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Coronakrise Coronavirus bedroht deutsche Kulturwirtschaft

Der Kulturbetrieb wird vom neuartigen Coronavirus schwer getroffen. Der Deutsche Kulturrat fordert einen Notfallfonds für betroffene Künstler.
13.03.2020 - 04:00 Uhr Kommentieren
Zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus werden alle Veranstaltungen der staatlichen Theater, Opern- und Konzerthäuser in Berlin abgesagt. Quelle: dpa
Berliner Staatsoper

Zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus werden alle Veranstaltungen der staatlichen Theater, Opern- und Konzerthäuser in Berlin abgesagt.

(Foto: dpa)

Berlin Der Deutsche Kulturrat rechnet angesichts der Coronakrise mit massiven finanziellen Einbußen für die Kulturbetriebe in Deutschland. „Der Schaden wird eine für uns bislang unbekannte Höhe annehmen“, sagte der Geschäftsführer des Spitzenverbands der Bundeskulturverbände, Olaf Zimmermann, dem Handelsblatt.

Besonders betroffen seien nicht in erster Linie die öffentlichen Kultureinrichtungen, für die der Staat einstehen werde, sondern die kleineren kulturwirtschaftlichen Unternehmen und freiberuflichen Künstlerinnen und Künstler. „Mit der Absage von Aufführungen, Tagungen, Veranstaltungen droht ein erheblicher Teil von deren Einnahmen wegzubrechen. Das kann sehr schnell existenzielle Auswirkungen haben“, sagte Zimmermann.

Er erwarte, dass „überall und flächendeckend“ Veranstaltungen abgesagt werden. „Auch kleinere Kulturveranstaltungen werden bald nicht mehr möglich sein“, sagte Zimmermann.

Tatsächlich häufen sich Absagen und Schließungen. Am Dienstag wurde unmittelbar vor dem Start das Literaturfestival Lit.Cologne abgesagt. Für die großen Berliner Theater und Opernhäuser wurden alle Veranstaltungen bis 19. April abgesagt, auch in Bayern sind alle staatlichen Theater, Konzertsäle und Opernhäuser bis zum Ende der Osterferien am 19. April geschlossen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

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    Der Kulturrat-Chef setzt auf die Hilfe von Bund und Ländern. Beim Treffen der Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) mit den Kulturministern der Länder an diesem Freitag in Berlin „können Bund und Länder beweisen, dass sie es mit dem kooperativen Kulturföderalismus ernst meinen“, sagte Zimmermann. „Ein gemeinsamer Notfallfonds von Bund und Ländern könnte rasch und unbürokratisch betroffenen Künstlerinnen und Künstlern aus der Not helfen.“

    Berlins Kultursenator ordnet weitere Schließungen an

    Ein solcher Notfallfonds sollte nach Ansicht Zimmermanns bei der Kulturstiftung der Länder und der Kulturstiftung des Bundes gemeinsam eingerichtet werden. „Beide Stiftungen sind sehr erfahren mit der Vergabe von öffentlichen Mitteln und können auch gut zusammenarbeiten“, sagte er.

    Kulturstaatsministerin Grütters (CDU) kündigte am Mittwoch an, sie werde Künstler und Kultureinrichtungen „nicht im Stich“ lassen. „Wir haben ihre Sorgen im Blick und werden uns dafür einsetzen, dass die speziellen Belange des Kulturbetriebs und der Kreativen miteinbezogen werden, wenn es um Unterstützungsmaßnahmen und Liquiditätshilfen geht.“

    In Berlin kommt das Kulturleben derweil nahezu vollständig zum Erliegen. Am Donnerstagnachmittag ordnete Kultursenator Klaus Lederer (Linke) weitere Schließungen an. Vorerst bis zum Ende der Osterferien würden auch Privattheater nach Rücksprachen mit den zuständigen Gesundheitsämtern ihren Betrieb vollständig einstellen, teilte Lederer nach einem Gespräch mit den Intendantinnen und Intendanten der betreffenden Einrichtungen mit. „Wir empfehlen auch den übrigen privaten Bühnen, so zu verfahren.“

    Mehr: Lesen Sie hier, wie sicher das Weltfinanzsystem angesichts der Coronakrise ist.

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