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Corona-Rettungsschirm Wie sich die „Krise nach der Krise“ verhindern lässt

Der Rettungsschirm der Bundesregierung soll Unternehmen das Überleben sichern. Das IW Köln macht sich Gedanken darüber, wie man ein böses Erwachen in wenigen Monaten verhindert.
01.04.2020 - 10:40 Uhr Kommentieren

Das ist der Corona-Schutzschirm für die deutsche Wirtschaft

Berlin Der Rettungsschirm ist gigantisch. Das Hilfspaket, das die Bundesregierung binnen kurzer Frist geschnürt hat, um den Unternehmen in Deutschland zu helfen, die Coronakrise zu überstehen, hat ein Volumen von mehr als einer Billion Euro.

Es umfasst mit Krediten, Garantien, Eigenkapitalhilfen und Zuschüssen, mit der erleichterten Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld, den Änderungen im Insolvenzrecht und den Schutzinstrumenten für Mieter ein breites Spektrum von Instrumenten.

Die schnellen und umfassenden staatlichen Unterstützungsmaßnahmen seien „notwendig, um die Schwere des konjunkturellen Einbruchs abzumildern und gut aufgestellten Unternehmen ein Überleben zu ermöglichen“, heißt es in einem noch unveröffentlichten Papier des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, das sich mit den „Instrumenten zur Stabilisierung von Unternehmen in der Coronakrise“ befasst.

Um eine schnelle Erholung des Wirtschaftswachstums zu ermöglichen, sei aber zusätzlich „eine klare Exit-Strategie aus dem Lockdown der Volkswirtschaft erforderlich“, schreibt das IW. Die Autoren sehen anderenfalls die Gefahr, dass nach der Coronakrise eine lange Phase der Investitionszurückhaltung einsetzt, weil die Unternehmen die Liquiditätshilfen zurückzahlen müssen.

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    Daher müsse die Rückzahlung der Hilfen „weit in die Zukunft gestreckt werden“. Sie müsse mit steuerlichen Maßnahmen begleitet werden, um den Unternehmen nach Überwindung der Coronakrise den Wiederaufbau eigener Liquiditäts- und Eigenkapitalpuffer zu ermöglichen und ihnen Raum für Investitionen zu geben.

    Zusätzlich zu den bereits beschlossenen Maßnahmen müsse daher die diesjährige Steuerschuld gesenkt werden, damit keine steuerlichen Rückstellungen gebildet werden müssten. „Dies würde zukünftige Tilgungen von im Rahmen des Corona-Hilfspakets aufgenommenen Liquiditätshilfen erleichtern“, schreibt das IW.

    Zwei Maßnahmen hilfreich und schnell umsetzbar

    Konkret halten die Autoren zwei Maßnahmen für hilfreich und schnell umsetzbar. So ermögliche eine „deutliche Ausweitung des Investitionsabzugsbetrags, zukünftige Investitionen als Sofortabschreibung geltend zu machen“. Der Vorteil liege in dem Umstand, dass die Investition nicht in der aktuell schwierigen Liquiditätslage getätigt werden müsse.

    Das IW verweist auf die bis ins Jahr 2015 geltende Fassung des Steuerrechts, die es ermöglichte, die Investition erst in den folgenden drei Jahren zu tätigen, um die Sofortabschreibung nutzen zu können. Die Autoren empfehlen eine Rückkehr zu dieser Regelung, verbunden mit einer Ausweitung der Anwendungsgrenzen, um mehr Unternehmen daran partizipieren zu lassen.

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    Als zweite Maßnahme empfiehlt das IW, die Verlustverrechnungsregelungen großzügiger auszugestalten. „Vor allem die Verrechnung von diesjährigen Verlusten mit vergangenen Gewinnen kann verbessert und als unterstützende Maßnahme für angeschlagene Unternehmen genutzt werden, denen mit Liquiditätshilfen allein nicht geholfen ist“, schreiben die IW-Autoren.

    Insgesamt gehe es darum, die Maßnahmen so zu kombinieren, dass der Wirtschaftseinbruch zum einen nicht allzu tief ist, und zum anderen die Erholungsphase möglichst schnell verläuft, so das Resümee der Autoren.

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