Corona-News US-Arzneimittelbehörde genehmigt Biontech/Pfizer-Impfung für Kinder ab fünf Jahren – Inzidenz steigt auf 145,1
RKI meldet 21.543 Neuinfektionen +++ Österreichische Bundesländer verschärfen Corona-Regeln +++ G20: 70 Prozent der Welt soll Mitte 2022 geimpft sein +++Der Newsblog.
Corona-Pandemie
Italiens Ministerpräsident Mario Draghi hat als Vorsitzender der G20-Länder das Ziel bekräftigt, bis zur Mitte des nächsten Jahres mehr als zwei Drittel der Weltbevölkerung gegen das Coronavirus zu impfen. Man sei nah dran, das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu erreichen, bis Ende Dezember 40 Prozent der Menschen zumindest eine Impfdosis zu geben, sagte Draghi in seiner Auftaktrede zum G20-Gipfel am Samstag in Rom. „Nun müssen wir alles tun, um bis Mitte 2022 70 Prozent zu erreichen.“
Draghi kritisierte die großen Unterschiede bei den Impffortschritten. Während in reichen Staaten rund 70 Prozent der Einwohner mindestens einmal geimpft seien, falle die Quote bei den ärmsten Ländern auf drei Prozent. Diese Unterschiede seien „moralisch nicht akzeptabel“ und „untergraben“ den weltweiten Kampf gegen die Pandemie, sagte er.
In China sind 75,8 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. 1,07 Milliarden Menschen hätten bereits den kompletten Impfschutz erhalten, teilt die Nationale Gesundheitskommission mit. In der Volksrepublik leben rund 1,41 Milliarden Menschen. In Wuhan war im Dezember 2019 erstmals das Coronavirus nachgewiesen worden. Seither hat es sich weltweit verbreitet.
Ärztepräsident Klaus Reinhardt wirbt angesichts der schnelleren Corona-Ausbreitung für gezielte Auffrischungsimpfungen und warnt vor größeren Belastungen der Kliniken. „Noch ist die Situation beherrschbar“, sagte der Chef der Bundesärztekammer der Deutschen Presse-Agentur. Man wolle aber auf keinen Fall erneut erleben, dass Pflegekräfte aus anderen Bereichen auf Corona-Stationen aushelfen und zum Beispiel planbare Operationen abgesagt werden müssten. Ärzte in Kliniken und Praxen, Pflegekräfte und medizinische Fachangestellte seien nach eineinhalb Jahren Pandemie an ihrer Belastungsgrenze. „Das sollten sich auch diejenigen vergegenwärtigen, die sich, aus welchen Gründen auch immer, noch nicht geimpft haben.“
Reinhardt betonte: „Die dritte Corona-Impfung kann gerade bei älteren und vorerkrankten Menschen das Infektionsrisiko erheblich reduzieren.“ Die Ständige Impfkommission (Stiko) habe deshalb klare Impf-Empfehlungen für Menschen ab 70 Jahre, Vorerkrankte und Menschen aus bestimmten Berufen ausgesprochen. Er rate Bürgerinnen und Bürgern aus diesen Gruppen dringend, Angebote für Drittimpfungen wahrzunehmen. Solche Impf-Verstärkungen („Booster“) sind mindestens sechs Monate nach einer vollständigen Impfung möglich.
Angesichts stark steigender Corona-Zahlen haben Lehrerverband und Ethikrat davor gewarnt, mit einer Politik des Augen-zu-und-durch die Gesundheit vieler Schüler zu gefährden. Die Politik setze Lockerungen durch zu einem Zeitpunkt, an dem Gesundheitsschutzmaßnahmen eher zu intensivieren seien, kritisierte der Chef des Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, mit Blick auf die Aufhebung der Maskenpflicht im Unterricht in einigen Bundesländern. Die Vize-Vorsitzende des Ethikrats, Susanne Schreiber, sagte - ebenfalls in der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Samstag): „Auch, wenn schwere Verläufe bei Kindern seltener auftreten, werden bei starkem Infektionsgeschehen Hunderte von Kindern von Komplikationen betroffen sein.“ Und: „Eine Augen-zu-und-durch-Mentalität reicht hier nicht aus.“
Meideringer sagte, die betreffenden Bundesländer handelten „gegen den ausdrücklichen Rat des in Deutschland für die Gefahrenabschätzung von Infektionskrankheiten zuständigen Robert-Koch-Instituts und die Mehrheit der Virologinnen und Virologen“. Mit der Vielzahl von Infektionen bei Kindern nehme auch die absolute Zahl an Long-Covid-Folgen, Hospitalisierungen und PIMS-Syndromen bei Kindern zu. „Da geht es nicht um Hunderte, sondern dann um tausende Fälle.“
Ärztevertreter üben Kritik an der Aussage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu einer Corona-Auffrischungsimpfung für alle. Spahn hatte die Risikogruppen genannt, für die eine solche Nachimpfung (Booster) besonders empfohlen ist, und hatte dann darauf hingewiesen, dass das grundsätzlich auch für Jeden möglich ist.
„Wir sind verärgert, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Erwartungen schürt, Booster-Impfungen seien für Alle möglich“, sagte das Vorstandsmitglied des Hausärzteverbands, Armin Beck, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Die Hausärzte folgen der Empfehlung der Ständigen Impfkommission, und diese empfiehlt aktuell Drittimpfungen nur für über 70-Jährige und wenige andere Gruppen.“ Durch Spahns Äußerungen werde nun aber der Aufklärungs- und Diskussionsbedarf in den Praxen größer. Wenn die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Empfehlung ausweite, würden die Hausärzte auch diese Personengruppen impfen, kündigte er an.
Das Corona-Virus ist nach Einschätzung von US-Geheimdiensten entweder natürlichen Ursprungs oder ist aus einem Labor entwichen. Beide Hypothesen seien plausibel, heißt es in einem für die Öffentlichkeit freigegebenen Bericht des U.S. Director of National Intelligence. Genauer würden die US-Dienste es wohl nicht klären können. Als unwahrscheinlich verwarfen die Geheimdienste die Annahme, das Virus könne als biologische Waffe entwickelt worden sein.
Nach einem Corona-Ausbruch in einer Senioren-Residenz in Brandenburg sollen einem Medienbericht zufolge bereits acht Bewohner gestorben sein. Insgesamt seien in der Einrichtung in Schorfheide am Werbellinsee 42 Bewohner und 15 Mitarbeiter an Covid-19 erkrankt, bestätigte das Gesundheitsamt des Landkreises Barnim dem Rundfunk Berlin-Brandenburg am Freitag.
„Es ist eine sehr ungünstige Situation in diesem Heim, weil zwar die Bewohner recht gut geimpft sind, aber die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben eine relativ geringe Impfquote“, sagte Amtsärztin Heike Zander dem Radiosender Antenne Brandenburg. „In dieser Einrichtung beträgt die lediglich ungefähr 50 Prozent."
In Österreich führen rasant steigende Infektionszahlen zu Verschärfungen bei den Corona-Regeln für Ungeimpfte. Nach den Bundesländern Steiermark und Tirol lassen auch Oberösterreich und Kärnten Ungeimpfte unter bestimmten Bedingungen bald nicht mehr in Restaurants und Bars. Das gilt auch, wenn sie einen negativen Test vorweisen können, wie sie Bundesländer am Freitag beschlossen. Die Maßnahmen treten in Oberösterreich am 8. November, in Kärnten bereits am 4. November in Kraft.
Die Regeln gelten in der Nachtgastronomie und bei Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze ab 500 Personen. Zutritt haben dann nur noch Geimpfte und Genesene. Vielerorts wird das Tragen einer FFP2-Maske vorgeschrieben. Die Kontrollen sollen verschärft werden.
In Bulgarien sind die Krankenhäuser dem Ansturm der Corona-Patienten kaum noch gewachsen. Am Freitag wurden nach Angaben der Behörden mehr als 7500 Menschen wegen einer Infektion mit dem Virus stationär behandelt, davon 656 auf den Intensivstationen. Mehr als 90 Prozent der Patienten waren nicht geimpft.
Zusätzlich wurden knapp 5200 Neuinfektionen und weitere 124 Todesfälle registriert. Bulgarien hatte in den vergangenen zwei Wochen die höchste Sterblichkeitsrate unter Corona-Patienten in der Europäischen Union. Bulgarische Gesundheitsexperten machten die niedrige Impfquote für die Lage verantwortlich – nur einer von vier Erwachsenen im Land ist vollständig geimpft.
Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer hat in den USA nun auch für den Einsatz bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren eine Notfallzulassung bekommen. Nachdem ein Beratergremium der FDA sich am Dienstag dafür ausgesprochen hatte, gewährte die US-Arzneimittelbehörde die Notfallzulassung am Freitag. Im Anschluss muss sich nun formell auch noch die Gesundheitsbehörde CDC damit befassen.
Damit kann die Impfkampagne für die etwa 28 Millionen betroffenen Kinder in den USA nun – wie vom Weißen Haus bereits geplant – noch im November starten. Innerhalb der kommenden Tage sollen 15 Millionen Dosen Impfstoff an Kinderärzte, Kliniken und Apotheken ausgeliefert werden. Auch in Europa haben das deutsche Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer eine Zulassung ihres Corona-Impfstoffs für Kinder dieser Altersgruppe beantragt.
In Italien ist die Corona-Inzidenz erneut gestiegen. Der Durchschnittswert für die zurückliegenden sieben Tage lag Stand Donnerstag bei landesweit 46 Corona-Fällen je 100.000 Einwohner, wie aus dem wöchentlichen Lagebericht des Gesundheitsministeriums am Freitag in Rom hervorging. In der Vorwoche gaben die Experten den Wert noch mit 34 Fällen an. Im Vergleich zu Donnerstag vor einer Woche stieg demnach auch der Anteil der Corona-Patienten auf den Intensiv- und Krankenstationen.
Die Situation werde mit größter Aufmerksamkeit überwacht, hieß es in dem Bericht weiter. Gesundheitsexperte und Ministeriumsberater Gianni Rezza mahnte in einem Video zum Gebrauch von Masken und zu Vorsicht. Am Freitag meldeten die Behörden 5335 neue Corona-Fälle und etwas mehr als 30 Tote mit dem Virus binnen eines Tages. In seiner Impfkampagne hat Italien bislang knapp 83 Prozent der Menschen über zwölf Jahren durchgeimpft.
Bis Mitte nächsten Jahres sollen aus Sicht der G20-Finanz- und Gesundheitsminister „in allen Ländern“ der Welt rund 70 Prozent der Bevölkerung geimpft sein. Bei ihren Beratungen vor dem G20-Gipfel in Rom haben sich die Minister der großen Industrieländer am Freitag damit hinter das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestellt. Bis Ende 2021 sollen dafür schon 40 Prozent geimpft sein, wie aus dem Kommuniqué zum Abschluss des Treffens weiter hervorging.
„Wir werden Schritte unternehmen, um die Versorgung mit Impfstoffen und wichtigen medizinischen Produkten anzukurbeln“, heißt es darin. Auch sollen Liefer- und Finanzierungsprobleme beseitigt werden. Die Lieferketten sollen verbessert werden, um die Verteilung der Impfstoffe auszuweiten. Auch sollen lokale und regionale Herstellungskapazitäten durch gemeinsame Produktions- und Verarbeitungsvereinbarungen erhöht werden.
Dazu gehörten auch „Drehscheiben für freiwilligen Technologietransfer in verschiedenen Regionen“ wie jüngst in Südafrika, Brasilien und Argentinien, heißt es weiter. Die Erklärung stieß umgehend auf Kritik von Aktivisten. Die Entwicklungsorganisation One zeigte sich „enttäuscht und besorgt“, weil die Minister keine konkreten Details oder Pläne vorgelegt hätten, wie sie das Ziel erreichen wollten.
Die Staats- und Regierungschefs könnten bei ihren Beratungen am Wochenende aber noch „die Versprechen in Taten umwandeln“, sagte Emily Wigens von One. „Ohne neue Verpflichtungen riskiert dieser Gipfel nichts als heiße Luft zu werden.“ Auch andere Organisationen hatten vor dem Gipfel bereits die Befürchtung geäußert, dass das 40 Prozentziel bis Jahresende kaum noch zu schaffen sei.
Während in den reichen Ländern heute bereits rund 70 Prozent der Bevölkerung geimpft ist, sind es in armen Ländern nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen zwei und vier Prozent. Der Währungsfonds (IWF) berichtete jüngst, dass 96 Prozent der Menschen in Ländern mit niedrigen Einkommen nicht geimpft seien.
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Draghi kritisierte die großen Unterschiede bei den Impffortschritten. Während in reichen Staaten rund 70 Prozent der Einwohner mindestens einmal geimpft seien, falle die Quote bei den ärmsten Ländern auf drei Prozent. Diese Unterschiede seien „moralisch nicht akzeptabel“ und „untergraben“ den weltweiten Kampf gegen die Pandemie, sagte er.
Bundeskanzlerin Angela Merkel ruft die Deutschen zu mehr Entschlossenheit im Kampf gegen das Coronavirus auf. Die aktuelle Entwicklung der Hospitalisierungswerte und der Todeszahlen „bereitet mir große Sorgen", sagt sie der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".
„Sie sollte uns allen Sorgen bereiten." Derzeit mache sich „schon wieder eine gewisse Leichtfertigkeit breit". Es stimme sie sehr traurig, dass noch zwei bis drei Millionen Deutsche im Alter von über 60 Jahren nicht geimpft seien.
In den USA steigt die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages um mindestens 100.981 auf rund 45,99 Millionen. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten der Gesundheitsbehörden.
Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus legt um mindestens 2730 auf 748.349 zu. Die USA weisen weltweit die höchsten Infektions- und Todeszahlen auf.
In China registrieren die Behörden so viele neue Ansteckungsfälle an einem Tag wie seit mehr als sechs Wochen nicht mehr. 59 lokal übertragene Neuinfektionen seien gemeldet worden nach 48 am Vortag. Einschließlich der aus dem Ausland eingeschleppten Fälle sind es 78 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die meisten Fälle traten im Norden auf, unter anderem in Heilongjiang, der Inneren Mongolei und Peking.
Im Vergleich zu anderen Ländern sind die Zahlen in China niedrig, doch greift die Regierung gewöhnlich rasch zu drastischen Maßnahmen, so bereits in der Hauptstadt und einigen Gebieten im Nordwesten. Teilweise wurde den Menschen untersagt, ihre Wohnanlagen zu verlassen, der Präsenzunterricht in Schulen wurde eingestellt, und Unternehmen mussten schließen.
Deutschland hält am Ziel fest, bis Jahresende 100 Millionen Impfstoffdosen an ärmere Länder abzugeben. „Dieses Versprechen halten wir auch“, sagt eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums (BGM) der „Welt am Sonntag“ einem Vorabbericht zufolge. Bislang hat die Bundesrepublik erst 17,6 Millionen Dosen des Herstellers AstraZeneca an Drittstaaten abgegeben.
Die größten Empfängerländer sind Vietnam mit 2,6 Millionen Dosen, die Ukraine mit 1,5 Millionen sowie Ägypten und Ghana mit jeweils 1,5 Millionen. Genügend Vakzine für Drittimpfungen in Deutschland seien dennoch vorhanden. 2022 erhält Deutschland laut BMG insgesamt 256 Millionen Dosen von allen zugelassenen Herstellern.
Das Robert-Koch-Institut meldet 21.543 neue Corona-Fälle. Das sind 6398 Positiv-Tests mehr als am Samstag vor einer Woche, als 15.145 gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt deutlich auf 145,1 von 139,2 am Vortag, vor einer Woche lag sie bei 100. 90 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.
Reinhardt betonte: „Die dritte Corona-Impfung kann gerade bei älteren und vorerkrankten Menschen das Infektionsrisiko erheblich reduzieren.“ Die Ständige Impfkommission (Stiko) habe deshalb klare Impf-Empfehlungen für Menschen ab 70 Jahre, Vorerkrankte und Menschen aus bestimmten Berufen ausgesprochen. Er rate Bürgerinnen und Bürgern aus diesen Gruppen dringend, Angebote für Drittimpfungen wahrzunehmen. Solche Impf-Verstärkungen („Booster“) sind mindestens sechs Monate nach einer vollständigen Impfung möglich.
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat im Streit mit Polen nach dem jüngsten Urteil des Europäischen Gerichtshofs eine Auszahlung der milliardenschweren Corona-Hilfen ohne Einlenken der polnischen Regierung ausgeschlossen. Polen müsse für Zahlungen aus dem Europäischen Wiederaufbaufonds die vom Europäischen Gerichtshof geforderte Unabhängigkeit der Justiz wiederherstellen, sagte von der Leyen der „Augsburger Allgemeinen".
„Das heißt, dem Urteil auch folgend: Die Disziplinarkammer muss abgeschafft werden, das Disziplinarregime muss reformiert werden und es muss ein Prozess in Gang gesetzt werden, die Richterinnen und Richter, die unrechtmäßig aus dem Amt entfernt worden sind, wieder einzusetzen", erklärte die EU-Kommissionschefin. Es liege nun an Polen, diese Reformschritte in einem gemeinsamen Vertrag für den Wiederaufbaufonds fest zu verankern. Für Polen gelte seit Jahren die Reformforderung, die Unabhängigkeit der Justiz wiederherzustellen, so von der Leyen.
Meideringer sagte, die betreffenden Bundesländer handelten „gegen den ausdrücklichen Rat des in Deutschland für die Gefahrenabschätzung von Infektionskrankheiten zuständigen Robert-Koch-Instituts und die Mehrheit der Virologinnen und Virologen“. Mit der Vielzahl von Infektionen bei Kindern nehme auch die absolute Zahl an Long-Covid-Folgen, Hospitalisierungen und PIMS-Syndromen bei Kindern zu. „Da geht es nicht um Hunderte, sondern dann um tausende Fälle.“
„Wir sind verärgert, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Erwartungen schürt, Booster-Impfungen seien für Alle möglich“, sagte das Vorstandsmitglied des Hausärzteverbands, Armin Beck, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Die Hausärzte folgen der Empfehlung der Ständigen Impfkommission, und diese empfiehlt aktuell Drittimpfungen nur für über 70-Jährige und wenige andere Gruppen.“ Durch Spahns Äußerungen werde nun aber der Aufklärungs- und Diskussionsbedarf in den Praxen größer. Wenn die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Empfehlung ausweite, würden die Hausärzte auch diese Personengruppen impfen, kündigte er an.
„Es ist eine sehr ungünstige Situation in diesem Heim, weil zwar die Bewohner recht gut geimpft sind, aber die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben eine relativ geringe Impfquote“, sagte Amtsärztin Heike Zander dem Radiosender Antenne Brandenburg. „In dieser Einrichtung beträgt die lediglich ungefähr 50 Prozent."
Die Regeln gelten in der Nachtgastronomie und bei Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze ab 500 Personen. Zutritt haben dann nur noch Geimpfte und Genesene. Vielerorts wird das Tragen einer FFP2-Maske vorgeschrieben. Die Kontrollen sollen verschärft werden.
Zusätzlich wurden knapp 5200 Neuinfektionen und weitere 124 Todesfälle registriert. Bulgarien hatte in den vergangenen zwei Wochen die höchste Sterblichkeitsrate unter Corona-Patienten in der Europäischen Union. Bulgarische Gesundheitsexperten machten die niedrige Impfquote für die Lage verantwortlich – nur einer von vier Erwachsenen im Land ist vollständig geimpft.
Damit kann die Impfkampagne für die etwa 28 Millionen betroffenen Kinder in den USA nun – wie vom Weißen Haus bereits geplant – noch im November starten. Innerhalb der kommenden Tage sollen 15 Millionen Dosen Impfstoff an Kinderärzte, Kliniken und Apotheken ausgeliefert werden. Auch in Europa haben das deutsche Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer eine Zulassung ihres Corona-Impfstoffs für Kinder dieser Altersgruppe beantragt.
Das Europaparlament darf bald nur noch von Personen betreten werden, die gegen das Coronavirus geimpft, getestet oder genesen sind. Von 3. November an müsse jeder das EU-Covid-Zertifikat vorzeigen, teilte das Parlament am Freitag mit. Davon betroffen sind ausdrücklich auch Abgeordnete und Journalisten. Die Regel gelte für die Parlamentsgebäude an allen drei Standorten in Frankreich, Belgien und Luxemburg. Als Test wird ein negativer PCR-Test aus diesen drei Ländern akzeptiert, der nicht älter als 48 Stunden ist.
Der Schritt ermögliche den Abgeordneten die Rückkehr zu persönlichen Treffen für die parlamentarische Arbeit, während die Sicherheit gewahrt bleibe, heißt es in der Mitteilung. Das Parlament sei eine Institution, die Abgeordnete und andere Beteiligte zusammenbringe, die regelmäßig aus den EU-Staaten anreisten. Zudem sei bei der Entscheidung die unterschiedliche Impfquote in den 27 EU-Ländern berücksichtigt worden. Das Parlament wies zudem darauf hin, dass die Vorgabe bereits seit September für alle Besucher von außerhalb galt. Bestehende Maßnahmen wie die Maskenpflicht sollen bestehen bleiben.
Die Situation werde mit größter Aufmerksamkeit überwacht, hieß es in dem Bericht weiter. Gesundheitsexperte und Ministeriumsberater Gianni Rezza mahnte in einem Video zum Gebrauch von Masken und zu Vorsicht. Am Freitag meldeten die Behörden 5335 neue Corona-Fälle und etwas mehr als 30 Tote mit dem Virus binnen eines Tages. In seiner Impfkampagne hat Italien bislang knapp 83 Prozent der Menschen über zwölf Jahren durchgeimpft.
„Wir werden Schritte unternehmen, um die Versorgung mit Impfstoffen und wichtigen medizinischen Produkten anzukurbeln“, heißt es darin. Auch sollen Liefer- und Finanzierungsprobleme beseitigt werden. Die Lieferketten sollen verbessert werden, um die Verteilung der Impfstoffe auszuweiten. Auch sollen lokale und regionale Herstellungskapazitäten durch gemeinsame Produktions- und Verarbeitungsvereinbarungen erhöht werden.
Dazu gehörten auch „Drehscheiben für freiwilligen Technologietransfer in verschiedenen Regionen“ wie jüngst in Südafrika, Brasilien und Argentinien, heißt es weiter. Die Erklärung stieß umgehend auf Kritik von Aktivisten. Die Entwicklungsorganisation One zeigte sich „enttäuscht und besorgt“, weil die Minister keine konkreten Details oder Pläne vorgelegt hätten, wie sie das Ziel erreichen wollten.
Die Staats- und Regierungschefs könnten bei ihren Beratungen am Wochenende aber noch „die Versprechen in Taten umwandeln“, sagte Emily Wigens von One. „Ohne neue Verpflichtungen riskiert dieser Gipfel nichts als heiße Luft zu werden.“ Auch andere Organisationen hatten vor dem Gipfel bereits die Befürchtung geäußert, dass das 40 Prozentziel bis Jahresende kaum noch zu schaffen sei.
Während in den reichen Ländern heute bereits rund 70 Prozent der Bevölkerung geimpft ist, sind es in armen Ländern nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen zwei und vier Prozent. Der Währungsfonds (IWF) berichtete jüngst, dass 96 Prozent der Menschen in Ländern mit niedrigen Einkommen nicht geimpft seien.
Kanzleramtschef Helge Braun hat kritisiert, dass die drei Ampel-Parteien den Instrumentenkasten für Länder und Kommunen bei der Corona-Bekämpfung deutlich verkleinern wollen. „Ich finde das sehr problematisch, weil eine abschließende Bundesregelung besonders betroffenen Ländern und Regionen die Möglichkeit nimmt, auf eigene Verantwortung weitergehende Schutzmaßnahmen zu ergreifen, wenn es vor Ort erforderlich ist“, sagte Braun der Nachrichtenagentur Reuters.
Er rate zur Flexibilität und in diesem Winter weiter zur Vorsicht. „Die Behauptung, wir hätten es bereits jetzt nur noch mit einer ausklingenden Pandemie zu tun, die nur noch nachlaufende Schutzmaßnahmen erfordert, ist objektiv nicht richtig.“
SPD, Grüne und FDP wollen mit einer Änderung des Infektionsschutzgesetzes etwa Lockdowns, Ausgangssperren und Schulschließungen unmöglich machen, halten aber an weniger schwerwiegenden Auflagen wie etwa der Maskenpflicht und Hygienekonzepten fest.
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Da Riemke hört das Gras wachsen! Ich mag Sie einfach nicht!
Nach diesem Wahlkampf hat Söder fertig. Seine Turboflexibilität ist einmalig.
Warum wieder diese reißerische Überschrift ?
Hat es sich nicht bis zum Handelsblatt (was ich gerne lese und sehr schätze) nicht herumgesprochen, dass die Inzidenz nicht mehr Maß der Dinge ist.
Das Problem für die Intensivstationen kann auch nicht so groß sein, wenn man mehr als 4.500 Intensivbetten abbaut oder nicht betreiben kann.
Lieber geben wir Multi-Milliarden dafür aus, wirtschaftlichen Schaden auszugleichen anstatt das Personal mit besserem Gehalt und Arbeitsbedingungen auszustatten.
Das spricht für Inkompetenz des zuständigen Führungspersonals und der sonstigen Verantwortlichkeiten.
Wo ist also das Problem, sämtliche Grundrechtseinschränkungen sofort aufzuheben.
Das Virus bleibt und wir werden damit leben (können). Der Rest nennt sich Eigenverantwortlichkeit.
Gilt für Raucher, Dickleibige, Alkoholiker und Anhänger von gefährlichen Sportarten oder Freizeitaktivitäten auch.
Ein Jahr Panik, Lockdown, Tests, Impfwut. Gebracht hat es nichts, null. Wir stehen aktuell selbst verglichen mit Indien und Brasilien schlecht da. Lasst diese Pandemie, die noch nicht mal eine Übersterblichkeit erzeugt hat, sondern nur Unmenge an wirtschafltichem und psychischem Leid, endlich sterben und geht wieder der Zukunft entgegen. Wir werden mit diesem Virus leben müssen und können, wie wir es auch mit allen anderen getan haben. Dass wir ihn nicht eindämmen können, haben unterschiedliche Länder mit unterschiedlichen Methoden ja nun zur Genüge bewiesen.
Die intellektuellen Fähigkeiten eines Gerhard Schmidl sind wohl auf extrem niedrigen Niveau. Oder er hat seine Augen und Ohren geschlossen. Wer weiß?
Da Riemke arbeitet bestimmt in einem Krankenhaus!
Ein Blinder der von der Farbe redet!
Ausgerechnet Bayern. Da wohnt man lieber nicht im gallischen Dorf!
'Mia san Mia'!
Nun ist es die Inzidenz, die uns Aufmerksamkeit verschafft. Geschenkt.
Geht das mit der Panikmache vor der angeblicher Überlastung der Krankenhäuser schon wieder los? Diese Gefahr bestand schon letztes Jahr nicht, ohne Impfung. Und dieses Jahr soll trotz Impfung eine Überlastung anstehen? Absolut nicht nachvollziehbar.
Bayern-Vereinsführung will keinen Druck auf Kimmich ausüben"
Wieso sollte sie auch? Kimmich will sich ja impfen lassen - sobald ein sauber getesteter Totimpstoff auf dem Markt ist. (Ich konnte nicht widerstehen und habe gestern die Schlagzeilen der BILD-Zeitung gelsesn. ;-) )
Und da hat der Kimmich absolut Recht, denn gerade diverse Hochleistungssportler haben die ach so tollen Experimentalimpfstoffe nämlich bereits ziemlich schlecht vertragen - um es mal euphemistisch zu formulieren.