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Corona-Pandemie Berlin öffnet Klubs, Schleswig-Holstein empfängt Touristen: Bundesländer lockern weiter

Mit Blick auf Pfingsten legen Bundesländer neue Öffnungspläne vor. Gesundheitsminister Spahn mahnt hingegen zur Vorsicht. Eine Übersicht der Lockerungen.
17.05.2021 Update: 17.05.2021 - 16:53 Uhr Kommentieren
Unter bestimmen Auflagen ist Urlaub in ganz Schleswig-Holstein wieder möglich. Quelle: dpa
Urlaub in Schleswig-Holstein

Unter bestimmen Auflagen ist Urlaub in ganz Schleswig-Holstein wieder möglich.

(Foto: dpa)

Berlin Mit Pfingsten rückt auch die Aussicht auf Urlaub an der Küste oder in den Bergen näher: Mehr und mehr Bundesländer fahren ihre Corona-Beschränkungen vor dem Feiertagswochenende schrittweise zurück. Grund dafür sind die sinkenden Infektionszahlen und die steigende Impfquote.

Inzwischen sind mehr als 40 Millionen Impfdosen verabreicht worden, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit. Damit seien fast 31 Millionen oder 37 Prozent der Deutschen mindestens einmal geimpft. Mehr als neun Millionen Menschen hätten zwei Impfungen und somit den vollen Schutz. Ein Ende der Impfpriorisierung stellte er für den 7. Juni in Aussicht.

Gleichzeitig liegen laut Robert Koch-Institut die allermeisten Bundesländer unterhalb der Schwelle einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100. Der Wert gibt an, in wie vielen Fällen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Unterhalb einer Inzidenz von 100 können Länder Öffnungsschritte gehen, wovon nun einige Bundesländer Gebrauch machen. Vor dem Pfingstwochenende lockern sie ihre Corona-Maßnahmen, oder sie kündigen weitere Öffnungen an. Hier eine Übersicht:

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    Berlin und Brandenburg

    Die Berliner Kitas bieten ab diesem Montag wieder allen Familien und Kindern ein Betreuungsangebot an. In der Hauptstadt und in den meisten Brandenburger Landkreisen und kreisfreien Städten darf die Außengastronomie außerdem ab Freitag öffnen. Auch Kulturveranstaltungen im Freien sind wieder erlaubt. In Berlin soll es bereits ab Mittwoch erste Öffnungen im Kulturbereich geben. Dann sollen Veranstaltungen im Freien mit bis zu 250 Teilnehmern wieder möglich sein.

    Theater-, Konzert- und Opernhäuser und sogar Klubs dürfen dann ihre Außenbereiche wieder öffnen. Der Mindestabstand von 1,50 Metern darf unterschritten werden, wenn alle Anwesenden negativ getestet sind oder Maskenpflicht auch am Sitzplatz gilt. In Berlin liegt die Inzidenz derzeit bei knapp unter 70.

    Die Berliner Kitas bieten von diesem Montag an wieder für alle Familien und Kinder ein Betreuungsangebot an. Quelle: dpa
    Kita in Berlin

    Die Berliner Kitas bieten von diesem Montag an wieder für alle Familien und Kinder ein Betreuungsangebot an.

    (Foto: dpa)

    In Berlin sollen auch touristische Angebote im Freien grundsätzlich wieder möglich sein. Dazu zählen zum Beispiel Stadtrundfahrten und Schiffsausflüge. Voraussetzung sind allerdings ein negatives Testergebnis und ein vorab gebuchter Termin für einen festen Zeitraum. Hotels und andere Beherbergungen bleiben hingegen geschlossen.

    Hamburg

    Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) kündigte am Sonntag an, zu Pfingsten die Außengastronomie wieder öffnen zu wollen. Offiziell will der Senat am Dienstag darüber entscheiden. Wann auch die Innenbereiche wieder öffnen dürfen, bleibt offen.

    Schleswig-Holstein

    Schleswig-Holstein geht mit Öffnungen voran und empfängt seit diesem Montag unter Auflagen wieder Touristen. Hotels haben wieder geöffnet, touristische Angebote wie Ausflugsschiffe dürfen wieder Gäste an Bord nehmen. Die Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Ingrid Hartges, forderte die anderen Länder auf, sich das nördliche Bundesland zum Vorbild zu nehmen.

    Schleswig-Holstein weist bundesweit die niedrigste Corona-Ansteckungsrate auf. Am Sonntagabend gab das Gesundheitsministerium in Kiel die Sieben-Tage-Inzidenz mit 35,1 an. Für die Öffnungen müssen Touristen aber Hygieneauflagen erfüllen, wie das Tragen von Schutzmasken in bestimmten Situationen sowie negative Corona-Tests vor der Anreise und dann alle drei Tage. Beim Besuch von Lokalen ist ein negatives Testergebnis oder der Nachweis des Impfschutzes nötig.

    Mecklenburg-Vorpommern

    In Mecklenburg-Vorpommern öffnen an diesem Montag die Schulen und Kindertagesstätten wieder. In den meisten Regionen haben die Kinder von Klasse eins bis sechs und die Schüler der Vor-Abschlussklassen täglich Präsenzunterricht. Für die anderen gibt es zunächst Wechselunterricht.

    Beim Tourismus geht das Bundesland allerdings einen deutlich vorsichtigeren Weg als sein Nachbar Schleswig-Holstein. Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern wird ab 7. Juni für Einwohner des Landes und ab 14. Juni für Gäste aus den anderen Bundesländern möglich sein. Ab Pfingstsonntag sollen allerdings bereits die Gastronomiebetriebe wieder öffnen – außen und innen.

    Weitere Bundesländer

    Bundesländer wie Sachsen-Anhalt, Bayern und Rheinland-Pfalz hatten bereits in der vergangenen Woche angekündigt, kontaktarmen Urlaub in Regionen mit niedriger Inzidenz wieder erlauben zu wollen. Niedersachsen hat den Tourismus zunächst nur für Einwohner des Bundeslandes geöffnet.

    Baden-Württemberg hat schon von vergangenem Samstag an für Kreise, in denen fünf Tage lang die 100er-Inzidenz unterschritten wird, die Regeln in der Gastronomie, im Tourismus und in der Freizeit entschärft. So darf die Außen- und Innengastronomie zwischen sechs und 21 Uhr mit Hygieneauflagen und Testkonzepten wieder öffnen. Geplant ist ferner, dass in den Kreisen mit niedrigen Inzidenzen Hotels und Pensionen wieder öffnen und Ferienwohnungen vermietet werden können.

    Spahn mahnt zur Vorsicht

    Gesundheitsminister Spahn richtete sich im Hinblick auf die Lockerungen mit einem Schreiben an die Bundesländer, in dem er vorsichtige Öffnungen anmahnte. Es dürfe keinen „politischen Wettlauf der Lockerungen“ geben, heißt es in dem Papier, das dem Handelsblatt vorliegt.

    Der Grundtenor: Wenn geöffnet wird, dann zuerst im Freien. „Draußen ist es mindestens zehnmal so sicher wie drinnen“, heißt es in dem Papier. Außengastronomie, Einzelhandel, Museen und körpernahe Dienstleistungen sollen demnach unter Auflagen und in Regionen mit einer Inzidenz unter 100 wieder geöffnet werden.

    Auch Veranstaltungen im Freien sollen mit geringer Teilnehmerzahl und unter Auflagen wie einer Kontaktnachverfolgung wieder möglich sein. Einrichtungen wie die Innengastronomie und Hotels sollen hingegen nur unter einer Inzidenz von 50 öffnen dürfen.

    Der Bundesgesundheitsminister mahnt zur Vorsicht. Quelle: AFP
    Jens Spahn

    Der Bundesgesundheitsminister mahnt zur Vorsicht.

    (Foto: AFP)

    Angesichts der steigenden Impfquote wurde auch die Forderung nach weiteren Lockerungen für Geimpfte laut. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte am Wochenende gefordert, dass Corona-Auflagen nicht nur für voll Geimpfte gelockert werden sollten, sondern auch für Menschen mit einer Erstimpfung.

    Die Bundesregierung sieht dafür jedoch derzeit keine Veranlassung. „Bislang ist daran nicht gedacht“, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin. Er betonte, dass die vollständige Schutzwirkung erst zwei Wochen nach der zweiten Impfung bestehe.
    Mit Agenturmaterial.

    Mehr: Impfungen, „Covid-frei“-Labels und Tests – Wie Europas Inseln um Sommerurlauber buhlen

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