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Corona-Testpanne FDP fordert Digitalpakt für das Gesundheitswesen

Die FDP führt die Panne mit Corona-Tests in Bayern auf Defizite bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens zurück – und fordert Konsequenzen.
14.08.2020 - 04:20 Uhr Kommentieren
Bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen an bayerischen Autobahnen kam es zu erheblichen Verzögerungen. Quelle: dpa
Corona-Test auf Rastanlage an Autobahn in Bayern

Bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen an bayerischen Autobahnen kam es zu erheblichen Verzögerungen.

(Foto: dpa)

Berlin Der FDP-Fraktionsvize Frank Sitta fordert nach der schweren Panne bei den Corona-Tests an bayerischen Autobahnen Konsequenzen. „Wir brauchen dringend einen umfassenden Digitalpakt für das Gesundheitswesen“, sagte Sitta dem Handelsblatt.

„Dass die verheerenden Pannen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen aus Bayern auf die händische Datenübertragung zurückzuführen sind, ist glasklarer Beleg für die dramatischen Defizite bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens.“

Die bayerische Staatsregierung hatte am Mittwoch eingestehen müssen, dass die Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen an bayerischen Autobahnen deutlich dramatischere Ausmaße haben als bisher bekannt.

Stand Mittwoch warteten 44.000 Reiserückkehrer, die im Ausland im Urlaub waren, nach Corona-Tests an den Autobahnen noch auf ihre Ergebnisse. Besonders brisant ist, dass darunter - Stand Mittwoch - auch mehr als 900 nachweislich positiv Getestete waren.

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    Angesichts erneut steigender Infektionszahlen wäre es aus Sicht Sittas daher zwingend notwendig, die Daten zu allen Testergebnissen über digitale Schnittstellen „unmittelbar und fehlerfrei“ zu übermitteln.

    „Nur durch die weitreichend digitale Anbindung und Vernetzung, angefangen von der Erfassung des zu testenden Patienten bei den Gesundheitsämtern, Arztpraxen und Testzentren bis zur elektronischen Übermittlung der Testergebnisse von den Laboren, können Infektionsketten so rasch und verlässlich wie möglich nachverfolgt werden“, sagte der FDP-Politiker.

    Leider hinke Deutschland hier „furchtbar“ hinterher, wie das Beispiel Bayerns zeige. Die Bundesregierung müsse nun daher „unverzüglich und unbürokratisch durch konkrete Investitionen in entsprechende Ausrüstung und Schulung des Personals über alle Ebenen hinweg dafür sorgen, dass technische Lösungen dauerhaft und effizient in die Prozesse integriert werden“, verlangte Sitta. Dann müsse man in Zukunft auch nicht länger tatenlos zusehen.

    Söder entschuldigt sich

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder entschuldigte sich für die Test-Panne. „Es ist wirklich hoch ärgerlich. Wir können uns dafür nur entschuldigen“, sagte Söder am Donnerstag in München. Zugleich lehnte er den angebotenen Rücktritt von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) ab. Die Fehler müssten aber abgestellt werden und dürften sich nicht wiederholen.

    Huml erklärte, dass die Betroffenen seit Donnerstagvormittag informiert würden. Man versuche auch diejenigen zu erreichen, die negativ getestet worden seien. Söder kündigte organisatorische Änderungen in der Landesregierung und weitere 100 Mitarbeiter zur Durchführung und Auswertung der Corona-Tests an.

    Söder warnte vor bundesweit steigenden Fallzahlen: „Wenn wir nicht aufpassen, stehen wir in einigen Wochen vor einer ganz schwierigen Situation.“ Es werde in den kommenden Wochen bei der Rückkehr von Urlaubern oder dem Schulstart noch viele Probleme geben: „Wer glaubt, dass Corona ausgesessen und vorbei ist, der wird sich getäuscht sehen.“

    Mehr: Markus Söder hat im Kampf gegen das Coronavirus eine Schramme abbekommen. Doch die Pannen häufen sich im ganzen Land, nicht nur in Bayern.

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