehr als 2020. Eine wachsende Zahl von Produkten wird demnach ins Ausland verkauft, wie Amazon Deutschland in München am Montag mitteilte. Die Exportumsätze stiegen demnach auf 4,25 Milliarden Euro, im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von mehr als zehn Prozent.

    Amazon ist eher zurückhaltend mit der Veröffentlichung von Geschäftszahlen aus einzelnen Ländern, publiziert aber jährlich einen Bericht zu den Aktivitäten von kleinen und mittleren Unternehmen auf dem Online-Marktplatz. Dessen Gesamtumsatz in Deutschland nannte das Unternehmen in der Mitteilung nicht. Die fünf meist nachgefragten Produktkategorien sind demnach Bedarf für die Wohnung, Drogerie und Körperpflege, Bekleidung, Sport und Freizeit sowie Garten.
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    Lisa Oenning
    Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat nach einem positiven Corona-Test öffentliche Auftritte abgesagt. Er werde aber mit aller Vorsicht weiter arbeiten, twitterte Sánchez . An diesem Tag sollte er an einer Veranstaltung seiner Sozialistischen Partei teilnehmen. 

    Ob er sich krank fühlt und wie es in der kommenden Woche weitergehen wird, teilte Sánchez nicht mit. Der 50-Jährige hatte an der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York teilgenommen und war am Freitag nach Spanien zurückgekehrt.
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    Patricia Hoffhaus
    In Frankreich zieht die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen wieder kräftig an. In der vergangenen Woche stieg der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner um 57 Prozent und lag am Montag bei 308,2, wie die Gesundheitsbehörden in Paris am Freitag mitteilten. Betroffen seien alle Altersgruppen, insbesondere aber junge Menschen im Alter zwischen 10 und 19 Jahren.

    Die Lage in den Krankenhäusern war weiter stabil. Die Behörden appellierten an Menschen ab 60 Jahren, sich eine zweite Auffrischimpfung zu holen. Beschlüsse oder eine Diskussion zum Wiedereinführen von Corona-Maßnahmen gibt es in Frankreich noch nicht. Eine Maskenpflicht gilt lediglich noch für Besucher von Krankenhäusern und Altenheimen.
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    Patricia Hoffhaus
    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den wissenschaftlichen Einfluss Deutschlands bei der internationalen Bekämpfung der Corona-Pandemie hervorgehoben. Dieser sei „unübertroffen“, sagte der oberste Krisenmanager der WHO, Mike Ryan, anlässlich der Jahresversammlung der Wissenschaftsakademie Leopoldina am Freitag in Halle. „Ein Plan garantiert keinen Erfolg, aber ohne Plan geht man nirgendwohin“, sagte Ryan.

    Länder, die eine ungefähre Richtung hatten - auch wenn sie nicht immer zu 100 Prozent richtig war - seien bisher besser durch die Pandemie gekommen, sagte Ryan. Wichtig sei eine wissens- und datenbasierte Entscheidungsfindung, die aufgrund der Erfahrungen mit der Pandemie immer besser werde. Die Wissenschaft habe riesige Fortschritte in der Pandemie gemacht, es bedürfe aber einer besseren Kommunikation und vor allem der Akzeptanz in der Gesellschaft.

    Ryan betonte, dass Diskussionen und Streitigkeiten konstruktiv geführt werden müssten. Es gehe darum, die Zukunft zu gestalten und nicht Angst zu erzeugen. „Die Pandemie hat unsere Gesellschaft nachhaltig verändert“, sagte Ryan. Er warnte vor weiterer gesellschaftlichen Spaltung, die auch durch pandemiebedingte Probleme befeuert worden sei.
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    Leonie Tabea Natzel
    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 50.800 Neuinfektionen. Die Gesamtzahl der bekannten Infektionen ist damit auf über 32,9 Millionen gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 294,7 von 281.4 am Vortag. Das RKI registrierte 93 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 149.368.
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    Patricia Hoffhaus
    Nach zweieinhalb Jahren beendet Hongkong seine Quarantänepflicht bei der Einreise. Ankömmlinge müssen künftig nur noch drei Tage ihre Gesundheit beobachten und können in der Zeit nicht in Restaurants oder Bars, wie Hongkonger Medien am Freitag berichteten. Nach einem negativen Test am vierten Tag bekommen sie in der Corona-App einen blauen Code und können sich damit frei bewegen. Am sechsten Tag ist ein weiterer Test vorgesehen. Die neuen Regeln gelten von Montag an.

    Vor dem Abflug nach Hongkong kann künftig ein Antigen-Test innerhalb von 24 Stunden gemacht werden - statt des bisher geforderten PCR-Tests innerhalb von 48 Stunden, wie berichtet wurde. Einreisende werden am Flughafen noch einmal getestet, müssen aber nicht mehr auf das Ergebnis warten. Touristen können demnach in jedem beliebigen Hotel unterkommen. Die neuen Regeln ersetzen die bisherige dreitägige Quarantäne in bestimmten Hotels gefolgt von vier Tagen gesundheitlicher Beobachtung.

    Nach dem Ausbruch der Pandemie hatte die chinesische Sonderverwaltungsregion zwischenzeitlich sogar drei Wochen Quarantäne von Einreisenden gefordert. In China, dass unverändert eine Null-Covid-Strategie verfolgt, sind heute bei der Ankunft noch sieben Tage in einem Quarantänehotel Pflicht, gefolgt von drei Tagen medizinischer Beobachtung oder mancherorts weiterer Isolation. Auch Taiwan schafft Mitte nächsten Monats seine Quarantänepflicht ab.
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    Anna Kipnis
    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hätte sich kostenlose Corona-Tests auf dem Oktoberfest gewünscht. „Ich finde: Wenn man fast 15 Euro für eine Maß Bier verlangt, dann kann man den Besuchern auch einen kostenlosen Test anbieten“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“ (Freitagsausgabe). „Es wäre eine Solidaritätsgeste gewesen, die über Deutschland hinaus wahrgenommen worden wäre.“

    Er sei zum Oktoberfest eingeladen gewesen, sagte Lauterbach der Zeitung – „bin aber nicht hingegangen. Wenn jedem am Eingang ein Test angeboten worden wäre, hätte ich mir das vielleicht noch überlegt“.
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    Patricia Hoffhaus
    Mehrere Kennzahlen deuten auf ein wieder leicht zunehmendes Corona-Infektionsgeschehen in Deutschland hin. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz zum Beispiel stieg vergangene Woche um elf Prozent im Vergleich zur Woche zuvor, wie es im Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagabend zu Covid-19 heißt. Am stärksten war der Anstieg demnach in der Altersgruppe der 50- bis 84-Jährigen. Der Report bezieht sich vor allem auf die vergangene Woche.

    Grundlage der Inzidenzberechnung sind Labortestungen, die mittlerweile aber seltener als in vorherigen Phasen der Pandemie durchgeführt werden. Leichte Anstiege verzeichnet das RKI aber auch bei zusätzlich ermittelten Schätzwerten zu an Covid-19 Erkrankten und zu Arztbesuchen aus diesem Grund. Zudem habe die Zahl gemeldeter Corona-Ausbrüche in medizinischen Einrichtungen und Pflegeheimen zugenommen.

    Bei schweren Covid-19-Erkrankungen (Krankenhaus/Intensivstation) wird bisher keine Trendwende hin zu einem Wiederanstieg verzeichnet: Die Rede ist von einer Stabilisierung der Werte auf einem Plateau.

    Generell spricht das RKI weiterhin von einem hohen Infektionsdruck in allen Altersgruppen. Unverändert sorgt die Omikron-Sublinie BA.5 nach Stichproben-Daten für den allergrößten Teil der Fälle (rund 96 Prozent).
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    Patricia Hoffhaus
    Deutschland kann die Frist für die Abschiebung von Schutzsuchenden nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshof (EuGH) nicht aufgrund der Corona-Pandemie aussetzen. Der EuGH urteilte am Donnerstag, dass die Abschiebungsfrist von sechs Monaten trotz der vorübergehenden Aussetzung von Rückführungen während der Corona-Krise in der EU weitergelaufen sei. Das Bundesinnenministerium hatte dagegen argumentiert, dass die Frist wegen der Corona-Maßnahmen ausgesetzt worden sei.

    Der EuGH bestätigte somit die Auffassung eines deutschen Gerichts, wonach die Bundesrepublik für die Anträge von mehreren Asylsuchenden zuständig sei, die zwar über ein anderes EU-Land eingereist waren und dort hätten Asyl beantragen müssen, aber wegen der Pandemie nicht rechtzeitig dorthin zurückgeschickt worden waren.
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    Patricia Hoffhaus
    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die bald wieder schärferen Corona-Schutzregeln auch mit Blick auf die angespannte Gesamtlage mit der Energiekrise gerechtfertigt. „Was wir tun, ist auch ein Beitrag zur Stabilität dieser krisenhaften Situation, die uns im Herbst erwarten könnte“, sagte er in der ARD-Sendung „Maischberger“ am Mittwochabend.

    Er wolle es nicht verantworten müssen, unvorbereitet in eine Situation hineinzugehen, in der es eine Energiekrise gebe, der Ukraine-Krieg andauere, und „wo wir dann auch noch die Infrastruktur verlieren, weil plötzlich die Kliniken überfüllt sind, weil die Leute alle krank sind. Das muss einfach abgewendet werden.“

    Das geänderte Infektionsschutzgesetz sieht vom 1. Oktober bis 7. April 2023 wieder weitergehende Regeln zu Masken und Tests vor. 
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    Anna Kipnis
    Taiwan will von Mitte nächsten Monats an die Quarantänepflicht bei der Einreise abschaffen. Ankömmlinge sollen sich dann nur noch sieben Tage lang selbst isolieren und testen. Wenn nötig, können sie vor die Tür gehen, sollen dann aber Maske tragen und Abstand halten. Der Plan soll ab 13. Oktober gelten, wenn wöchentlich wieder 150.000 Reisende ins Land gelassen werden, wie ein Regierungssprecher am Donnerstag in Taipeh mitteilte.

    Die Regierung wolle die Vorbeugung gegen die Pandemie mit der Förderung des Wirtschaftswachstums, den sozialen Aktivitäten und dem internationalen Austausch ausbalancieren, sagte der Sprecher. Vorerst gilt aber noch weiter die Pflicht zu einem Antigen-Test am Flughafen und zu dreitägiger Quarantäne gefolgt von vier Tagen eigenem Gesundheitsmanagement. Mit Wirkung vom 29. September wird zunächst die Zahl der Einreisenden von 50.000 auf 60.000 erhöht.

    Die demokratische Inselrepublik vermeldete allein am Donnerstag mehr als 40.000 neue Infektionen, darunter 258 importierte Fälle. In der ersten Phase der Pandemie hatte Taiwan frühzeitig reagiert, sich abgeschottet und das Virus besser als viele andere Länder im Griff gehabt. Doch mit der sich leicht verbreitenden Omikron-Variante und den milderen Krankheitsverläufen wurden die Maßnahmen gelockert.
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    Andreas Dörnfelder
    Der frühere Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat seinen Corona-Politik in den Jahren 2020 und 2021 verteidigt, sieht im Rückblick aber auch Fehler und Probleme. „Alles in allem ist dieses unser Land vergleichsweise gut durch diese bisherige Pandemiezeit gekommen“, sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend in Berlin bei der Vorstellung eines Buches über seine Sicht auf die Krise. Zugleich würde er in Entscheidungsrunden heute an manchen Stellen zu anderen Empfehlungen kommen.

    Um Verzeihung bitten müsse man vor allem bei Familien und Kindern, sagte Spahn. Was die Situation mit ihnen gemacht habe, sei zu lange zu wenig im Fokus gewesen. Sein Buch hat den Titel „Wir werden einander viel verzeihen müssen“ – angelehnt an eine Formulierung, mit der er im April 2020 im Bundestag um Verständnis für schwierige politische Entscheidungen in der Krise geworben hatte. Spahn hatte sich nach dem Ende seiner Ministerzeit im Dezember 2021 nicht mehr öffentlich zur Corona-Politik geäußert.
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    Patricia Hoffhaus
    Der europäische Luftverkehr hat in den Corona-Pandemiejahren 2020 und 2021 drastisch abgenommen - nun steigt er wieder und damit auch die Umweltbelastung. Nach einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) starteten und landeten 2021 rund fünf Millionen Flieger an den Flughäfen der 31 Länder der EU und der Freihandelsorganisation EFTA. Im Jahr 2020 waren es sogar nur vier Millionen nach mehr als neun Millionen Flügen 2019.

    Die Verkehrsleistung, gemessen an der Zahl der insgesamt geflogenen Passagierkilometer, ging noch stärker zurück. Sie sank von fast 1,5 Billionen im Jahr 2019 auf weniger als 400 Milliarden im Jahr 2020; im Jahr 2021 waren es dann rund 500 Milliarden.
    Bild: IMAGO
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    Marc Renner
    Infografik: COVID-19 hat sich auf den Tourismus ausgewirkt wie kein Ereignis zuvor | Statista
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    Patricia Hoffhaus
    Eine Corona-Infektion hinterlässt bei vielen Menschen auch nach Monaten noch gesundheitliche Spuren. Sie leiden deutlich häufiger an einem chronischen Erschöpfungssyndrom als Menschen, die keinen Kontakt zu dem Virus hatten, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Untersuchung der Berliner Charité und der Uniklinik Schleswig-Holstein (UKSH) zeigt. „Langanhaltende chronische Erschöpfung nach einer SARS-CoV-2-Infektion ist durchaus ein häufiges und relevantes Problem. Die Erkrankung ist mit großem persönlichen Leidensdruck verbunden, führt zu Ausfällen am Arbeitsplatz und stellt eine erhebliche Belastung für das Gesundheitssystem dar“, sagt Carsten Finke von der Klinik für Neurologie der Charité.

    Nach Angaben der Wissenschaftler gab es bisher keine zuverlässigen Zahlen für die Häufigkeit von Spät- und Langzeitfolgen wie chronische Erschöpfung nach Covid-19. Das Forschungsteam um Finke und Walter Maetzler, stellvertretender Direktor der Klinik für Neurologie der UKSH, wertete für die Untersuchung Daten von rund 1000 Patienten aus, deren Infektion mindestens sechs Monate zurücklag. Verglichen wurde dies mit einer Gruppe von rund 1000 Menschen ohne vorangegangene Infektion, deren Daten für eine Bevölkerungsstudie der Universität Leipzig vor der Pandemie zusammengetragen worden waren.
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    Patricia Hoffhaus
    Die dänische Königin Margrethe II. (82) ist nach ihrer Teilnahme an der Trauerfeier für die britische Queen Elizabeth II. positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie halte sich nun auf Schloss Fredensborg gut 30 Kilometer nördlich von Kopenhagen auf, teilte das dänische Königshaus am Mittwoch mit. Ihre Aktivitäten in dieser Woche seien entsprechend abgesagt worden. Eine für Freitagabend geplante Veranstaltung mit Regierungs-, Parlaments- und Europaparlamentsvertretern auf Schloss Christiansborg - Sitz des dänischen Parlaments - werde nun mit Kronprinz Frederik und Kronprinzessin Mary als Gastgebern abgehalten.
    Bild: dpa
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    Patricia Hoffhaus
    Mehr Einkäufe am Stadtrand, weniger in den Innenstädten: Die Corona-Pandemie hat nach einer Analyse des Ifo-Instituts dem Einzelhandel in den Vororten genutzt. Die Geschäfte in den teuren Innenstadtlagen haben dagegen dauerhaft erhebliche Einbußen erlitten, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut am Mittwoch mitteilte. Die Einzelhandelsumsätze in den Zentren fünf großer Städte waren demnach auch Ende Mai noch zehn Prozent niedriger als vor Beginn der Pandemie. In Wohngebieten in Vororten hingegen zeigte sich das umgekehrte Bild: ein Umsatzplus von 20 Prozent. Ursache ist nach Analyse der Ökonomen, dass nach wie vor viele Menschen im Heimbüro arbeiten.

    Grundlage waren anonymisierte Umsatzzahlen aus Kartenzahlungen in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Dresden sowie deren Umland, die das Unternehmen Mastercard zur Verfügung stellte. Die Forscher setzten das in Beziehung zu Daten über die Homeoffice-Nutzung in den jeweiligen Städten. Ausgewertet wurden ausschließlich Umsätze an Ladenkassen, keine Online-Käufe. „Die Leute gehen weiter einkaufen, aber eben dort, wo sie wohnen“, sagte Carla Krolage, eine der Autorinnen.
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    Sarah Sendner
    Die Hausärzte hoffen, dass die vorläufige Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) der ihrer Ansicht nach derzeit eher mauen Corona-Impfkampagne einen neuen Impuls gibt. Nach der Zulassung der an die Omikron-Variante angepassten Impfstoffe hatte sich die Stiko am Dienstag für deren bevorzugten Einsatz bei Auffrischimpfungen ausgesprochen. „Das schafft Vertrauen und ist eine Voraussetzung dafür, das Thema Corona-Impfungen noch aktiver in die Bevölkerung zu tragen“, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Markus Beier, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). Allerdings rät die Stiko nach wie vor nur bestimmten Gruppen wie Menschen ab 60 Jahren zur Viertimpfung.

    Zwar ziehe die Nachfrage nach Impfungen in den Praxen an, im Vergleich zu früheren Impfkampagnen bewege sie sich aber noch immer auf eher niedrigem Niveau, beklagte Beier. Bisher habe sich erst „knapp ein Viertel der über 60-Jährigen“ für eine vierte Impfung entschieden. Um die Impfquote zu steigern, bräuchten die Hausärzte auch die Unterstützung der Politik. Dazu gehöre unter anderem, „dass die Impfstofflieferungen endlich verlässlich stattfinden“.
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      1103 Kommentare zu "Corona-News: Bundeskanzler Scholz positiv auf Corona getestet – Bildungsgewerkschaften warnen vor Unterrichtsausfällen"

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      • Der kühle Olaf hat Corona: hoffentlich schmilzt er nicht! https://www.youtube.com/watch?v=Pj4tzjmKGGo


      • „Die Zahlen galoppieren regelrecht“

        Die Zahl von Migranten wächst, die sich über Balkanroute und Mittelmeer in Richtung EU aufmachen – viele von ihnen mit Ziel Deutschland. Bürgermeister schlagen Alarm. „Das Türkei-Abkommen erodiert“, warnt die Union und verlangt, dass Kanzler Scholz sich persönlich darum kümmert.

        Nun hat sich unsere Olaf aus der Hansestadt auch noch infiziert.

      • Nicht vergessen
        Immer schön rot/grün/schwarz wählen ihr Schlafschafe
        oder doch mal Piraten wählen?

      • ...sorry - falscher Kommentar zum Titel.

      • @ Herr Felsch: HB-Beitrag: "Aus deutscher Sicht ist klar: Je schneller wieder Frieden herrscht, desto besser. Die USA haben es da möglicherweise nicht so eilig..." Genau das sagen ja die sogenannte Putin-Trolle. Die USA sind die Nutznießer - haben ja auch NS2 verboten in Betrieb zu nehmen...Wie würden Sie jetzt die deutsche Seite einordnen?

      • "US-Präsident Biden erklärt Pandemie für beendet"
        Hoffentlich kommt der Winter nicht und hoffentlich hält sich auch der Virus an Biden!

      • Was ist Corona in Deutschland immer noch ein Problem mit einer derartig hoher Aufmerksamkeit.
        Wir haben niedrige Inzidenzwerte und ca. 750 Intensivpatienten mit und durch Corona.
        Das ist einfach Irrsinn und dient unserem Gesundheitsminister offensichtlich dazu, von den eigentlichen Problemen unseres immer weniger leistungsfähigen Gesundheitssystems abzulenken.
        D.h. er lenkt so mit diesen Scheindiskussionen von seiner eigenen Unfähigkeit ab, neue Wege, vor allem erfolgreiche Wege zur Erhöhung unseres Gesundheits- und Pflegesystems zu planen und umzusetzen.
        Immer noch werden Intensiv- und Pflegeplätze abgebaut und kein Personal aufgebaut - das Gegenteil von dem was nötig ist.
        Das neue Infektionsschutzgesetz ist ja zwischenzeitlich, still und leise, losgekoppelt von Corona und gilt bei jedwedem Engpass im Gesundheitswesen. Seine Unfähigkeit kann also durchaus dafür sorgen, dass ohne Corona massiv unsere Grundrechte eingeschränkt werden können. Ein nicht wahrgenommener Skandal.

        Wir sollten Politiker/-innen an ihre Ergebnisse messen, nicht an ihre Sprüche und Pläne.
        Vor allem, was ist am abgegebenen Amtseid nicht zu verstehen ?

      • „US-Virologe Anthony Fauci gibt Rücktritt bekannt“

        Das ist gut- Sein Drosten ist ebenso bereits unter der Decke verschwunden und der Wieler auch.

      • Aus welchen Fakten erkennt Dr. Montgomery schon wieder Probleme wegen Corona.
        Herr Panik-Lauterbach ist offensichtlich nicht in der Lage, unser Gesundheitssystem leistungsfähig zu halten.

      • Wo liegt die fachliche Qualifikation eines Radiologen und Gewerkschaftschef, dass Redaktionen seine Ansichten zu Corona und speziell über Impfungen multiplizieren? Bitte hinterfragen Sie die Motivationen Herrn Dr. Montgomerys, sich zu diesem Thema zu äußern. Oder ist es ein Perpetuum Mobile: Journalisten fragen, Herr Dr. Montgomery verweigert keine Antwort, egal ob qualifiziert oder nicht? Aber da stecken auch zwei Motivationen dahinter, die man hinterfragen sollte.

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